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Eilbek Jacobipark

Spaziert man durch den Jacobipark in Hamburg-Eilbek, so fallen einem vermutlich einzelne Grabsteine und Denkmäler auf, die sich verstreut im Park verteilen. Sie zeugen von der Vergangenheit der heutigen Grünanlage als ehemaliger Friedhof der Jacobi-Gemeinde.

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Jacobipark

1848 wurde dieser von der Hauptkirche St. Jacobi, die sich in der Hamburger Innenstadt befand, angelegt – jedoch in völlig ungewohnter Entfernung, damals noch vier Kilometer vor der Stadt. Möglicherweise wuchs daher seine Beliebtheit erst langsam im Laufe der Zeit. Bis zu seiner Entwidmung im Jahr 1954 zeigte er sich noch in unveränderter Form mit einer Vielzahl von Grabmalen. Danach wurde aus dem Friedhof eine öffentliche Grünanlage mit Teichlandschaft, Parkwiese, Ruhegarten, Spielplatz und sogar einem Vogelschutzgebiet. Seinen romantischen Charakter hat er bis heute bewahrt. 

Der ehemalige Friedhof ist verschwunden, doch insgesamt fünf Grabmale und zwei Gruftbauten aus dem 19. Jahrhundert ließ man am Ort ihrer ursprünglichen Aufstellung stehen. Eines davon ist das Denkmal an die Schauspielerin Clara Horn, die von 1875 bis 1884 am Hamburger Thalia-Theater ihr Publikum begeisterte. Auf dem Relief erkennt man einen schwebenden Engel, der seine Fackel löscht. An den Arzt Dr. Martini erinnert ein schwarzer Obelisk mit seinem Bronzeporträt. Er hatte ab 1877 die Chirurgie in St. Georg geleitet. Sie gehörte damals in Deutschland zur größten ihrer Art. Neben dem Denkmal zeugt heute noch die Martinistraße in Eppendorf von dem Arzt, der kaum vierzig Jahre alt wurde.  Zu den monumentalen Gruftkellern des alten Friedhofes gehört die Gruft der Familie Merck. Die Seitenwände des im neugotischen Stil errichteten Bauwerkes nennen die Namen der dort Beigesetzten, darunter der Bürgermeister Christian Daniel Benecke (1768-1831) und Heinrich Johann Merck (1770-1853), Begründer des gleichnamigen Kaufmannshauses und späterer Senator.  

Die heutige Osterkirche am nördlichen Eingang des Jacobiparks war einst eine dem Friedhof zugehörige neugotische Kapelle, fertiggestellt im Jahr 1864. Da diese besonders schön werden sollte, entschied man sich bei ihrer Konzeption für den Entwurf des berühmten Architekten Alexis de Chateauneuf, der sich in Hamburg bereits durch seine Planungen für die Alsterarkaden sowie der neuen Post einen Namen gemacht hatte. 

Der Park ist eine gartendenkmalpflegerisch bedeutende historische Grünanlage

Karte

Parkanlagen

Zusatzinformation

Bezirk:Wandsbek
Lage:zwischen Wandsbeker Chaussee, Friedenstraße und Hasselbrookstraße
ÖPNV:S1 Hasselbrook, U1 Wandsbeker Chaussee
Fläche:ca. 6,1 ha
Spielplatz:vorhanden
Hundeauslaufzone:vorhanden