Behörde für Umwelt und Energie

Blankenese Sven-Simon-Park

Hinter dem Namen Sven Simon verbirgt sich eigentlich der Sohn des bekannten Zeitungsverlegers Axel Springer. Unter seinem Pseudonym wurde Axel Springer junior als Fotograf und Journalist international bekannt und gewann viele renommierte Preise. Darüber hinaus war er Chefredakteur der Welt am Sonntag. Im Jahr 1980 nahm er sich im Alter von nur 38 Jahren das Leben, die Motive dafür sind bis heute ungeklärt. Ihm zu Ehren vergibt die Welt am Sonntag seitdem den mit insgesamt 20.000 Euro dotierten „Sven-Simon-Preis“ für Natur- und Sportfotografie. Sein Vater stiftete der Öffentlichkeit noch im selben Jahr den Sven-Simon-Park samt ehemaligem Landhaus am Falkenstein in Hamburg-Blankenese.

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Sven-Simon-Park

Einst war es sein Privatgarten gewesen. Er hatte die weitläufige Anlage im Stil eines Landschaftsparks in den 1950er Jahren von dem bekannten Hamburger Gartengestalter Gustav Lüttge entwerfen lassen. Während die Flächen um die Gebäude mit schönen Natursteinmauern und Staudenbeeten gestaltet wurden, beeindruckten im landschaftlichen Teil lange Sichtachsen, zum Beispiel mit Blick auf die Elbe. Leider sind von Lüttges Gesamtkonzept nur noch Relikte vorhanden. Dennoch laden weite besonnte Rasenflächen sowie gemütliche Sitzplätze unter altem Baumbestand noch immer zum Entspannen ein. Besonders idyllisch ist es am kleinen Teich auf der Waldlichtung. Nach wie vor ein Highlight des Parks bildet jedoch der wunderschöne Ausblick auf die Elbe vom „Balkon“ der Grünanlage. Man findet ihn etwas versteckt hinter dem ehemaligen Landhaus Michaelsen. 

Die eindrucksvolle weiße Klinkervilla wurde zwischen 1923 und 1925 nach den Plänen des bedeutenden Architekten Karl Schneider für Hermann und Ite Michaelsen gebaut. Das Landhaus auf der Geestkante gilt als ein Hauptwerk des Neuen Bauens in Hamburg und wird sogar als Pionierbau moderner Architektur in Deutschland bezeichnet. Von dem hohen Turm aus verläuft ein Flügel nach Süden, den Hang durch Terrassierung abstützend. Rechtwinklig dazu erstreckt sich, parallel zur Elbe, der Wohntrakt. Seit den 1970er Jahren verfiel es zunehmend, bis es schließlich 1985 wiederhergestellt wurde. Ein Jahr später zog erneut Leben in das Landhaus ein. Seitdem beherbergt es das „Puppenmuseum Falkenstein“, eine Privatsammlung von etwa 300 Puppen, die besichtigt werden kann.

Karte

Parkanlagen

Zusatzinformation

Bezirk:Altona
Lage:zwischen Grotiusweg, Luuspark und Waldpark Falkenstein
ÖPNV:S1 Rissen, Bus 189 Grotiusweg (Mitte)
Fläche:ca. 5,4 ha
Spielplatz:nicht vorhanden
Hundeauslaufzone:vorhanden