Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Winterhude Stadtpark

2014 feiert der Hamburger Stadtpark seinen 100. Geburtstag! Seit der Eröffnung 1914 hat diese schon damals als großer Volkspark konzipierte Anlage eine wichtige Bedeutung als Naherholungsfläche innerhalb der Stadt. Die weitsichtige Planung schuf im ursprünglich noch unbebauten nördlichen Randgebiet diesen großen Park, dem die umliegende Bebauung folgte. Als grüne Lunge ist der Stadtpark bis heute wesentlicher Bestandteil der Hamburger Grünversorgung.

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Hamburger Stadtpark

Das heraus ragende Gartenkunstwerk vereint landschaftliche Bereiche und architektonisch strukturierte Parkräume. Zwischen dem westlich gelegenen Wasserturm, einem der Wahrzeichen Hamburgs, und dem Stadtparksee im Osten gibt es ein vielfältiges Angebot: Große Waldbereiche, Wiesenflächen, verschiedenartige Spiel- und Sportareale und schön gestaltete Ziergärten präsentieren sich den Besuchern. Ein gut ausgebautes Wegenetz führt Spaziergänger oder Jogger durch die vielseitige Parklandschaft.

Im Sommer laden das Planschbecken, der Stadtparksee und die großen Wiesenflächen zu Badespaß, Sonnenbad und Spiel ein. Kulturelle Veranstaltungen finden auf der Freilichtbühne oder im Planetarium statt - seine Attraktivität hat der Stadtpark bis heute behalten.

Die Geschichte des Stadtparks: Von ersten Ideen bis heute

Die zunehmende Bedeutung als Handels- und Hafenstadt veränderte schnell das Gesicht Hamburgs um die Jahrhundertwende. Fabrikgelände, Werften und neue Wohnquartiere ließen die Stadt rasch wachsen. Der neue Städtebau erforderte Parks und Grünflächen eines neuen Typs. Die Idee des "neuen Volksparks" verband ein architektonisches Raumkonzept mit einem sozialen Nutzungsprogramm. Allen Bevölkerungsschichten sollten Sportmöglichkeiten, Erholungsflächen und Kunst zugänglich sein.

Ein Gelände nördlich der geplanten Wohnquartiere in Winterhude wurde 1901 ausgewählt und das Sierichsche Gehölz sowie angrenzende Flächen gekauft. Nach vier Jahren intensiver Bautätigkeit konnte 1914 der 148 Hektar große Park eröffnet werden. Seither hat der Stadtpark viele Veränderungen erlebt. Im 2. Weltkrieg wurden hier Flakstellungen errichtet, der Gehölzbestand zum Teil verheizt und Gemüse angebaut. Nach dem Krieg wurden einzelne Partien umgestaltet und übergangsweise Notunterkünfte errichtet. Die zeitweilig für Autorennen genutzten Parkstraßen und die Reitwege wurden 1951 zurückgebaut. In den 60er, 70er und 80er Jahren wurden vor allem Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten vorgenommen.

Vom Umgang mit historischer Substanz: Gartendenkmalpflege 

Der Stadtpark setzte damals international beachtete neue Maßstäbe für zeitgenössische Gartenarchitektur und Stadtplanung. Er spielte eine wesentliche Rolle in der Entwicklung des öffentlichen Grüns. Der Wandel vom Volksgarten des 19. Jahrhunderts zum modernen Volkspark wurde in ihm endgültig und beispielhaft vollzogen: Landschaftliche Formensprache wurde um klare, architektonische Strukturen erweitert. Intime, abgegrenzte Gartenräume gaben nun einen wirkungsvollen Rahmen für Kunstwerke inmitten von Blumen- und Staudenrabatten.

Um seiner herausragenden Bedeutung zu entsprechen, wurde 1995 ein Parkpflegewerk erarbeitet. Unter Berücksichtigung historischer Quellen, des Bestandes und heutiger Nutzungsansprüche wurden Leitlinien für die Erhaltung dieses bedeutenden Volksparks aufgestellt. Diese fließen in ein Gesamtkonzept für die Pflege und Entwicklung des Parks ein.

Naturerlebnis in der Großstadt 

Der Hamburger Stadtpark mit dem ca. 37 Hektar umfassenden Sierichschen Gehölz ist als Natur- und Lebensraum inmitten der Stadt von besonderer Bedeutung. 100- bis 120jährige Eichen, durchmischt mit Buchen, Ahorn, Birken, Hainbuchen und weiteren Laubgehölzen, prägen den großen, geschlossenen Laubmischwald im westlichen Teil des Stadtparks.

Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren wie z. B. Rotkehlchen, Zaunkönig oder Singdrossel bieten aber auch alte Hecken, ehemalige Knicks und Gebüsche im Park. In den Gewässern mit den naturnahen Uferbereichen und Röhrichtzonen finden Wasservögel, Amphibien und Fische Rückzugsmöglichkeiten.

Eine große Anzahl heimischer und fremdländischer Gehölze finden botanisch Interessierte nördlich des Rosengartens. Zaubernuß und Japanische Kirsche im Frühjahr, blühende Sträucher im Sommer, Blattfärbung der Eichen- und Ahornsorten im Herbst oder das Weiß der Himalayabirke im Winter locken immer wieder Besucher hierher. Bei einem Spaziergang durch den Park können Naturliebhaber zu jeder Jahreszeit Ruhe genießen und die vielfältige Flora und Fauna erleben.

Karte

Parkanlagen

Zusatzinformation

Bezirk:Nord
Lage:Saarlandstraße / Borgweg
ÖPNV:U1: Hudtwalckerstraße - Lattenkamp – Alsterdorf / U3: Borgweg – Saarlandstraße / S1/S11: Alte Wöhr / Bus: Linien 113/106/109 bis Winterhuder Markt und 118/179 Stationen am Stadtpark
Fläche:ca. 150 ha
Spielplatz:vorhanden
Hundeauslaufzone:vorhanden