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Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Deutsche und türkische Senioren gemeinsam unter einem Dach

Eröffnung des interkulturellen Wohnhauses Veringeck

 

Interkulturelles Wohnhaus Veringeck
Neubau Veringeck (Bild: IBA Hamburg GmbH / Martin Kunze)

In Hamburg Wilhelmsburg öffnet ein Wohnhaus für türkische und deutsche Senioren, die aufgrund ihrer Pflegebedürftigkeit nicht mehr in ihrer Wohnung leben können, seine Türen. Das Konzept wurde in Zusammenarbeit zwischen der Veringeck GbR, der Internationalen Bauausstellung (IBA), der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) und der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) entwickelt. Die BGV fördert das Wohnprojekt mit 315.0000 Euro.

„Mit dem sozialintegrativen Wohnhaus wird ein niedrigschwelliges Versorgungsangebot mit familiärem Charakter geschaffen“ so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. „Das Wohnhaus hat in dieser ambulanten Form und aufgrund der konsequenten Ausrichtung bundesweit Modellcharakter.“

Das Wohnprojekt schließt eine Lücke, da klassische stationäre Pflegeangebote von älteren, pflegebedürftigen Zuwanderern bisher selten in Anspruch genommen werden. Dies, obwohl auch angesichts einer wachsenden Zahl ausländischer Hochbetagter und der damit verbundenen Häufigkeit, an Demenz zu erkranken, ein entsprechender Pflegebedarf besteht. Im Neubau stehen auf zwei Wohnebenen 18 Appartements zur Verfügung, in denen Pflegebedürftige je nach Bedarf ambulant betreut werden. Im dritten Geschoss entsteht eine ambulante Wohngemeinschaft für zehn an Demenz erkrankte türkische Senioren, die eine Betreuung rund um die Uhr benötigen. Die Integration im Stadtteil wird durch Begegnungsmöglichkeiten sowie die aktive Einbeziehung der Nachbarschaft, z.B. durch ein Cafe, ein Hamam sowie durch eine Tagespflege im Erdgeschoss des Hauses realisiert.