Polizeipräsident Wolfgang Kopitzsch
Bereits seit 1979 war der studierte Pädagoge als Lehrer für Politik, Staats- und Verfassungsrecht an der Landespolizeischule tätig. Bis zu seiner Wahl zum Bezirksamtsleiter Hamburg-Nord im April 2009 hatte er zuletzt selbst die Polizeischule geleitet.
Anerkannt und geschätzt wird Kopitzsch unter anderem für seine zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen.
Mitte der 1980er Jahre erhielt er beispielsweise einen Forschungsauftrag der Behörde für Inneres zur Geschichte der Hamburger Polizei in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus.
Geburtsdatum und -ort
- 18. Januar 1949 in Langendamm (heute: Varel/Oldenburg)
Familienstand
- verheiratet, ein Kind
Bildungsweg
1955-1964 Volksschule
1964-1966 Handelsschule Wendenstraße 166 (Mittlere Reife)
1966-1969 Wirtschaftsgymnasium Wendenstraße 166 (Abitur)
1969-1974 Studium in Hamburg, Lehramt an Volks- und Realschulen (Fächer: Erziehungswissenschaft und Geschichte im Hauptfach Politische Wissenschaft und Wirtschaftswissenschaften im Nebenfach)
1974 Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Volks- und Realschulen
1977/78 Referendariat in Hamburg
1978 Zweites Staatsexamen für das Lehramt an Volks- und Realschulen
Berufliche Tätigkeiten
1978/1979 Forschungsauftrag der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (Max-Traeger-Stiftung) zur Geschichte der GEW von 1945-1975 (veröffentlicht Heidelberg 1983)
1979 Lehrer an der Landespolizeischule Hamburg (Politik, Staats- und Verfassungsrecht, Deutsch)
1980 Ernennung zum Studienrat
1986-1988 Forschungsauftrag der Behörde für Inneres zur Geschichte der Hamburger Polizei in der Weimarer Republik und im Dritten Reich
1993 Leiter "Grundsatzangelegenheiten, Pädagogik, Didaktik und Methodik in der Polizei" in der Landespolizeischule
1995 Ernennung zum Oberstudienrat
1997 "Leitender Pädagoge" der Landespolizeischule und Abteilungsleiter LPS 01 (Pädagogik, Didaktik und Methodik)
1999 Ernennung zum Studiendirektor
1999 Abteilungsleiter LPS 2 (Allgemeine Angelegenheiten) und stellvertretender Leiter der Landespolizeischule
2000 "Ständiger Vertreter des Leiters der Landespolizeischule", "Leitender Pädagoge" und Abteilungsleiter LPS 01/2
2002 "Ständiger Vertreter des Leiters der Landespolizeischule", "Leitender Pädagoge" und Abteilungsleiter LPS 1 (Allgemeine Angelegenheiten)
2007 Leiter der Landespolizeischule und Vertreter des Leiters "Zentrales Personalmanagement" der Polizei Hamburg
1997-2008 Mitglied und Vorsitzender (2004-2008 stellvertretender Vorsitzender) des Kerngebietsausschusses der Bezirksversammlung Hamburg-Nord und des Unterausschusses für allgemeine Angelegenheiten
2008-2009 Mitglied der Bezirksversammlung, Fraktionsvorsitzender der SPD in der Bezirksversammlung; Vorsitzender des Regionalausschusses Fuhlsbüttel-Langenhorn-Alsterdorf-Groß Borstel; Vorsitzender des Bauausschusses der Bezirksversammlung; Mitglied des Haushalts- und des Hauptausschusses
02.06.2009 bis 17.01.2012 Bezirksamtsleiter und Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Nord
Seit 18.01.2012 Polizeipräsident der Polizei Hamburg
Wissenschaftliche Tätigkeiten
Wissenschaftliche Erarbeitung u.a. folgender Ausstellungen:
50 Jahre Machtergreifung in Hamburg (1983)
Aus- und Fortbildung in der Polizei Hamburg (1986)
100 Jahre Kriminalmuseum in Hamburg (1993)
Hamburger Polizeibataillone im Zweiten Weltkrieg (1995)
Ergänzt und erweitert 1998 "Keine Bilder des Vergessens – Hamburger Polizeibataillone im Zweiten Weltkrieg" (Ausstellung der Hamburgischen Bürgerschaft im Hamburger Rathaus), inzwischen in mehr als 25 deutschen Städten gezeigt
125 Jahre Kriminalpolizei Hamburg (2001)
"Die eingesetzten Kräfte der Ordnungspolizei! versahen ihren Dienst vorbildlich." Das Polizeibataillon 307 (Lübeck) im "Osteinsatz" 1940-1945 (gemeinsam mit der Landespolizei Schleswig-Holstein)
Zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen zu Fragen der Erziehungs- und Bildungsgeschichte, der Zeitgeschichte und zur Geschichte der Polizei.
Weiteres Engagement
Wolfgang Kopitzsch ist u. a. langjähriges Mitglied im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA); er war Vorsitzender des Bauausschusses (2008-2009), Deputierter der Justizbehörde (2004-2008), Mitglied im Anstaltsbeirat der JVA Vierlande (2004-2005) sowie des Anstaltsbeirates der JVA Fuhlsbüttel (2005-2009).
Weitere Mitgliedschaften bestehen u. a. in der Arbeiterwohlfahrt (AWO) als stellvertretender Kreisvorsitzender und Kreisvorsitzender der AWO Hamburg-Nord, Vorsitzender des AWO-Distrikts Winterhude-Nord-Eppendorf, Kreis- und Landesdelegierter; in der Gesellschaft für Polizeigeschichte, dem Verein für Hamburgische Geschichte und in zahlreichen weiteren
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