Planetarium Hamburg Sternenwissen im Stadtpark

Der ehemalige Wasserturm im Stadtteil Winterhude beheimatet das Planetarium, das sich jährlich stetig wachsender Beliebtheit erfreut. Es ist eines der dienstältesten Sternentheater der Welt. Nach Umbauarbeiten wird am 17. Februar 2017 der Spielbetrieb wieder aufgenommen.

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Planetarium Hamburg – Sternentheater

    
Adresse
Linnering 1, (Stadtpark, vorm. Hindenburgstraße), 22299 Hamburg
Telefon
040 428 86 52 -0
E-Mail
ticket@planetarium-hamburg.de
Homepage
Planetarium
Wiedereröffnung
14. Februar 2017
Tage der offenen Tür
15. und 16. Februar 2017

 

Wiedereröffnung im Februar 2017

Weit über 300.000 Menschen gehen jedes Jahr im ehemaligen Wasserturm im Hamburger Stadtpark auf Entdeckungsreisen in den Kosmos. Weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt, bietet das Planetarium Hamburg nicht nur einen abwechslungsreichen Spielplan, sondern auch herausragende Technik. 

Sternenbegeisterte können sich freuen, denn das Planetarium ist wieder eröffnet. Mit einer Festveranstaltung für geladene Gäste gehen die Tage der Wiedereröffnung los, die am 15. und 16. Februar 2017 mit zwei Tagen der offenen Tür ein Bild fortgesetzt werden. Der Spielbetrieb startet schließlich am 17. Februar 2017 mit fünf neuen Produktionen: 

  • „Wir sind Sterne – 3D“ (auf dem Spielplan ab 17. Februar 2017)
  • „Polaris und das Rätsel der Polarnacht“ (auf dem Spielplan ab 18. Februar 2017)
  • „Lichtmond – Days of Eternity“ (auf dem Spielplan ab 24. Februar 2017)
  • „Limbradur und die Magie der Schwerkraft – 3D“ (auf dem Spielplan ab 15. März 2017) 
  • „Space Tour 3D – Unser Kosmos live und in 3D“ (auf dem Spielplan ab 22. März 2017)

Umbauten im Planetarium

vergrößern Die Decke im Foyer des Planetariums. Die Decke im Foyer des Planetariums. (Bild: Maxim Pfund) Seit August 2015 wurde im historischen Wasserturm umgebaut. Während der etwa anderthalb Jahre dauernden Renovierungsphase wurden die erweiterte, bisherige Foyerebene im ersten Obergeschoss und der Sockel des Planetariums ausgebaut. In letzterem wird neuer Platz für Gastronomie, Shop, Veranstaltungen, Ausstellungen, Büros und Toiletten geschaffen.

Der Zugang zum Planetarium wird zukünftig ebenerdig vom Stadtpark aus erfolgen. Außerdem werden zwei Aufzüge den Zugang zum Sternensaal und zur beliebten Aussichtsplattform erleichtern, die dann ebenfalls erstmals barrierefrei erreichbar sein wird.

Bild und Ton weltweit einmalig

Auch bei der Technik wurde nachgelegt, so dass das Planetarium Hamburg heute – ebenso wie bereits bei seiner Eröffnung 1930 – als modernstes Planetarium der Welt gilt, mit einem eindrucksvollen Instrumentarium. Dafür sorgen der digitale Kosmos-Simulator "Digistar 6" mit seiner naturgetreuen Zeiss-Sternenprojektion, einer Ganzkuppelprojektion mit einer Auflösung von 8K und in 3D, die 3D-Soundanlage und die weltgrößte Showlaser- und Lichtanlage. Die Verbindung von Ultra-High-Definition-Auflösung (UHD-2) und dem 3D-Sound, der von 70 Lautsprechern erzeugt wird, ist weltweit einmalig. Insgesamt kostete der Umbau rund zehn Millionen Euro, von denen 7,5 Millionen in die Umbaumaßnahmen flossen und 2,5 Millionen Euro in die neueste Technik investiert wurden. 

Faszination Kosmos

Regelmäßig finden im Planetarium für alle Hobbyastronomen Vorträge und Konzerte aus den Bereichen Klassik, Pop und Jazz statt. Zahlreiche Filmvorführungen, spezielle Schulveranstaltungen und Theaterdarbietungen runden das Programm ab. Eine Neuerung stellt das Rundum-3D-Theater dar, das erste seiner Art in Europa. Dank des 360-Grad-Kuppelformats ist der Besuch ein ganz besonderes Erlebnis. Besonderes Highlight: Donnerstags von 15 bis 16 Uhr beantworten die Astronomen des Planetariums telefonisch unter 040 428865255 Ihre Fragen zu den Themen Himmelskunde und Weltall.

Geschichte als ehemaliger Wasserturm

Die Geschichte des Planetariums ist eng verknüpft mit der des Stadtparks. Um den eng besiedelten Stadtteilen in Hamburg eine Erholungsfläche für Körper und Geist zu bieten, legte Fritz Schumacher, ehemaliger Hamburger Baudirektor, schon beim ersten Entwurf fest, dass die Fläche neben Restaurants, Trinkhallen und Cafés auch einen Wasserturm beherbergen soll. Der Turm sollte mit einer Höhe von 64,5 Metern ein nicht zu übersehendes Bauwerk am nordwestlichen Ende der Längsachse sein. Baubeginn war im Jahr 1912 unter dem Architekten Oscar Menzel. Vollendet wurde der Wasserturm vier Jahre später. Nach Fertigstellung fasste der Behälter mit 23 Metern Durchmesser bis zu 3.000 Kubikmeter Wasser. Bereits nach zwölf Jahren wurde der Wasserturm aufgrund zu niedrigen Wasserdrucks jedoch aus dem Netz genommen. 

Umbau zum Planetarium 

Im Juni 1929 stimmte die Hamburger Bürgerschaft dem Vorschlag zu, den Wasserturm in ein Planetarium zu verwandeln. Mittels einer Zwischendecke wurden zwei Etagen gewonnen, von denen die obere das eigentliche Planetarium wurde. Am 22. April des darauffolgenden Jahres lud der Hamburger Senat die ersten Gäste zu einer privaten Vorführung ein. Offiziell eröffnet wurde das Planetarium eine Woche später. Den Zweiten Weltkrieg hat das Gebäude gut überstanden, so dass bereits ab dem 29. August 1945 wieder Vorträge stattfinden konnten.

Seit 1981 ist das Gebäude Kulturdenkmal. Rund um das neue Jahrtausend erfolgte in Abstimmung mit den greifenden Denkmalschutzauflagen eine Modernisierung. Im Jahr 2002 schloss das Planetarium für 15 Monate seine Pforten und es kam unter anderem zum Einbau des Rundum-3D-Theaters. Seitdem feiert das Planetarium noch größere Erfolge. Die Veranstaltungen sind stets gut besucht. Doch selbst das Äußere des ehemaligen Wasserturm ist mit seinem markanten Kalksteinpodest und der sich davor befindlichen Brunnenanlage immer einen Besuch wert. Zudem befinden sich die City Nord und das Winterhuder Fährhaus in der Umgebung.   

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