Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Gesundheitsförderung Wie schläft mein Baby gut und sicher?

Das Risiko für den Plötzlichen Säuglingstod mindern und eine gesunde Entwicklung fördern.

Schlaf gut, Baby! - SIDS Prävention in Hamburg - hamburg.de - FHH

Wie schläft mein Baby gut und sicher?Trotz weltweit rückläufiger Tendenz ist der Plötzliche Säuglingstod nach wie vor ein ernst zu nehmendes Thema. In Deutschland sterben jährlich etwa 220 Kinder plötzlich und unerwartet. Die Auswertung von Aufklärungskampagnen unter anderem in den Niederlanden hat gezeigt, dass sich diese Zahl beträchtlich senken lässt, wenn die bekannten Risikofaktoren rund im die Geburt beachtet und vermieden werden.

Hierfür setzt sich das Hamburger Bündnis gegen den Plötzlichen Säuglingstod seit 1996 ein. Das Ergebnis lässt sich sehen:

Heute sterben in Hamburg deutlich weniger Kinder am Plötzlichen Säuglingstod: 2012 mussten sechs Fälle verzeichnet werden statt der 15 bis 20 Kinder in den 90er Jahren - gleichwohl ist jeder verstorbene Säugling einer zu viel! 

Eltern können selbst viel tun für die Gesundheit ihres Säuglings und das Risiko mindern, wenn sie diese vier Regeln beachten:

Legen Sie Ihr Baby zum Schlafen nur in die Rückenlage.

Säuglinge können sich ihre Schlafhaltung in den ersten fünf bis sechs Monaten nicht selbst aussuchen. Üben Sie mit Ihrem wachen Baby auch die Bauchlage!  Das ist wichtig, damit es Rücken- und Nackenmuskulatur trainieren kann. Wenn Ihr Kind müde wird, legen Sie es aber zum Schlafen wieder auf den Rücken. Bauchlage und Seitenlage sind als Schlafpositionen für Ihr Kind riskant. Die Rückenlage ist eindeutig die sicherste und beste Schlafposition für Ihr Kind.   

Sorgen Sie für eine gesunde Schlafumgebung.

Bettdecken gehören nicht in Babybetten. Überwärmung, Sauerstoffmangel und schweres Bettzeug gefährden lebenswichtige Körperfunktionen Ihres Kindes wie das Atmen, den Kreislauf und das Wachwerden. Sorgen Sie daher für die richtige Schlafumgebung. Am sichersten schläft Ihr Baby im Schlafsack, immer in Ihrer Nähe, aber im eigenen Bett!

Ihr Baby mag keine Zigaretten - auch nicht während der Schwangerschaft.

vergrößern Rauchen ist Risikofaktor Das Risiko für den Plötzlichen Säuglingstod steigt mit jeder gerauchten Zigarette! Auch wenn nur in der Umgebung des Babys geraucht wird, ist sein Risiko am Plötzlichen Säuglingstod zu sterben, deutlich höher. Greifen Sie zum Hörer statt zur Zigarette! Tipps, Beratung und Unterstützung rund um das Rauchen erhalten Sie beim Beratungstelefon der BZgA 01805 - 31 31 31 oder im Internet: www.rauch-frei.info. Setzen Sie die Vorsichtsmaßnahmen auch bei allen Besuchern durch: Tabakrauch schadet erheblich.

Stillen schützt.

Ihr Baby liebt den Körperkontakt – Stillen ist Nahrung für Körper und Seele. Muttermilch gibt Ihrem Kind Schutz vor Infektionen und senkt auch das Risiko für den Plötzlichen Säuglingstod. Es wird empfohlen, Babys etwa sechs Monate ausschließlich zu stillen und danach, zunehmend mit geeigneter Beikost weiter zu stillen - wenn Sie und Ihr Baby es mögen, bis ins zweite Lebensjahr hinein und darüber hinaus.

Genießen Sie es, Ihr Baby zu verwöhnen! An Zuwendung und Liebe kann ein Baby nicht „zu viel“ bekommen.

Bei Fragen hilft Ihnen Ihre Geburtsklinik, Ihre Hebamme, Stillberaterin, Kinderärztin, Ihr Kinderarzt oder die nächstgelegene Mütterberatungsstelle sicher gerne weiter!

Wenn Sie Fragen zum Stillen, zur Ernährung und Einführung von Beikost haben oder Unterstützung bei Problemen benötigen, wenden Sie sich an Ihre Hebammen oder an eine Stillberaterin, an die Mütterberatungsstelle oder Ihre Kinderarztpraxis. Wichtige Hinweise finden Sie auch unter www.kindergesundheit-info.de  unter „Stillen“. Adressen verschiedener Still-Organisationen finden Sie auch unter www.stillen-info.de .