Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Fachberufe im Gesundheitswesen

Podologie (medizinische Fußpflege)

Podologie ist mehr als Fußpflege! Podologinnen und Podologen werden therapeutisch tätig. Ihre Arbeit unterscheidet sich damit erheblich von der einer Fußpflegerin beziehungsweise eines Fußpflegers, die nur kosmetisch am Fuß arbeiten dürfen. Zu den Unterschieden zwischen den beiden Berufsbildern hier mehr.

Auf Grund der großen Verantwortung gegenüber Patientinnen und Patienten wurden Ausbildung und Beruf 2002 durch ein Bundesgesetz geregelt. Seitdem ist Podologie ein Gesundheitsfachberuf und die Berufsbezeichnung "Podologin (medizinische Fußpflegerin)/Podologe (medizinischer Fußpfleger)" ist gesetzlich geschützt. Zuwiderhandlungen stellen eine Ordnungswidrigkeit gemäß § 9 Absatz 1 Nr. 1 bzw. Nr. 2 Gesetz über den Beruf der Podologin und des Podologen (Podologengesetz - PodG) dar und können mit einem Bußgeld bis zu 2.500 Euro geahndet werden.

Die Ausbildung findet an staatlich anerkannten Ausbildungsstätten statt. Die Ausbildungsinhalte sind in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Podologinnen und Podologen (PodAPrV) geregelt. Die Abschlussprüfungen werden vom Amt für Gesundheit der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz überwacht. Dies sichert die Qualität die Ausbildung und dient dem Patientenschutz.

Berufsbild

Podologinnen und Podologen behandeln Patientinnen und Patienten mit krankhaften Veränderungen oder Symptomen von Erkrankungen am Fuß. Sie führen unter ärztlicher Anleitung oder auf ärztliche Veranlassung medizinisch notwendige präventive, therapeutische und rehabilitative Maßnahmen selbstständig aus. Sie werden sowohl in podologischen Praxen als auch in Krankenhäusern oder Einrichtungen der Rehabilitation sowie in der Altenpflege tätig.

Ausbildung in Hamburg

Sie können sich in Hamburg an der Berufsfachschule für Podologie der GIB mbH um einen Ausbildungsplatz bewerben, wenn Sie diese Zugangsvoraussetzungen erfüllen:

gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Beruf und

  • Realschulabschluss oder eine andere gleichwertige, abgeschlossene Schulbildung oder
  • Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung, zusammen mit einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung mit einer vorgesehenen Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren.

Ausbildungsdauer und -inhalte

Die Ausbildung dauert in Vollzeitform zwei Jahre, in Teilzeitform höchstens vier Jahre. In Hamburg wird sie zurzeit ausschließlich in Teilzeit mit einer Dauer von drei Jahren durchgeführt.

Die Ausbildung wird nach bundeseinheitlichen Ausbildungs- und Prüfungsvorschriften durchgeführt. In 2.000 Unterrichtsstunden werden vor allem Kenntnisse in Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre, fußpflegerischen und podologischen Maßnahmen vermittelt. Die praktische Ausbildung im Umfang von mindestens 1.000 Stunden wird in podologischen Praxen und in internistischen, dermatologischen und orthopädischen Kliniken bzw. Ambulanzen unter ärztlicher Anleitung absolviert.

Abschlussprüfung

Die staatliche Abschlussprüfung besteht aus einem praktischen, einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Die Zulassung zur Prüfung beantragen Sie über die Berufsfachschule für Podologie beim Amt für Gesundheit/ Referat Fachberufe im Gesundheitswesen.

Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung

Erst die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung "Podologin"/"Podologe" berechtigt Sie, den Beruf unter dieser geschützten Berufsbezeichnung auszuüben. Die Arbeitgeber werden von Ihnen die Vorlage der Urkunde verlangen. Sie wird erteilt, wenn die Abschlussprüfung bestanden und die Zuverlässigkeit und gesundheitliche Eignung für die Berufsausübung nachgewiesen sind. Näheres erfahren Sie aus dem Merkblatt, das Sie sich von dieser Seite herunterladen können.

Sie haben Ihre Erlaubnisurkunde oder das Zeugnis über die staatliche Abschlussprüfung verloren? Dann klicken Sie hier.

Meldepflichten 

Podologinnen und Podologen, die ihren Beruf in Hamburg selbstständig ausüben möchten, sind  gemäß § 19 Absatz 2 Gesetz über den Öffentlichen Gesundheitsdienst in Hamburg (Hamburgisches Gesundheitsdienstgesetz - HmbGDG) verpflichtet, dem Gesundheitsamt des betreffenden Bezirkes vor Beginn der Berufsausübung die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung vorzulegen und

mitzuteilen, wo die Berufstätigkeit ausgeübt wird. Anzuzeigen ist auch der Wechsel des Tätigkeitsorts sowie die Beendigung der Berufsausübung.

Downloads und Kontakt

Nähere Auskünfte erteilt Ihnen gern Frau Schmuck unter angegebenen Telefonnummer oder E-Mail-Adresse. Die vollständige Adresse finden Sie hier.

Kirsten Schmuck
Physiotherapie, Logopädie, Podologie, Masseure und medizinische Bademeister, Fachweiterbildungen, Umsatzsteuerbefreiung für Bildungseinrichtungen, Ersatzausfertigung Zeugnis/ Urkunde für alle Berufe
Telefon: 040 42837-3783
Telefax: 040 4273-10108

Kirsten.Schmuck@bgv.hamburg.de

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