Senatskanzlei

Neuer Huckepackbahnhof "Bergfest" für die Opernwerkstätten

Bürgermeister Olaf Scholz und Kultursenator Carsten Brosda erkunden neuen Standort für Werkstätten und -fundi der Hamburgischen Staatsoper im Stadtteil Rothenburgsort. Dort entsteht ein innovatives Produktionsquartier im Herzen der Stadt.

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"Bergfest" für die Opernwerkstätten

"Die Opernwerkstätten und Opernfundi am Neuen Huckepackbahnhof bilden den Auftakt zu unserem Konzept „Stromaufwärts an Elbe und Bille“. Wir schaffen hier die Grundlage für ein neues städtisches Quartier", sagte Bürgermeister Olaf Scholz auf dem Pressetermin am Donnerstag (9. November). „Der Billebogen mit seinen hoch verdichteten Gewerbeclustern und Serviceangeboten ist für Unternehmen wie Besucher gleichermaßen interessant. Er verfügt außerdem über attraktive Freiräume und gute Verbindungen in benachbarte Quartiere", ergänzte er.

Die Entwicklung des Neuen Huckepackbahnhofs und des Billebogens im innenstadtnahen Stadtteil Rothenburgsort stärkt die vielfältige Entwicklung Hamburgs im Zusammenspiel mit der benachbarten HafenCity, mit Hamburgs zweitgrößtem Industriestandort Billbrook im Osten und mit der künftigen Entwicklung des neuen Stadtteils Grasbrook auf der südlichen Elbseite. Im neu entstehenden Quartier erhält die Hamburgische Staatsoper Gebäudeteile für die Dekorationswerkstätten und –fundi und erstmalig in der Geschichte der Staatsoper werden diese an einem Ort zusammengeführt.

Werkstätten sowie Kulissen-, Kostüm- und Maskenfundus für die Hamburgische Staatsoper

Die Entscheidung für den Umzug resultierte wesentlich aus dem Vorhaben des Hamburger Senats, auf dem durch den Umzug in Barmbek frei werdenden Areal 675 Wohnungen zu bauen. Die Realisierung des Neubaus der Opernwerkstätten für die Hamburgische Staatsoper wird den Anforderungen einer kulturell ambitionierten Spielstätte gerecht.

„Mit den neuen Werkstätten und -fundi für die Hamburgische Staatsoper schaffen wir die Voraussetzungen für einen modernen, zukunftsfähigen Theaterbetrieb. Die Arbeitsbedingungen und -abläufe werden sich erheblich verbessern. Durch die Entscheidung für den Standort am Neuen Huckepackbahnhof hat der Senat außerdem einen wichtigen Impuls für die Entwicklung des Billebogens gesetzt. Hier greifen Kultur und Stadtentwicklung optimal ineinander", sagte Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien.

Standort für moderne Produktion, Forschung und Entwicklung

Auf dem Neuen Huckepackbahnhof werden 2.500 bis 3.000 Arbeitsplätze geschaffen, die für die Nachbarschaft neue Impulse setzen und mit denen auch für die in der Umgebung Wohnenden neue Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten entstehen. Seit Sommer 2017 wurde mit dem Straßennetz auch die innovative Konzeption des Standorts für Urbane Produktion, Dienstleistungen und mehr sichtbar: Das Gelände wurde für einen neuen Typus Gewerbebauten aufgehöht, sodass zur Straßenseite eine repräsentative Adresse, zur Rückseite unterdessen eine tiefer liegende Logistikebene entsteht. Die künftigen Gebäude ermöglichen flexible Geschosse mit Raumhöhen von 4,80 bis 8 Meter, die als Produktionshallen und andere Fertigungseinheiten nachhaltig genutzt werden können und vertikal übereinander liegen, statt in die Fläche zu gehen. Auch Raum für Hotel, Gastronomie, Kultur und soziale Infrastruktur entsteht. Der Neue Huckepackbahnhof bietet so einen zentralen Chancenraum im Herzen Hamburgs für moderne Produktion, Forschung und Entwicklung.

Effiziente Arbeits- und Produktionsorte

Der von dem Hamburger Architekturbüro DFZ-Architekten erstellte Entwurf gliedert den Neubau in drei Gebäudeteile. Auf insgesamt rund 19.700 Quadratmetern umfasst der Gebäudekomplex außerdem Gewerke wie die Schlosserei, die Tischlerei oder die Theatermalerei. Mit dem Neubau der Opernwerkstätten und -fundi wurde die städtische Sprinkenhof beauftragt. Das Projekt wird in Höhe von 68,4 Millionen Euro auf Grundlage der neuen Immobilienstrategie des Hamburger Senats im Mieter-Vermieter-Modell umgesetzt. Nachdem im November 2016 mit dem Rohbau begonnen wurde, wird der Kulissenfundus der erste Gebäudeteil sein, der im Dezember 2017 fertiggestellt wird. Die Arbeiten an den Dekorationswerkstätten, dem Kostüm- und dem Maskenfundus sollen voraussichtlich im Sommer 2018 beendet werden.

Pressekontakt

Henrike Thomsen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit HafenCity & Billebogen
HafenCity Hamburg GmbH
Tel. (040) 37 47 26-20;  E-Mail: thomsen@hafencity.com

Lars Vieten, Unternehmenskommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Sprinkenhof GmbH
Tel. (040) 33954-325;  E-Mail: lars.vieten@sprinkenhof.de 

Enno Isermann, Pressestelle der Behörde für Kultur und Medien
Tel. (040) 428 24 – 207;  E-Mail: enno.isermann@bkm.hamburg.de

Quelle: HafenCity GmbH