Behörde für Schule und Berufsbildung

Neuer Band der Publikationsreihe erschienen Stolpersteine in Hamburg-Grindel II

Grindelallee, Grindelberg, Grindelhof, Grindelweg

Stolpersteine in Hamburg-Grindel II

Die Landeszentrale für politische Bildung und das Institut für die Geschichte der deutschen Juden haben auch diese Neuerscheinung der Reihe wieder gemeinsam herausgegeben. Erhältlich ist das Buch ab sofort gegen eine Bereitstellungspauschale von je 3 Euro im Infoladen der Hamburger Landeszentrale, Dammtorwall 1. Der Band enthält 128 Lebens- und Familiengeschichten, die sich auf 259 Personen beziehen. Sie alle lebten in den zentralen Straßen des Grindel: in der Grindelallee, am Grindelhof und Grindelberg sowie am Grindelweg. 

Das Besondere an diesem Band: Die erst von Ulrike Sparr, dann von Frauke Steinhäuser geleitete, ehrenamtlich tätige Arbeitsgruppe bestand überwiegend aus Mitgliedern des Vereins für Hamburgische Geschichte, der damit aktiv die Erinnerung an Hamburger NS-Opfer unterstützte.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe suchten nach Angehörigen der Ermordeten, um mit ihnen Kontakt aufzunehmen, recherchierten in zahlreichen deutschen und internationalen Archiven, korrespondierten mit Gedenkstätten und nutzten die zentrale Datenbank der wichtigsten Gedenkstätte für die jüdischen Opfer des Holocaust in Jerusalem, Yad Vashem. Sie verstehen ihre Arbeit auch als eine Erinnerung an das ehemalige Hauptwohngebiet der Hamburger Jüdinnen und Juden, wo seit 2007 mit der Joseph-Carlebach-Schule (der ehemaligen Talmud Tora Schule) und der jüdischen Gemeinde am Grindelhof 30 auch wieder ein wenig jüdisches Leben zu Hause ist.

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