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"Umweg über Albanien" Die Geschichte einer ungewöhnlichen Rettung während der Shoah

(Landeszentrale für politische Bildung )

Die Geschichte der in Albanien geretteten Jüdinnen und Juden während der Schoah ist wenig erforscht. Während sie in besetzten Europa diskriminiert, verfolgt, deportiert und in Vernichtungslagern ermordet wurden, blieben sie in Albanien, dem Land mit einer muslimischen Bevölkerungsmehrheit, unversehrt. Die albanische Bevölkerung weigerte sich dem Befehl der deutschen Besatzer Folge zu leisten, die in ihrem Land lebenden Jüdinnen und Juden auszuliefern. Darüber hinaus gewährte sie sogar jüdischen Flüchtlingen Zuflucht. Albanien war das einzige von Deutschen besetzte Land in dem nach dem II. Weltkrieg mehr Jüdinnen und Juden lebten als vor Beginn des II. Weltkriegs.





69 Albanerinnen und Albaner wurden bisher von Yad Washem, der Gedenkstätte der Märtyrer und Widerstandskämpfer des Staates Israel im Holocaust, als „Chassid Umot ha- Olam" geehrt. Mit diesem Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern" werden nichtjüdische Einzelpersonen geehrt, die unter nationalsozialistischer Herrschaft ihr Leben einsetzten, um Jüdinnen und Juden vor Ermordung zu retten.

Auf dieser Veranstaltung wird die heute in der USA lebende gebürtige Hamburgerin - nun als 81-Jährige - in der Stadt ihrer Kindheit über ihre Flucht aus Deutschland und über ihren Lebensabschnitt in Albanien berichten.

Die Turkologin und freie Autorin Dr. Corry Guttstadt führt das Gespräch mit ihr und leitet die Diskussion.

Die Veranstaltung wird mit den Klängen des albanischen Musikers Nico Besnik Isufi begleitet

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit:

  • Jüdische Gemeinde in Hamburg
  • Institut für die Geschichte der deutschen Juden
  • Deutsch-Albanische Freundschaftsgesellschaft-DAFG
  • Notgemeinschaft der durch die Nürnberger Gesetze Betroffenen
  • Katholische Akademie Hamburg
  • Evangelische Akademie der Nordelbischen Kirche
  • Gesellschaft für christlich- jüdische Zusammenarbeit in Hamburg

Referentin/Zeitzeugin: Johanna Jutta Neumann, Zeitzeugin und Autorin des Buches „Via Albania"
Grußwort: Bernhard Effertz, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Hamburg
Moderation: Dr. Corry Guttstadt, Historikerin, Turkologin, freie Autorin
Zeit: Mittwoch, 01. Februar 2012, 18.00 – 20.30 Uhr
Ort: Gästehaus der Universität Hamburg, Rothenbaumchaussee 34, 20148 Hamburg

Der Eintritt ist frei.

Um Anmeldung wird gebeten.

Ansprechpartner:
Behörde für Schule und Berufsbildung
Abut Can
abut.can@bsb.hamburg.de
Telefon: 040 42823 4812