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„Stammeskämpfe, Hungersnot und Piraterie“ Dauerkriegszustand am Horn von Afrika?

Am Horn von Afrika leiden Millionen Menschen unter einer Hungersnot. Die Islamisten riegeln die Region ab und wollen keine Hilfslieferungen internationaler Organisationen an die Bevölkerung zulassen.

„Stammeskämpfe, Hungersnot und Piraterie“ Dauerkriegszustand am Horn von Afrika?

(© Landeszentrale für politische Bildung Hamburg)



Viele von ihnen kämpfen um ihr Leben und fliehen vor der Dürre und den kriegerischen Auseinandersetzungen. Sehr brisant ist die Lage im Süden von Somalia. Durch das Fehlen einer funktionierenden Zentralregierung in Mogadischu herrscht dort die radikalislamische Al-Schabaab-Miliz und Piraterie. Gegen die Raubüberfälle der Piraten am Horn von Afrika fühlt sich die Internationale Gemeinschaft herausgefordert zu intervenieren.

 





Der Sudan war bis zur Abspaltung des Südens das flächenmäßig größte Land Afrikas und beherbergt eine Vielzahl an Völkern und Sprachen. In den vergangenen Jahrzehnten sind jedoch hundertausende Menschen dem
Bürgerkrieg, Vertreibung und anderen schweren Menschenrechtsverletzungen zum Opfer gefallen. Der Regierung wird Völkermord vorgeworfen. Der Internationale Strafgerichtshof in Den-Haag hat gegen den sudanesischen Präsidenten Omar Al-Bashir wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie Kriegsverbrechen in Darfur einen Haftbefehl erlassen. Das Land verfügt dennoch, durch seine geographische Zugehörigkeit zu Nord-, West-, Zentral und Ostafrika über enge wechselseitige Beziehungen mit verschiedenen Kulturarealen und politischen Systemen des afrikanischen Kontinents und darüber hinaus mit denen der arabischen Halbinsel.

 

Äthiopien ist mit seinen historischen Vorgängern einer der ältesten christlich geprägten Staaten der Welt. Der Vielvölkerstaat bietet Heimat für mehr als 80 unterschiedliche Ethnien und Sprachen. So unterschiedlich die ethnische Zugehörigkeit ist, ist auch die religiöse. Die dreißig Jahre Bürgerkrieg führten 1993 zur Abspaltung und Unabhängigkeit Eritreas. Die Region entspannte sich aber erst nach der Beendigung des Grenzkriegs im Jahr 2000. Davor sind Hunderttausende Äthiopier und Eritreer in die Flucht getrieben worden.

 

Zeit: Donnerstag, 23. Februar 2012, 18.00 – 20.30 Uhr

Ort: Gästehaus der Universität Hamburg, Rothenbaumchaussee 34, 20148 Hamburg

Referenten:
Benjamin Hecker,
Wissenschaftlicher Referent, Konrad Adenauer Stiftung-Brüssel 
Sary Schröder,
Promotionsstudent, Fachbereich Kulturgeschichte und Kulturkunde 


Moderation:
Dr. Getie Gelaye,
Dozent für Afrikanische Orale Literaturen, Abteilung für Afrikanistik und Äthiopistik der Universität Hamburg 

Der Eintritt ist frei

 

Ansprechpartner:
Behörde für Schule und Berufsbildung, Landeszentrale für politische Bildung Hamburg
Abut Can
abut.can@bsb.hamburg.de
Telefon: 040/42823 4812





+++++LITERATURTIPP+++++

Afrika - Länder und Regionen - Heft 302 - 1 / 2009 aus der Publikationsreihe: Informationen zur politischen Bildung

Diese und andere Publikationen der Landeszentrale finden Sie in unserem Infoladen im Dammtorwall 1.