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Ausstellung vom 2. Oktober bis 19. November 2014 "Auf beiden Seiten der Barrikade"

"Fotografie und Kriegsberichterstattung im Warschauer Aufstand 1944" - Die historisch-fotografische Ausstellung wurde am 1. Oktober 2014 im Mahnmal St. Nikolai in Hamburg eröffnet.

"Auf beiden Seiten der Barrikade"

Auf beiden Seiten der Barrikade
Vom 2. Oktober bis 19. November 2014 zeigt das Mahnmal St. Nikolai in Hamburg die historisch-fotografische Ausstellung „Auf beiden Seiten der Barrikade. Fotografie und Kriegsberichterstattung im Warschauer Aufstand 1944“

2014 jährt sich zum 70. Mal der Warschauer Aufstand. Aus diesem Anlass hat die Landeszentrale für politische Bildung in Hamburg, das Museum des Warschauer Aufstands in Warschau, die Universität Hamburg und Leica Fotografie International (LFI) eine historisch-fotografische Wanderausstellung unter dem Titel Auf beiden Seiten der Barrikade. Fotografie und Kriegsberichterstattung im Warschauer Aufstand 1944 konzipiert, die am 1. Oktober 2014 im Mahnmal St. Nikolai in Hamburg eröffnet wird.

Die Schirmherrschaft über die Ausstellung trägt der Botschafter der Republik Polen in Deutschland, Herr Jerzy Margański, und der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Herr Olaf Scholz.

Der Warschauer Aufstand 1944
Im Sommer 1944 versuchte der polnische Untergrundstaat eine militärische Befreiung der polnischen Hauptstadt gegen die nationalsozialistische deutsche Besatzung zu erreichen. Das Ziel dieser Operation war die Errichtung einer demokratischen und eigenständigen Regierung nach der Befreiung Polens.

Anders als zur gleichen Zeit in Paris erhielten die Warschauer Aufständischen allerdings nicht die nötige Unterstützung seitens der Alliierten, da bereits 1943 von den USA, Großbritannien und der Sowjetunion vereinbart wurde, dass Polen und andere Länder Ost- und Mitteleuropas nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges unter den sowjetischen Machtbereich fallen sollten.

Nach dem Scheitern des Aufstands wurde Warschau von den Einheiten der Wehrmacht und SS nahezu vollständig zerstört. In den 63 Tage dauernden Kämpfen verloren beinahe 200.000 Menschen ihr Leben. 20% der Stadtbebauung wurden zerstört. Weitere 30% wurden systematisch nach Ende der Kampfhandlungen gesprengt und verbrannt.

Polnische und deutsche Propagandafotografien
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Fotografien von polnischen und deutschen Kriegsberichterstattern, die während des Aufstands aufgenommen und in der zeitgenössischen Presse veröffentlicht wurden. Sie werden im Kontext der Zeitungsartikel in der jeweiligen Presse präsentiert, in der sie erschienen sind. Dabei werden die Hintergründe der Entstehung und des Gebrauchs dieser Fotografien kritisch beleuchten.

Im letzten Teil der Ausstellung werden Ergebnisse zweier Seminare der Universität Hamburg präsentiert, die sich mit der Rolle von Fotografie als historische Quelle und ihrem heutigen Gebrauch in der Berichterstattung aus Krisengebieten beschäftigen.

Zum ersten Mal öffentlich gezeigt
Neben den polnischen Fotografien, von denen viele zum ersten Mal öffentlich gezeigt werden, beinhaltet die Ausstellung auch bisher nicht erforschte Biografien der beteiligten Fotografen.

Ein gesonderter Teil der Ausstellung mit ausgewählten Abzügen der in der Hauptausstellung verwendeten Fotos wird darüber hinaus vom 7. Oktober bis 10. November 2014 in der LFI-Galerie präsentiert.

Die Ausstellung ist in deutscher und englischer Sprache. Der Eintritt ist frei.

Führungen:

Anmeldungen sollen bitte erfolgen an den Kurator der Ausstellung und Leiter des Workshops, Herrn David Rojkowski per E-Mail: ausstellungsfuehrungen@gmail.com

Darüber hinaus bietet die Landeszentrale für politische Bildung Führungen für Jugendliche (ca. 1,5 Std.) durch die Ausstellung an. Termine können ebenfalls über Herrn Rojkowski vereinbart werden.

Mahnmal St. Nikolai
Willy-Brandt-Straße 60, 20457 Hamburg
Öffnungszeiten: täglich 10-17 Uhr

LFI-Galerie
Springeltwiete 4, 20095 Hamburg
Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-16 Uhr

Insbesondere für Jugendliche sind Führungen durch den Kurator der Ausstellung, David Rojkowski, geplant.

Weitere Ausstellungsorte:

Vom 21.11.2014 bis voraussichtlich 31.01.2015 ist die Ausstellung während der Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung im Rathaus der Gemeinde Wietzendorf (Heidekreis) zu sehen.

Weitere Ausstellungsorte sind in Vorbereitung.

Ansprechpartnerinnen:
Dr. Sabine Bamberger-Stemmann,
Telefon (040) 4 28 23 - 48 03.
E-Mail Sabine.Bamberger-Stemmann@bsb.hamburg.de
Annika Samesch, Telefon (040) 4 28 23 - 48 08,
E-Mail annika.samesch@bsb.hamburg.de

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