Behörde für Schule und Berufsbildung

Podiumsgespräch am 2.3.2017 „Unfair Play“ – Russland und die Fußball-WM 2018

„Unfair Play“ – Russland und die Fußball-WM 2018

Termin:

2. März 2017, 18:00 - 19:30 Uhr
Gästehaus der Universität Hamburg, Rothenbaumchaussee 34, 20148 Hamburg

Die selbstbewusste Botschaft, die hier versteckt zwischen Promotionstafeln und einer Skulptur des Fußballhelden Lew Jaschin hindurchlugte, lautete: „Nasch Krim“ – Unsere Krim. Es drückte unmissverständlich die politische Haltung Russlands auf den Akt der „Wiedervereinigung“ der Halbinsel Krim aus, die von der westlichen Welt als Annexion verurteilt wurde. Seit 2014 führt Russland Krieg in der Ukraine, ein Umstand, der aufgrund der Vergabe der Fußball-WM nach Russland an Brisanz gewonnen hat. Der polnische Fußballpräsident Zbigniew Boniek forderte eine Klausel in den Fifa-Verträgen zu verankern, die es ermöglicht, Krieg führenden und gegen Menschenrechte verstoßende Austragungsländer, die WM zu entziehen. Darüber hinaus ist wie in Katar die Menschenrechtslage seit Jahren nicht die Beste. Und wie auch im Fall Katar ging es wohl auch bei der Vergabe der Fifa-WM an Russland nicht alles mit rechten Dingen zu. Dabei rückt der russische Staatskonzern Gazprom immer häufiger in den Fokus der Fifa-Ermittler. Der weltweit agierende Gas-Konzern ist auch in Deutschland präsent. Seit 2007 Hauptsponsor von Schalke 04, und auch der damals Stimmberechtigte Franz Beckenbauer, wurde nach der WM-Vergabe Gazprom-Sportbotschafter des Großkonzerns.

Es ist zu hinterfragen, welche Strategien hinter der Bewerbung und Ausrichtung großer internationaler sportlicher Großereignisse wie Olympischen Spielen (Sotschi 2012) oder Fußball-WM 2018 stecken. Sind sie wie in der Vergangenheit Teil eines Instrumentalisierungsprogramms sowjetischer/russischer Außen- und Wirtschaftspolitik?

Podium:

  • Robert Kempe, Autor
  • Prof. Dr. Dittmar Dahlmann, Uni Bonn

Moderation: Robert Ide, Tagesspiegel

Eintritt frei

Dies ist eine Veranstaltung der Reihe „Sport in Politik, Geschichte und Gesellschaft“. Weitere Informationen dazu im unten stehenden Flyer.


Ansprechpartnerin bei Rückfragen
Landeszentrale für politische Bildung
Annika Samesch, Öffentlichkeitsarbeit
Tel. (040) 428 23-4808
E-Mail: annika.samesch@bsb.hamburg.de

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