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Der PraxisLerntag an Hamburger Schulen
ein Modell zur Förderung des Übergangs von der Schule in die Berufsausbildung
Neben Fachkompetenzen gewinnen Sozial- und Selbstkompetenzen an Bedeutung. Damit verändern sich Bildungsbiografien, Fragestellungen und Problemlagen junger Menschen am Übergang von der Schule in die Berufs- oder Arbeitswelt und in die Berufsausbildung. Insbesondere für die Absolventinnen und Absolventen mit Hauptschul- oder gleichwertigem Abschluss ist es unter diesen Bedingungen zunehmend schwerer, den Übergang in eine betriebliche Berufsausbildung zu erreichen.
Allgemein bildende Schulen müssen auf diese Situation eingehen mit neuen Konzepten, die eine frühzeitige Auseinandersetzung mit der eigenen Berufs- und Lebensplanung durch das Einbeziehen von praxisorientierten und berufsnahen Lern- und Handlungsfeldern ermöglichen. Zahlreiche Hamburger Schulen, die auch zum Hauptschulabschluss führen, haben deshalb das Modell PraxisLerntag in ihr schulisches Curriculum integriert. Das Modell PraxisLerntag umfasst einen oder zwei wöchentliche Arbeitstage in einem Betrieb für mindestens ein Jahr und ersetzt das zwei- oder dreiwöchige Blockpraktikum. Die beteiligten Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 8 bis 10 lernen und arbeiten innerhalb dieses Jahres in zwei oder drei verschiedenen Betrieben. Durch die Verbindung von Schule und außerschulischen Lernorten in Unternehmen soll die Anschlussfähigkeit der Bildungsgänge und die Berufsreife der Schülerinnen und Schüler gestärkt sowie die Quote derer, die einen Ausbildungsplatz erhalten, erhöht werden.
Das Konzept basiert auf dem „Stadt-als-Schule-Modell“, das in Hamburg zielführend war bei der Entwicklung und Durchführung des Schulversuchs „Lernen und Arbeiten in Schule und Betrieb“ (2000-2005) mit zwei wöchentlichen PraxisLerntagen in Unternehmen und des Projektes PraxisLerntag an 30 Haupt- und Realschulen (2004-2007) mit einem wöchentlichen Praxislerntag in Unternehmen zur Förderung der Anschlussfähigkeit von Hauptschüler/innen. Die im Schulversuch „Lernen und Arbeiten in Schule und Betrieb“ und im Projekt PraxisLerntag gewonnenen Erfahrungen wurden ab dem Schuljahr 2007/2008 im Rahmen der Senatsdrucksache „Anschlussfähigkeit sichern“ allen Hauptschulen und Integrierten Haupt- und Realschulen zugänglich gemacht, die die Ressource Betrieb bei der individuellen Gestaltung der Bildungswege ihrer Schülerinnen und Schüler nutzen wollen.
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