In Reitbrook wird CO2 zu Biomasse
Im europaweit ersten Großversuch „verdauen“ Mikroalgen Kohlendioxid
(BWF)
Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach: „Hier wird die wichtige Verbindung zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung deutlich. Mit dem Biozentrum Flottbek der Universität Hamburg und der Technischen Universität Hamburg-Harburg sind zwei leistungsstarke Hochschulpartner beteiligt, die ganz unterschiedliche Kompetenzen einbringen: in der Grundlagenforschung der Algenbiologie und in der angewandten Forschung der Verfahrenstechnik. Ich bin mir sicher, dass dieses Pilotvorhaben die Hamburger Wirtschaft dazu animieren wird, das in Hamburg vorhandene Wissens- und Forschungspotential an den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen intensiver zu nutzen.“
Die Kultivierung von Mikroalgen ist eine vielversprechende Technologie zur Produktion von Biomasse. Die Mikroalgenkultur sowohl an Land als auch im Meer erfüllt viele Merkmale der Nachhaltigkeit, denn im Vergleich zu Landpflanzen können Mikroalgen viel schneller Biomasse aufbauen und somit auf gleicher Anbaufläche entsprechend mehr energiereiche Biomasse produzieren.
Langfristiges Ziel des Projektes TERM ist die Entwicklung von Verfahren zur großtechnischen Produktion von Mikroalgen in Biophoto-Reaktoren im Freiland. In der Pilotanlage kommt die an nordeuropäische Bedingungen besonders angepasste Alge Chlorella „Hamburgensis“ zum Einsatz, mit dem primären Ziel der Biomasseproduktion für energetische Zwecke, z.B als Grundlage für Biodiesel, Bioethanol oder als Input für eine Biogasanlage.

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