Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Wohnen Hamburger Mietenspiegel 2017 vorgestellt

Hamburgs Wohnungsmarkt weiterhin dynamisch

Die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Dr. Dorothee Stapelfeldt, hat heute den Hamburger Mietenspiegel 2017 vorgestellt. Die Netto-Kaltmieten sind seit dem Mietenspiegel 2015 im Schnitt um insgesamt 0,42 €/m² bzw. 5,2 % gestiegen. Die Mieten betrugen im frei finanzierten, ungebundenen Wohnungsbestand zum Erhebungsstichtag (1. April 2017) durchschnittlich 8,44 €/m².

Hamburger Mietenspiegel 2017 vorgestellt

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Die Entwicklung des Mietenspiegels deutet auf eine anhaltend hohe Nachfrage und einen weiterhin dynamischen Wohnungsmarkt hin. Es wird auch zukünftig unsere Aufgabe sein, für mehr bezahlbaren Wohnraum in Hamburg zu sorgen. Mit insgesamt über 16.000 fertig gestellten Wohnungen in den Jahren 2015 und 2016 sind wir beim Wohnungsneubau auf einem guten Weg. Wir werden unsere Anstrengungen fortsetzen, um in Hamburg jährlich mindestens 10.000 Wohnungen auf den Weg zu bringen.“

Der Mietenanstieg im Zeitraum zwischen dem Mietenspiegel 2015 und 2017 liegt etwas unter dem Niveau des Mietenanstiegs zwischen dem Mietenspiegel 2013 und 2015. Damals waren es  6,1 %. Die aktuelle Mietenentwicklung liegt jedoch über der allgemeinen Preisentwicklung – hier betrug der Zuwachs im Vergleichszeitraum rund 1,7 %. Die Mieten sind nicht in allen Tabellenfeldern erhöht. In Teilsegmenten sind die Mieten gegenüber 2015 auch gesunken. Insgesamt liegen rund 53 % aller Mieten immer noch unterhalb einer Schwelle von 7,50 Euro pro Quadratmeter.

Relevant für den Mietenspiegel 2017 sind ca. 539.000 Wohnungen. Erhoben wurden nur die Mieten, die innerhalb der letzten vier Jahre erhöht oder neu vereinbart worden sind. 43 % der erhobenen Mieten waren Neuvertragsmieten. Diese relativ hohe Neuvertragsquote zeigt, dass der Wohnungsmarkt in Bewegung und Hamburg weiterhin attraktiv bei Zuwanderern aus dem In- und Ausland ist.

Im Zuge der Erstellung des Mietenspiegels wurde das Wohnlagenverzeichnis umfassend aktualisiert. Neue Datenquellen, insbesondere zum Lärm, wurden erfasst.

Im Städtevergleich mit anderen Metropolen nimmt Hamburg – wie schon 2015 - eine Position im Mittelfeld ein. Vergleichswerte mit anderen Metropolen gemäß Mietenspiegel: München: 11,23 €/m² (2017); Berlin 6,39 €/m² (2017), Stuttgart: 8,95 €/m² (2016), Frankfurt: 8,82 €/m² (2015).

Hintergrund Mietenspiegel

Der Hamburger Mietenspiegel erscheint seit 1976 alle zwei Jahre. Er gibt einen Überblick über die ortsübliche Vergleichsmiete für frei finanzierte Wohnungen jeweils vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage einschließlich der energetischen Ausstattung und Beschaffenheit. Der Mietenspiegel hat seine Grundlage im Bürgerlichen Gesetzbuch. Auch für die Mietenspiegelerhebung 2017 wurden nach den gesetzlichen Vorgaben nur Mieten berücksichtigt, die in den letzten vier Jahren neu vereinbart oder angepasst wurden und keiner Preisbindung unterliegen. Die Erstellung des Mietenspiegels erfolgt unter der Federführung der Behörde für Stadtentwicklung Wohnen und wird von einem Arbeitskreis begleitet, dem unter anderem Vertreter der Mieter- und Vermieterorganisationen sowie der Gerichte angehören.

 Online-Angebot: Mietenspiegel

Besuchen Sie auch unser Onlineangebot zum Mietenspiegel:
Unter www.hamburg.de/mietenspiegel ist der neue Mietenspiegel online verfügbar. Mit dem hier angebotenen Online-Rechner und der interaktiven Karte können Sie ganz einfach per Klick die ortsübliche Vergleichsmiete für Ihre Wohnung ermitteln. Die Broschüre zum Hamburger Mietenspiegel 2017 sowie das Wohnlagenverzeichnis stehen ebenfalls zum Download bereit.

Rückfragen der Medien

Dr. Magnus-Sebastian Kutz | Pressestelle
Telefon: (040) 428 40 – 2051
E-Mail: magnus.kutz@bsw.hamburg.de

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