Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Gesundheit Fast 400 Krankenhausbetten mehr – erstmals 32 Zentren ausgewiesen

Gesundheitsbehörde trägt mit Zwischenfortschreibung des Krankenhausplans gestiegenem Bedarf Rechnung

Mit der Zwischenfortschreibung des Krankenhausplans 2020 festigt Hamburg seinen Status als Gesundheitsmetropole: Mit einem Plus von 377 Betten und 40 teilstationären Behandlungsplätzen wird das ursprünglich erst für 2020 geplante Ausbauziel früher erreicht und es wird der gestiegenen Inanspruchnahme der Krankenhäuser mit erweiterten Kapazitäten frühzeitig Rechnung getragen. Die Gesundheitsbehörde setzt mit der Fortschreibung der Krankenhausplanung auch die medizinisch gebotene Spezialisierung der Hamburger Hochleistungsmedizin in Zentren fort.

Gesundheitsbehörde trägt mit Zwischenfortschreibung des Krankenhausplans gestiegenem Bedarf Rechnung

„Wir haben in Hamburg eine Reihe von seltenen überregionalen Versorgungsangeboten, die besondere medizinische Expertise und technische Ausstattung bieten. Diese ‚Leuchttürme‘ werden wir nun erstmal im Krankenhausplan ausweisen“, so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. „Die gestiegene Inanspruchnahme unserer Krankenhäuser ist Beleg für das Vertrauen der Patientinnen und Patienten auch von außerhalb. Mit der Erhöhung der Bettenzahl tragen wir dem Rechnung. Mit der Fortschreibung überschreiten wir bereits in 2018 die eigentlich erst zum Ende der Planperiode 2020 prognostizierte Bettenzahl.“

Aktuell stehen in den geförderten Hamburger Plankrankenhäusern 12.132 Betten und in den Tageskliniken 1.229 teilstationäre Behandlungsplätze zur Verfügung. Mit der nun erfolgten Zwischenfortschreibung des Krankenhausplans werden die vollstationären Kapazitäten zum 1. Januar 2018 auf eine Bettenzahl von 12.509 sowie die teilstationären Kapazitäten auf 1.269 Behandlungsplätze erhöht.

Ab Jahresbeginn 2018 werden erstmals Zentren für besondere Aufgaben in 21 Versorgungsbereichen an 32 Standorten im Krankenhausplan ausgewiesen. Damit sollen die überregionale Bedeutung und die besondere Expertise der Krankenhäuser herausgestellt werden. Durch die Ausweisung im Krankenhausplan können die Krankenhäuser mit den Krankenkassen über Zuschläge verhandeln, mit denen zum Beispiel spezielle Leistungen und besondere Koordinierungsaufgaben zusätzlich vergütet werden. Hamburg weist als erstes Land Zentren im Krankenhausplan aus. Beispielhaft zu nennen sind Transplantationszentren, Herzzentren, Traumazentren, altersmedizinische Zentren, Zentren für Seltene Erkrankungen 
oder für Kinderchirurgie und Brandverletzungen. 

Senatorin Prüfer-Storcks: „Mit der Ausweisung von Zentren im Krankenhausplan geht Hamburg seinen an der Qualität orientierten Weg weiter. Gerade bei speziellen medizinischen Leistungen, die sehr komplex, selten oder extrem kostenaufwändig sind, kann damit die notwendige Expertise in Hamburg konzentriert und entsprechend vergütet werden.“

Eine weitere Neuerung: Ab 2018 werden im Hamburger Krankenhausplan innerhalb der Fachgebiete „Innere Medizin“ und „Chirurgie und Orthopädie“ auch die entsprechenden Teilgebiete im Krankenhausplan ausgewiesen. Diese Ausweisung, wie z.B. der Gastroenterologie, der Rheumatologie, der Kardiologie soll zu einer verbesserten Orientierung der Patientinnen und Patienten über die Versorgungsangebote der Hamburger Plankrankenhäuser beitragen. Damit kann auch eine entsprechende Qualität und Spezialisierung besser gefördert werden.

Ein besonderer Aspekt ist auch die Aufstockung der Kapazitäten in der Psychosomatik um insgesamt 20 zusätzliche teilstationäre Behandlungsplätze in der Schön Klinik Hamburg Eilbek, der Psychosomatischen Tagesklinik des Verhaltenstherapiezentrums Falkenried sowie als neuem Standort an der Asklepios Klinik Nord im Betriebsteil Heidberg. Auch diese Kapazitäten werden aufgrund der gestiegenen Nachfrage erweitert.

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