Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

RISE Erfolgreiche Bilanz für zwei innerstädtische RISE-Gebiete

Sanierung der Quartiere St. Pauli Wohlwillstraße und Große Bergstraße/ Nobistor in Altona-Altstadt beendet.

Der Senat hat die Aufhebung der beiden innerstädtischen Sanierungsgebiete St. Pauli Wohlwillstraße und Altona-Altstadt Große Bergstraße/Nobistor beschlossen. Beide wurden im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) gefördert.

Erfolgreiche Bilanz für zwei innerstädtische RISE-Gebiete

Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Ich freue mich, dass die Fördermaßnahmen für zwei Quartiere abgeschlossen sind und zu sehr guten Ergebnissen geführt haben. Die Wohlwillstraße ist ein attraktives, innerstädtisches Quartier geworden, das seinen bunten Charakter erhalten hat und ein nachbarschaftliches Miteinander fördert. Die Anziehungskraft der Einkaufs- und Geschäftsstraße Große Bergstraße/Nobistor in Altona-Altstadt hat sich deutlich erhöht. Die Stadtgestalt und die Qualität des öffentlichen Raums wurden erheblich verbessert, und der Wohnstandort wurde gestärkt.“
Schwerpunkte der Sanierung im Quartier St. Pauli Wohlwillstraße zwischen 1997 und 2017 waren die Modernisierung und Instandsetzung von 530 Wohneinheiten und der Neubau von 351 Wohneinheiten sowie die Modernisierung und Instandsetzung von 39 Gewerbeeinheiten und der Neubau von 15 Gewerbeeinheiten. Insgesamt 20 sanierungsbedürftige Altbauten konnten erhalten und erneuert werden. Die historischen Gebäude der Pestalozzi-Schule wurden erhalten und zu Wohnungen umgebaut. Dazu kam der Neubau des Entertainmenthauses St. Pauli.
Fünf Jahre vor Ende der Sanierung ist die Soziale Erhaltungsverordnung St. Pauli im Februar 2012 in Kraft getreten. Im RISE-Fördergebiet St. Pauli Wohlwillstraße ist es gelungen, die historische städtebauliche Struktur und das typische Stadtbild zu bewahren. Die durchgeführten Maßnahmen haben den langfristigen Erhalt sowie die sozialverträgliche Erneuerung des Gebiets mit seiner typischen Nutzungsmischung von Wohnen und kleinteiligem Gewerbe bewirkt.
Das RISE-Fördergebiet Altona-Altstadt Große Bergstraße/Nobistor präsentiert sich heute als ein attraktiver Einzelhandelsstandort und ist Teil des Altonaer Bezirkszentrums mit IKEA, City Center Altona sowie neuen Geschäften. Die durchgeführten Maßnahmen haben die Große Bergstraße stabilisiert und dabei nicht nur als Nahversorgungsstandort für die Wohnbevölkerung aufgewertet, sondern ihr auch als öffentliches und kulturelles Zentrum einen neuen Stellenwert gegeben. Schwerpunkte der Sanierung zwischen 2005 und 2017 waren die Erneuerung des öffentlichen Raums im gesamten Bereich der Einkaufs- und Geschäftsstraße und die Kernsanierung und Umstrukturierung des „Neuen Forums Altona“.
Drei Jahre vor Ende der Sanierung ist die Soziale Erhaltungsverordnung Altona-Altstadt im Juli 2014 in Kraft getreten. Die öffentlichen Investitionen für St. Pauli Wohlwillstraße betrugen rund 40 Millionen Euro und für Altona-Altstadt Große Bergstraße/Nobistor rund 27 Millionen Euro.

RISE – Rahmenprogramm Integrierte Stadtentwicklung

Mit dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung verfolgt der Hamburger Senat eine abgestimmte Strategie, Stadtteile oder Versorgungszentren mit besonderem Entwicklungsbedarf aufzuwerten und die Lebensqualität in diesen Quartieren zu verbessern. So entstehen attraktive Quartiere zum Leben, Wohnen, Arbeiten, Lernen und Einkaufen.

Hamburg umfasst derzeit 28 RISE-Quartiere, die in verschiedenen Programmen der Bund-Länder-Städtebauförderung wie Soziale Stadt, Aktive Stadt- und Ortsteilzentren, Stadtumbau, Städtebaulicher Denkmalschutz oder Zukunft Stadtgrün festgelegt sind. Insgesamt werden 41 Fördergebiete gezählt, von denen 13 in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.

In 2016 wurden insgesamt 55,4 Mio. Euro in diese Quartiere investiert. Davon 17,6 Mio. Euro RISE-Mittel und 36,5 Mio. Euro weitere Landesmittel von Behörden, Bezirken oder öffentlichen Unternehmen und 1,3 Mio. Euro ESF-Mittel. In 2017 wurden allein etwa 21 Mio. Euro RISE-Mittel eingesetzt; die Zahlen über den Mitteleinsatz insgesamt liegen erst nach Abschluss des Haushaltsjahres im Laufe des ersten Quartals 2018 vor.

Weitere Informationen finden Sie online unter www.hamburg.de/rise

Rückfragen der Medien

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Dr. Magnus-Sebastian Kutz | Pressestelle
Telefon: (040) 428 40 – 2051
E-Mail: magnus.kutz@bsw.hamburg.de

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