Senatskanzlei

Hamburg 1918.1919 Auftakt des Themen- und Gedenkjahrs

2018 und 2019 erinnert Hamburg mit Veranstaltungen, Ausstellungen und Publikationen an die Ereignisse vor 100 Jahren

Im Zuge der Novemberrevolution 1918/19 wurden die Fundamente der modernen Demokratie in Hamburg und Deutschland gelegt. Die ersten freien Wahlen zur Bürgerschaft, die Einführung des Frauenwahlrechts, die Gründung der Universität und der Volkshochschule sind Beispiele für den erfolgreichen Kampf um gesellschaftliche Teilhabe. Ziel des Themenjahres ist es, einen Beitrag zur Kenntnis, zum Verständnis und zur Bedeutung dieser Zeit für Hamburg zu leisten. Vor allem sollen Bezüge zu den aktuellen Diskussionen um demokratisch verfasste Gesellschaften, ihre Legitimität und Verteidigung hergestellt werden. Zum Auftakt des Themenjahrs wurde heute die Website www.hamburg-18-19.de und der Twitterkanal @hamburg18_19 sowie eine Ausstellung in der Rathausdiele präsentiert.

Auftakt des Themen- und Gedenkjahrs

Dr. Peter Tschentscher, Hamburgs Erster Bürgermeister: „Auf die ereignisreichen Jahre 1918 und 1919 gehen eine Vielzahl an Ideen zurück, die unsere offene und soziale Gesellschaft prägen. Wichtige demokratische und freiheitliche Errungenschaften, die uns heute selbstverständlich erscheinen, sind damals durchgesetzt worden. Mancherorts werden einige dieser Werte heute wieder in Zweifel gezogen. Der Blick zurück in den Entstehungsprozess unserer modernen Demokratie, aber auch das Lernen und das Wissen um den Erhalt demokratischer Rechte gehören daher zu den Zielen des Themenjahres „Hamburg 1918.1919. Aufbruch in die Demokratie.“ 

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Es ist gut, dass sich neben der Bürgerschaft und dem Senat, der Stiftung Historische Museen Hamburg, der Universität Hamburg, der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und der Landeszentrale für politische Bildung so viele Institutionen zusammengetan haben, um diese für Hamburg so bedeutenden Jahre gemeinsam aufzuarbeiten. Mit unserer Website werben wir heute dafür, dass sich möglichst viele Hamburgerinnen und Hamburger bei der Gestaltung des Themen- und Gedenkjahrs beteiligen. Demokratie lebt bis heute von der Beteiligung Vieler.“ 

Börries von Notz, Alleinvorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg: „Hamburg 1918, eine vergessene Revolution. Der Aufbruch in die Demokratie hatte nicht lange Bestand, legte aber weitere wichtige Grundsteine für unsere Gesellschaft. Die enge Zusammenarbeit innerhalb der Freien und Hansestadt Hamburg bei Konzeption und Gestaltung des Themenjahres „Hamburg 1918.1919 – Aufbruch in die Demokratie“ ist eine gelungene Kooperation. Die gemeinsame Aufarbeitung eines für die heutige demokratische Organisation Hamburgs so relevanten Themas wie die Ereignisse der Jahre 1918/19 ist für die gesamte Stadtgesellschaft von großer Bedeutung.“ 

Prof. Dr. Hans-Jörg Czech, Direktor des Museums für Hamburgische Geschichte: „Die Revolution von 1918/19 ist eines der bedeutendsten Ereignisse in der Geschichte Hamburgs. Mit seiner Sonderausstellung zum Thema erschließt das Museum für Hamburgische Geschichte erstmals in ausführlicher Form die Akteure und wichtigen Facetten dieses historischen Umbruchs im 20. Jahrhundert, der für den Beginn der modernen, demokratischen Ordnung unseres Stadtstaates steht.“ 

Im Auftrag der Senatskanzlei hat die Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH) für das Gedenkjahr die Website www.hamburg-18-19.de entwickelt, die als zentrales Kommunikationsinstrument des Themenjahres ab sofort online ist. Inhalt der Website sind einerseits Informationen über die Ereignisse und Errungenschaften der Jahre 1918/19 und andererseits werden dort die Veranstaltungen des Themen- und Gedenkjahrs gebündelt. Aktuellen Neuigkeiten kann unter dem Twitterkanal @hamburg18_19 und dem Hashtag #hamburg18_19 gefolgt werden. Die Ausstellung in der Rathausdiele wird bis zum 29. April gezeigt. 

Institutionen, Vereine oder auch Initiativen sind dazu aufgerufen, Planungen zum Themenjahr (Veranstaltungen, Vorträge, Führungen, Projekte, etc.) in den Veranstaltungskalender der Website aufnehmen zu lassen und das gemeinsame Logo des Gedenkjahres zu verwenden. Aktivitäten und Termine können an: hamburg@shmh.de gesendet werden. 

Mit der Ausstellung „Revolution! Revolution? Hamburg 1918/19“ liefert das Museum für Hamburgische Geschichte erstmals einen umfassenden Beitrag zur Kenntnis und zur Bedeutung dieser komplexen Zeit in Hamburg, die durch Krieg, Hunger und politische Auseinandersetzungen, aber auch durch den Aufbruch in die erste demokratische Stadtverfassung gekennzeichnet ist. Als zentraler Bestandteil des Themen- und Gedenkjahres „Hamburg 1918.19 – Aufbruch in die Demokratie“ thematisiert die Ausstellung aus verschiedenen Blickwinkeln diese besondere Umbruchszeit in der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Anhand von bisher noch nie gezeigten Fotografien, Plakaten und Zeitungen aus dem betreffenden Zeitraum, aber auch mit Objekten wie Uniformen, Waffen und Alltagsgegenständen dokumentiert die Ausstellung die unterschiedlichen Prozesse in den Jahren 1918/19 und deren Einfluss auf das Alltagsleben in Hamburg und das Umland. 

Pressekonferenz zur Ausstellungseröffnung „Revolution! Revolution? Hamburg 1918/19“:

Dienstag, 24. April 2018, 11 Uhr
Eröffnung der Ausstellung: Dienstag, 24. April 2018, 17 Uhr 

Das Logo zum Themenjahr finden Sie hier: www.hamburg.de/pressefotos 

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