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Bunt und fröhlich wie der Stadtteil selbst Architekturwettbewerb für U5-Haltestelle Steilshoop abgeschlossen

Die erste Haltestelle der neuen Hamburger U-Bahn-Line U5 hat ein Gesicht. Der Architekturwettbewerb für die U-Bahn-Station Steilshoop, die unterhalb der Gründgensstraße liegen wird, konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Gewonnen hat den Wettbewerb das  Hamburger Büro Trapez Architektur. Das Entscheidungsgremium, dem unter anderem Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof, Oberbaudirektor Franz-Josef Höing und HOCHBAHN-Vorstand Jens-Günter Lang angehörten überzeugte der Entwurf vor allem durch sein Farbkonzept und die optische Betonung der großzügigen Wirkung der Aufgänge.

Architekturwettbewerb für U5-Haltestelle Steilshoop abgeschlossen

„U- und S-Bahnen gehören zu den umweltfreundlichsten und leistungsfähigsten Verkehrsmitteln, mit denen die Bürgerinnen und Bürger in der Großstadt schnell und bequem an ihr Ziel kommen können“, sagte Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher heute bei der Vorstellung des Siegerentwurfs. „Der Senat verfolgt die Planungen für eine neue U5 konsequent“, betonte Tschentscher. Mit dieser würden im Osten Hamburgs mehr als 100.000 Hamburgerinnen und Hamburger in Bramfeld, Steilshoop und Barmbek-Nord erstmalig einen Anschluss an das U- und S-Bahn-Netz erhalten. Das neue U-Bahn-Projekt komme allen zugute, denn „mit jedem Verkehrsteilnehmer, der die U-Bahn nutzt, wird der Straßenraum entlastet, so dass mehr Raum für den Rad-, Bus- und PKW-Verkehr zur Verfügung steht.“

Der Siegerentwurf nimmt unter anderem das charakteristische Bild der Großwohnanlage für rund 20.000 Hamburgerinnen und Hamburger gekonnt auf und entwickelt es weiter zu einem Vogelmotiv, das in der Gestaltung der Haltestellendecken wieder auftaucht. Durch ein individuelles Lochbild der Deckenverkleidung aus Metall wird eine lebendige Stimmung erzeugt, die den individuellen Charakter der Haltestelle unterstreicht. Insgesamt kombiniert die gefundene Lösung eine hohe Nutzerfreundlichkeit und Komfort mit den wirtschaftlichen Anforderungen an eine U-Bahn-Haltestelle.

Der Gestaltung aller Haltestellen auf dem U5-Abschnitt von Bramfeld bis zur City Nord (U5 Ost) liegt ein Leitfaden (Liniendesign) zugrunde, der Ende letzten Jahres festgelegt wurde. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Haltestelle Steilshoop wurde entschieden, einen gesonderten Architekturwettbewerb durchzuführen. In den Gestaltungsprozess wurden auch die Bürgerinnen und Bürger mit einbezogen. Erwachsene und Kinder des Stadtteils sammelten und entwickelten unter Federführung der HOCHBAHN in einem ganztägigen Workshop Ideen, die in den Wettbewerb eingeflossen sind. Senator Frank Horch betont: „Eine wesentliche Antwort auf die Fragen der Mobilität der Zukunft wird es sein, den Menschen ein breites und vielfältiges Angebot im ÖPNV zu machen. Denn die Frage ist oft nicht: Auto, Rad oder Bahn? Sondern alles zusammen. Mit dem Auto zum Bahnhof, von dort mit der Bahn in die Innenstadt und dann die letzten Meter mit dem Leihrad weiter. Wenn eine Stadt wächst muss der ÖPNV mitwachsen. Das bedeutet mehr Busse und Bahnen, mehr Strecken und dichtere Takte. Es ist gut, die Bürgerinnen und Bürger auf diesem Weg gleich mitzunehmen.“

Seit Ende letzten Jahres liegen auch der Streckenverlauf der U5 Ost sowie die konkreten Haltestellenlagen fest. Es wird auf dem rund 5,8 Kilometer langen Teilstück der künftigen U5 fünf Haltestellen (Bramfeld, Steilshoop, Fuhlsbüttler Straße/Nordheimstraße, Sengelmannstraße und City Nord) geben. An der Haltestelle Sengelmannstraße soll ein bahnsteiggleicher Umstieg zur U1 entstehen. In den durch die U5 angebundenen Stadtteilen wohnen rund 130 000 Hamburgerinnen und Hamburger. Gleichzeitig werden wichtige Arbeitsplatzstandorte, wie z.B. die City Nord mit rund 300 Unternehmen und etwa 30.000 Arbeitsplätzen, und Einkaufsschwerpunkte, wie das EKZ Steilshoop, die Bramfelder Chaussee und der Bereich Fuhlsbüttler Straße, angeschlossen.

Durch den vollautomatischen Betrieb wird die U5 neue Maßstäbe setzen. Bahnsteigtüren werden hier den Gleisbereich vom Fahrgastbereich abtrennen. Gleichzeitig können deutlich mehr Fahrzeuge fahren. So ist ein Betrieb der U-Bahn im 90-Sekunden-Takt möglich. Die aktuell laufende Entwurfsplanung für die U5 Ost soll bis zum Ende des Jahres abgeschlossen werden. Anfang 2019 könnten dann die Planfeststellungsunterlagen eingereicht werden. Sollte der Planfeststellungsbeschluss bis Mitte 2020 vorliegen, könnte der Bau Ende 2021 starten.

Hochbahnchef Henrik Falk: "Die U5 wird die Mobilität in unserer Stadt nachhaltig ändern: In engster Taktfolge und mit einem innovativen Komfortangebot und höchster Zuverlässigkeit werden wir den Kunden überzeugen, seinen Pkw stehen zu lassen und damit sich selbst und der Lebensqualität in unserer Stadt einen großen Gefallen zu tun."

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