Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Wohnen „Tag der Städtebauförderung“ am 5. Mai 2018

Zahlreiche Veranstaltungen zum Kennenlernen von Quartieren und Projekten der Integrierten Stadtteilentwicklung

„Quartiere der Integrierten Stadtteilentwicklung im Europäischen Kulturerbejahr 2018“: Unter diesem Motto werden zum „Tag der Städtebauförderung“ am Sonnabend, den 5. Mai 2018 an unterschiedlichen Orten in der Stadt Rundgänge, Aktionen und Vorträge angeboten. Die zentrale Veranstaltung beginnt um 13.00 Uhr auf der neu gestalteten Piazzetta-Ralph-Giordano in Barmbek gegenüber dem modernisierten Bahnhof. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr die Umgestaltung der Fuhlsbüttler Straße und der Dulsberg.

„Tag der Städtebauförderung“ am 5. Mai 2018

Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt:„Das baukulturelle Erbe der 20er- und 30er-Jahre beeinflusst unsere Ideen von Stadtentwicklung und Wohnungsbau noch heute. Die Arbeit mit dem traditionellen Material Backstein und der Wunsch, maßvoll zu bauen und zu verändern, sind bedeutende kulturelle Errungenschaften dieser Zeit. Zum Tag der Städtebauförderung im Europäischen Kulturerbejahr laden wir alle Hamburgerinnen und Hamburger ein, sich in den Stadtteilen Barmbek und Dulsberg auf Spurensuche zu begeben und Projekte der Integrierten Stadtentwicklung kennenzulernen. Die Stadt Hamburg investiert seit vielen Jahren in die Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf, um die Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner zu verbessern. Mit verschiedenen Programmen wie „Soziale Stadt“ oder „Städtebaulicher Denkmalschutz“ ist es im Jahr 2017 gelungen, mit 21 Millionen Euro RISE-Mitteln weitere 37 Millionen Euro Landesmittel anderer Behörden, Bezirke und öffentlichen Unternehmen sowie 1,2 Millionen Euro Mitteln des Europäischen Sozialfonds in die Quartiere der Integrierten Stadtteilentwicklung zu lenken. Auf diese Weise wurden hamburgweit rund 60 Millionen Euro öffentliche Mittel in der Integrierten Stadtteilentwicklung eingesetzt.“
Bezirksamtsleiter Harald Rösler: „Ich freue mich sehr, dass ausgerechnet die Ende letzten Jahres mit Mitteln der Städtebauförderung fertiggestellte Piazetta-Ralph-Giordano Auftakt für das Rahmenprogramm zum Tag der Städtebauförderung ist. Sie bildet am Barmbeker Bahnhof den Schlussstein der „Fuhle“, die nach der Umgestaltung – ebenfalls mit Fördermitteln – wieder als Boulevard zum Flanieren einlädt. Insgesamt werden in Barmbek 24 Millionen aus der Städtebauförderung investiert. Gut eingesetztes Geld, finde ich, wenn man bedenkt, dass daraus 300 Millionen Euro privater Investitionen rund um das Barmbeker Zentrum generiert werden.
Auch der Grünzug durch den Dulsberg hat es verdient, dieses Jahr in den Mittelpunkt gestellt zu werden. Er wurde im Laufe der Zeit einem gartenarchitektonischen Wandel unterzogen und prägt den Stadtteil dennoch bis heute. Das Bezirksamt Hamburg-Nord wird dazu zum Tag der Städtebauförderung eine spannende Broschüre mit eindrucksvollen historischen Fotos vorstellen. So wird der historische Grünzug aktuell ins rechte Licht gerückt.“
Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff: „Rahlstedt-Ost als neues Fördergebiet wird vom Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung sehr profitieren. Es ist bemerkenswert, dass diese erste Maßnahme der RISE-Förderung bereits nach so kurzer Zeit fertiggestellt werden konnte. Durch den Umbau der Dankeskirche zu einer Kultur- und Konzertkirche gewinnt der Bereich an Attraktivität. Weitere Maßnahmen, wie beispielsweise die vorgesehene Umgestaltung des Grünzugs und des Umfeldes für das geplante Nahversorgungszentrum werden zukünftig weiter zur Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort beitragen.“
Staatsrat Michael Pollmann: „Die Entwicklung der Landschaftsachse Horner Geest war ein beispielhaft erfolgreicher Beteiligungsprozess. Wir konnten viele Bürgerinnen und Bürger motivieren. Mehr als 15.000 Stimmen wurden abgegeben, Ideen und Vorschläge kommentiert. Das zeigt, dass die Menschen ein hohes Interesse an der Entwicklung ihrer Umwelt und ihres Stadtteils haben. Für mich heißt das, dass wir auf dem richtigen Weg sind, wenn wir – wie bei „DEINE GEEST“ – neue Formate der Bürgermitwirkung ausprobieren, deren Ergebnisse wir an einem Tag wie dem der Städtebauförderung studieren können.“

Zur Eröffnung des Aktionstages gibt es auf der Piazzetta-Ralph-Giordano in Barmbek ein abwechslungsreiches kulturelles Programm und eine Ausstellung, in der die Entwicklung des Quartiers Fuhlsbüttler Straße dargestellt wird. Alle Hamburgerinnen und Hamburger sind herzlich eingeladen, sich zu Themen und Projekten der Städtebauförderung zu informieren und im Anschluss an Rundgängen in Barmbek oder einem Vortrag zu „100 Jahren Fritz Schumacher auf dem Dulsberg“ teilzunehmen.

Im Stadtteil Rahlstedt-Ost, dem derzeit jüngsten Fördergebiet der Integrierten Stadtteilentwicklung, wird mit einem feierlichen Programm ab 14.00 Uhr die zur Kultur- und Konzertkirche umgebaute Dankeskirche wiedereingeweiht. Außerdem kann man bereits ab 12.00 Uhr beim vier Kilometer langen Spaziergang „Erlebe StadtNatur“ vom südlichen Lohmühlenpark (gegenüber der U-Bahn-Haltestelle Berliner Tor) bis zum Stadtteilhaus „Horner Freiheit“ die Aktivitäten zur Realisierung von Hamburgs längstem Park „Deine Geest“ kennenlernen.
Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie im Programm unten, im Faltblatt zum Tag der Städtebauförderung sowie im Internet: www.tag-der-staedtebaufoerderung.de, www.hamburg.de/tag-der-stadtebaufoerderung. 

Tag der Städtebauförderung

Der Tag der Städtebauförderung findet bundesweit statt. Allein im vergangenen Jahr sind bundesweit mehr als 450 Kommunen dem Aufruf gefolgt. In über 600 Veranstaltungen konnten rund 100.000 Bürgerinnen und Bürger die Ergebnisse und Erfolge der Städtebauförderung mit ihren verschiedenen Programmen erleben. An diesen Erfolg soll auch 2018 angeknüpft werden, denn: Steigt der Bekanntheitsgrad der Städtebauförderung, so lassen sich auch die Beteiligung intensivieren und öffentliche Unterstützung für eine Fortführung dieses Instruments der Stadtentwicklung gewinnen.

 Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung

Die Bund-Länder-Städtebauförderung wird in Hamburg mit dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) umgesetzt. Darin fasst Hamburg die Programme der Städtebauförderung „Soziale Stadt“, „Stadtumbau“, „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“, „Städtebaulicher Denkmalschutz“ und „Zukunft Stadtgrün“ unter einem Dach zusammen. Ziel ist es, die Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner in Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf zu verbessern. Zurzeit werden 28 Quartiere gefördert. Insgesamt werden 41 Fördergebiete gezählt, von denen 13 in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.

2017 wurden insgesamt rund 59,8 Millionen Euro öffentliche Mittel in der Integrierten Stadtteilentwicklung eingesetzt. Diese Summe setzt sich zusammen aus rund 21 Millionen Euro RISE-Mitteln, rund 37,6 Millionen Euro Landesmitteln (davon rund 16 Millionen Euro öffentlicher Unternehmen, insbesondere der SAGA) und rund 1,2 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Rückfragen der Medien

Pressestelle der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Tel. 040-42840-2051
E-Mail: pressestelle@bsw.hamburg.de

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