Behörde für Kultur und Medien

Kunst und Literatur Residenzstipendien für Literatur und bildende Kunst vergeben

Die Behörde für Kultur und Medien ermöglicht zehn Künstlerinnen und Künstlern vierwöchige Arbeitsaufenthalte in Frankreich, Dänemark und Italien


 

Residenzstipendien für Literatur und bildende Kunst vergeben

Vier bildende Künstler, fünf Schriftsteller und eine Literaturübersetzerin können in diesem Jahr für vier Wochen zum Arbeiten in das westlich von Paris gelegene Château de Millemont, in das kleine Bergdorf Torria in Ligurien und in das dänische Svendborg reisen. Die Jurys wählten aus mehr als 60 Bewerbungen die bildenden Künstler Janus Hochgesand, Aleen Solari, Goscha Steinhauer und Youssef Tabti sowie die Autoren Claus Berg, Mischa Kopmann, Roberta Schneider, Katha Schulte und die Literaturübersetzerin Cornelia Wend für die Residenzstipendien in Frankreich und Italien aus, die zum zweiten Mal von der Behörde für Kultur und Medien angeboten werden. Außerdem erhält der Schriftsteller Alexander Häusser ein Stipendium für das Brecht-Haus im dänischen Svendborg.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Wer kreativ tätig ist, weiß, wie wichtig ein Perspektivwechsel für das eigene Schaffen sein kann – und wie selten man im Alltag dazu kommt. Um neue Blickwinkel zu eröffnen und eine ungestörte Arbeitsumgebung zu ermöglichen, haben wir die Residenzstipendien eingerichtet. Das große Interesse der Künstlerinnen und Künstler an einem Arbeitsaufenthalt im Ausland und ihre kreativen Bewerbungen zeigen, dass wir mit dem Angebot einen Nerv treffen und spiegeln das große künstlerische Potenzial unserer Stadt wider.“

Die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten wurde von fachkundigen Jurys vorgenommen, für Literatur von Jürgen Abel (Lektor), Brigitte Jakobeit (Literaturübersetzerin) und Katrin Weiland (Literaturveranstalterin). Für die bildende Kunst wählten die Galeristin Carolyn Heinz und der Künstler Henning Kles aus. Die Behörde für Kultur und Medien übernimmt die Miete für die Künstler und Künstlerinnen in den Residenzen und zahlt ihnen eine Aufwandspauschale von je 1.000 Euro für die Zeit ihres Aufenthalts. 

In das Château de Millemont im Département Yvelines in der Region Île-de-France reisen im September der Romancier Mischa Kopmann („Aquariumtrinker“, Osburg Verlag), die Autorin und Übersetzerin Roberta Schneider (unter anderem „Der Guss“ und „Ja!Panisch“, mairisch) und die Literaturübersetzerin aus dem Französischen Cornelia Wend (unter anderem Jérôme Leroy für Edition Nautilus und Estelle Surbranche für Polar). Von Seiten der bildenden Kunst nehmen Aleen Solari (Installationen, mixed media) und Youssef Tabti (interdisziplinäre Projekte) an dem Residenzprogramm teil.  

Der Schriftsteller Alexander Häusser (unter anderem „Karnstedt verschwindet“, Knaus und „Hungerwinter“, Propyläen) wohnt im September im Brecht-Haus in der dänischen Hafenstadt Svendborg auf der Insel Fünen. Bertolt Brecht verbrachte hier von 1933 bis 1939 die ersten Jahre seines Exils.  

In der Burkhard-Vernunft-Residenz im ligurischen Torria arbeiten im September der Schriftsteller Claus Berg an seinem Debütroman und der bildende Künstler Janus Hochgesand an Ölbildern mit Farbpigmenten der Region. Den Oktober verbringen die Autorin und Übersetzerin aus dem Italienischen Katha Schulte (unter anderem „Unwesen“, Hablizel) und der bildende Künstler Goscha Steinhauer (Videoprojekt) im ehemaligen Wohnhaus und Atelier des 2016 verstorbenen Hamburger Künstlers Burkhard Vernunft. 

Nach der Rückkehr der Stipendiaten ist ein gemeinsames Veranstaltungsprojekt geplant. Details werden noch bekanntgegeben.

Mehr Information: 
www.hamburg.de/bkm/stipendien/10765768/residenzstipendien-literatur
www.hamburg.de/bkm/stipendien/10765780/residenzstipendien-bildende-kunst