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Verkehr Nicht zu hören und nicht zu sehen: A7 in Schnelsen gedeckelt

Seit heute, Samstag 23. Juni 2018, rollen die Autos durch die erste Röhre des Schnelsener Deckels auf der A7. 

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Nicht zu hören und nicht zu sehen: A7 in Schnelsen gedeckelt

Der A7-Ausbau nördlich des Elbtunnels geht mit großen Schritten voran. Soeben sind die ersten Fahrzeuge durch die Weströhre des Schnelsener Deckels gefahren. Damit rollt jetzt nach gut dreieinhalb Jahren Bauzeit der Verkehr Richtung Süden durch die erste fertiggestellte Tunnelseite. Ab kommenden Montag werden die Autos auch in Richtung Norden durch diese Röhre geleitet, womit der Bau der Oströhre beginnen kann. Damit verschwindet der Verkehr in beiden Richtungen auf jeweils zwei Spuren unter den Deckel. Von dem Einfahrtbetrieb durch die Tunnelröhre West haben sich Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof ein Bild gemacht.

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Die drei Deckel entlang der A7 sind ein großes Zukunftsprojekt für die Anwohnerinnen und Anwohner und für ganz Hamburg. Wir schützen die Menschen in Schnelsen, Stellingen und Altona vor dem Verkehrslärm einer vielbefahrenen Autobahn. Zugleich schaffen wir neue Flächen für Grünanlagen und Wohnungsbau mitten in der Stadt. Und wir bauen die A7 aus, sodass sie dem wachsenden Verkehr gerecht wird. Mit einer Verbindung von Quartieren und Stadträumen, die bisher getrennt waren, ermöglichen wir kürzere Wege und erhöhen die Lebensqualität in unserer wachsenden Stadt.“

Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof: „Ich bin begeistert, hier die ersten Autos durchfahren zu sehen. Mit allen Herausforderungen beim Ausbau der A7 mitten im pulsierenden Hamburg haben wir heute mit dem Einfahrtbetrieb in die Weströhre einen großen Meilenstein erreicht. Jetzt machen wir uns mit Hochdruck an die andere Hälfte. Unsere Erfahrungen vom Bau des Schnelsener Deckels fließen in den weiteren Bau des Tunnels Stellingen und die Planungen für Altona ein.“   

Der Tunnel Schnelsen verfügt über eine Vielzahl modernster Messeinrichtungen, Detektoren und automatischer Systeme, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten. Alle Systeme wurden vor der Verkehrsfreigabe erfolgreich geprüft und von den zuständigen Behörden freigegeben. Mit der Verkehrsfreigabe existieren nun im Tunnel erstmals reale Bedingungen. An diese muss das System Schritt für Schritt angepasst werden, um Fehlermeldungen zu minimieren und die Verfügbarkeit auf ein Maximum zu erhöhen. Das Tunnelsystem ist in den ersten Wochen und Monaten in einer Art Lernphase, in der es trotz aller Anstrengungen zu Fehlalarmen kommen kann, die eine kurzzeitige Sperrung des Tunnels verursachen. Sicherheit geht immer vor. In dieser Phase werden die Software aber auch Hardwarekomponenten im Tunnel laufend angepasst, um einen reibungslosen Betrieb zu erreichen. Für diese Nachjustierungen muss der Tunnel gegebenenfalls auch nachts kurzzeitig gesperrt werden. 

Hintergrund: Ausbau der A7

Der A7-Ausbau umfasst die Verbreiterung auf acht Streifen zwischen HH-Othmarschen und dem Autobahndreieck HH-Nordwest sowie den sich nach Norden anschließenden sechsstreifigen Ausbau bis zur Landesgrenze Hamburg/Schleswig-Holstein. Auf schleswig-holsteinischer Seite erfolgt ebenfalls ein sechstreifiger Ausbau bis zum Dreieck Bordesholm. Das ist im Bundesverkehrswegeplan 2030 als laufendes und festdisponiertes Projekt zur Engpassbeseitigung eingestuft.

Zusätzlich entsteht entlang der A7 derzeit ein europaweit zukunftsweisendes Lärmschutzprojekt. Im Zuge der Erweiterung nördlich des Elbtunnels wird ein umfassender Lärmschutz aus Tunneln und Wänden geschaffen. Auf den Tunneldeckeln entstehen Parkanlagen und Kleingärten, Quartiere wachsen zusammen und auf lärmberuhigten Flächen können mehr als 3.000 neue Wohnungen errichtet werden.

Weitere Informationen unter http://www.hamburg.de/fernstrassen/a7-deckel/

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