Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Domplatz eröffnet

Grüner Ruhepol mitten in der Stadt

6. Mai 2009

Ab sofort finden alle Hamburgerinnen und Hamburger sowie Gäste unserer Stadt mitten im Zentrum an historisch bedeutender Stelle Ruhe und Entspannung vom Trubel der Großstadt.  Nach 15monatiger Bauzeit haben Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk und Bezirksamtsleiter Markus Schreiber den Domplatz der Öffentlichkeit übergeben.

Ein Internet-Forum hatte gezeigt, dass sich die Menschen eine grüne Oase in der Stadt wünschen und gleichzeitig einen Ort, der an die Geschichte Hamburgs erinnert.

Domplatz EröffnungAnja Hajduk: „Mit dem neuen Domplatz wird die Hamburger Innenstadt noch attraktiver.  Seine zentrale Lage zwischen Binnenalster und Elbe macht ihn außerdem zu einem wichtigen Bindeglied zwischen der Innenstadt und der HafenCity.“ 

Im Namen der Stadt dankte die Senatorin den Sponsoren für ihr Engagement: Fa. ArcelorMittal lieferte den Stahl für die Wallanlagen, Fa. Aura-Light Beleuchtungskörper für die Bänke, Fa. Itochu  die neuen Bäume.

Markus Schreiber: „Es ist ein schöner Luxus, den sich Hamburg hier leistet: Eine unbebaute Fläche mitten in der Stadt. Hier kann man genau auf der Mitte des Weges von der Binnenalster an den Magdeburger Hafen ausruhen und Hamburg genießen.“ 

Der Domplatz ist der historisch bedeutendste Ort der Stadt. Lange hat man hier den Standort der legendären Hammaburg vermutet, Gründungszelle und Namensgeber der Stadt Hamburg. Die längste Zeit, fast über tausend Jahre, befand sich hier jedoch der Mariendom. Zunächst war er umgeben von der Domburg, einer ringförmigen Wallanlage von zirka einhundertvierzig Metern Durchmesser. Später entstand an ihrer Stelle die erste städtische Bebauung. 

Der Garten thematisiert diese Epoche und transportiert sie in die heutige Zeit. Ein Wall aus Stahlblech rahmt den neuen Freiraum. Er zeichnet die Kontur der Domburg nach und lässt die räumliche Anordnung aus der Zeit des Mariendoms wieder aufleben. Die fußläufige Verbindung von der Petrikirche in Richtung Hafencity durchschneidet die Wälle. Hier läuft man über Stahlplatten, die mit ihrem dumpfen und hohlen Klang andeuten, dass sich unter dem Besucher die Geschichte Hamburgs verbirgt. Der Raum, der durch die Wallanlagen entsteht, ist der neue Domplatz. Er ist grün und ein Ruhepol in der Innenstadt. Hier kann man unter dem Schatten der neu gepflanzten Bäume auf dem Rasen liegen. Diese sehr schlichte Rasenfläche wird lediglich von einem Raster aus 39, 1,50 mal 1,50 Meter großen, weißen Bänken überlagert. Jede Bank zeigt den Standort einer Säule des Mariendoms. Eine der 39 Bänke hat ein Blickfenster in der Sitzfläche. Hier befindet sich der Rest eines Pfeilerfundamentes, das einzige Zeugnis des Mariendoms. Abends fangen die Bänke von innen heraus an zu leuchten und die einstige Präsenz des Domes zeichnet sich noch deutlicher ab. 

Die Planungen für den Domplatz stammen von den Hamburger Garten- und Landschaftsarchitekten Breimann & Bruun. Die Kostens des Umbaus betragen rund 1,2 Mio. Euro.

vergrößern Domplatz (Bild: bsu)  

Weitere Informationen
2007 06 26 - Domplatz wird Garten mit Geschichte
Internetforum Hamburger Domplatz
Domplatz - Ansicht bei Tage
Domplatz - Ansicht am Abend

6. Mai 2009