Innovations- und Konjunkturförderung mit Laser
Das LZN wird die Ergebnisse der Spitzenforschung im Bereich Lasertechnologie auch für kleine und mittlere Unternehmen in der Metropolregion einsetzbar machen: Es wird an Modellen von Produktions- und Fertigungslinien anwendungsorientiert geforscht und entwickelt. Unternehmen werden zum einen dabei unterstützt, die diese Modelle für ihren Bereich zu „kopieren“. Zum anderen werden auch Fachkräfte dafür ausgebildet, mit der innovativen Lasertechnologie umzugehen und in diesen neuen Dimension und Möglichkeiten zu denken. Das LZN berät bei Fragen entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von der Konstruktion mit Lasern bis zur Qualitätssicherung.
Wirtschaftssenator Gedaschko: „Mit dem Laser Zentrum Nord schaffen wir in Hamburg Kompetenz in einer der innovativsten Zukunftstechnologien. Von dieser Kompetenz können ansässige Firmen profitieren, sie können wachsen und noch wettbewerbsfähiger werden. Der Technologietransfer ist zugleich ein Argument mehr für Unternehmen, sich am Innovationsstandort Hamburg neu anzusiedeln. Ich bin mir sicher, dass dieses Projekt, finanziert aus Mitteln des Konjunkturpakets II des Bundes, über die Bauphase hinaus Beschäftigung in der Metropolregion sichert.“
Aus Anlass der Gründung der Laser Zentrum Nord GmbH empfing Wirtschaftssenator Gedaschko heute Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik im Rathaus.
Geistiger Vater des LZN ist Professor Emmelmann von der TU Hamburg-Harburg (TUHH). Er hat die Idee eines Forschungsinstituts entwickelt, das nicht nur theoretisch arbeitet, sondern seine Forschungsinhalte an den Bedürfnissen vor allem der mittelständischen Wirtschaft ausrichtet und gleichzeitig die Aus- und Weiterbildung der in den Anwenderfirmen Beschäftigten übernimmt.
Professor Dr. Claus Emmelmann: „Ich freue mich, dass wir endlich die Brücke zwischen Lasertechnologie und Industrie schlagen können und damit ein wichtiges Stück industrielle Zukunft in Hamburg gestalten.“
Die LZN – GmbH ist eine Tochter der TuTech Innovation GmbH, deren Anteile wiederum mehrheitlich von der TUHH gehalten werden.
TUHH-Präsident Prof. Dr.-Ing. habil. Edwin Kreuzer: "Mit der Gründung des Laser Zentrums Nord gibt die Technische Universität Hamburg-Harburg wieder einmal einen wichtigen Impuls für die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Metropolregion Hamburg. Neueste Erkenntnisse der Laserforschung werden im Zentrum in innovative Produktionsprozesse umgesetzt. Die Kombination von Entwicklung neuer Fertigungsmethoden und Schulung von Fachkräften an zukunftsweisenden technischen Verfahren ist entscheidend für den Technologietransfer in der Region.“
Dennoch handelt es sich nicht um ein klassisches staatliches Forschungsinstitut: Nach der öffentlichen Anschubfinanzierung wird die LZN wirtschaftlich selbständig arbeiten und sich über Forschungsaufträge und Kooperationsprojekte mit Unternehmen finanzieren. Die Wirtschaft wird also nicht nur passiver Nutznießer des LZN sein. Hauptsponsor ist die Hauni Maschinenbau AG, das Gründungsunternehmen des Körber-Konzerns. Hauni und andere Unternehmen der Gruppe nutzen heute schon Lasertechnik und sehen eine weiter wachsende Bedeutung dieser zukunftsweisenden Technologie.
Körber – Vorstandsmitglied Gregor Rüth dazu: „Die Zusammenarbeit mit dem LZN ermöglicht uns anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung in einer Zukunftstechnologie mit vielen Einsatzfeldern. Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, diese Partnerschaft an unserem Unternehmensstammsitz in Hamburg einzugehen.“
Auch andere Firmen wie der Laseranlagenhersteller ROFIN SINAR Laser GmbH, Blohm+Voss GmbH, Airbus Deutschland GmbH (jetzt Airbus Operations GmbH), TRUMPF Laser- und Systemtechnik GmbH aber auch kleine Mittelständler haben bereits ihr aktives Interesse am LZN bekundet.
Die Technologie
Die optischen Technologien und hier insbesondere die Lasertechnologie gehören unstrittig zu den innovativsten Zukunftstechnologien mit hohem Wachstumspotential. Neben den herkömmlichen Verfahren der Laserfertigung wurden zahlreiche neue Verfahren entwickelt zum Schneiden, Fügen, Abtragen und Beschriften mit Lasern. Allerdings ist ihre Umsetzung gerade für kleine und mittlere Unternehmen wegen der komplexen Produktionsprozesse und hoher Investitionskosten mit beträchtlichen unternehmerischen Risiken verbunden; die Anwendung neuer Lasertechnologien ist jedoch unverzichtbar zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit Hamburger Unternehmen. Von den Forschungsergebnissen des LZN werden besonders das Metallver- und bearbeitende Gewerbe, der Schiffbau, die Luftfahrt- und Automobilindustrie sowie die Medizintechnik profitieren.

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