Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Familie gewinnt Familie gewinnt! 80.000 Euro Preisgelder vergeben

15 Projekte für nachbarschaftliches Miteinander ausgezeichnet

Mit einem großen Wettbewerb wurden 2009 bereits zum vierten Mal Hamburgs „familienfreundlichste Wohnquartiere“ gesucht. Staatsrätin Dr. Angelika Kempfert von der Behörde für Soziales, Familie und Gesundheit überreichte heute gemeinsam mit den Bezirksamtsleitern und dem Vorstand der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt insgesamt 80.000 Euro Preisgeld für 15 Projekte aus allen Bezirken.

Preisverleihung Familie gewinnt! 2009

vergrößern Familie gewinnt! 2009 (Bild: BSU) Prämiert wurden Projekte der Begegnung und Integration und Bildungs-, Musik- und Sportprojekte. Allen ist gemeinsam, dass sie dazu beitragen, die Lebenssituation von Familien in ihrem Quartier zu verbessern. Initiiert und durchgeführt werden sie von Institutionen und sozialen Einrichtungen, Kirchengemeinden, privaten Initiativen und Einzelpersonen. Die Preisgelder betragen 1.500 bis 10.000 Euro. Für die Entscheidung der Jurys war wichtig, dass die prämierten Projekte einen sehr konkreten Nutzen für die Menschen vor Ort haben, aber auch für andere Nachbarschaften und Quartiere beispielgebend sein können. 70.000 Euro Preisgeld stammen von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Einen Sonderpreis in Höhe von 10.000 Euro hat die Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt (WK) vergeben. Staatsrätin Dr. Angelika Kempfert sagte zur Eröffnung der Preisverleihung im Großen Festsaal des Rathauses vor 400 Gästen: „Die besten Ideen für ihren Stadtteil haben die Menschen, die dort leben. Mit ‚Familie gewinnt‘ wollen wir dieses Engagement anerkennen, sichtbar machen und andere zur Nachahmung anregen.

Die Preisträger und ihre Projekte:

Den Sonderpreis in Höhe von 10.000 Euro von der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt (WK) zum Thema „Lebenswertes Wohnen mit Kindern in der Stadt" erhielt die Ev. Luth. Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde in Altona für ihr Projekt „Kletteroase im Kirchturm“. Im Rahmen der Umgestaltung und Öffnung ihres Kirchengeländes für den Stadtteil baut sie einen nicht mehr genutzten Kirchturm zu einer „Kletteroase“ für Kinder und Jugendliche um. „Mit der Vergabe des WK-Sonderpreises an die „Kletteroase im Kirchturm“ unterstützen wir ein Projekt, das nachhaltige und zeitgemäße Jugendarbeit in Altona möglich macht. Wir sehen hier die Chance für ein Leuchtturm-  – oder besser: Kirchturmprojekt – mit Vorbildcharakter“, sagte Uwe Qualmann, Vorsitzender des Vorstands der WK.

Preisträger im Bezirk Hamburg-Mitte ist der Verein Musikklang Horn e.V. Er bietet Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen unterschiedlicher kultureller und sozialer Herkunft aus Billstedt und Horn die Möglichkeit, in kleinen Gruppen kostengünstig ein Instrument zu erlernen.
Im Bezirk Altona wurden prämiert das Projekt „Luther-Campus“ der Ev. Luthergemeinde Hamburg-Bahrenfeld und das Projekt „Gählerhaus“ in Altona-Nord der GWA St. Pauli e.V. Beides sind Orte der nachbarschaftlichen Begegnung, bei denen Kinder, Jugendliche, Eltern und Senioren an Planung, Verwirklichung und Betrieb kontinuierlich beteiligt sind.
Im Bezirk Eimsbüttel haben gewonnen das Projekt „Generationen verbindendes Masha’s“, eingereicht von der ProQuartier Hamburg GmbH, und „Lokstedt Aktiv“, ein lokales Bündnis für Familie im Stadtteil. Das Masha’s ist eine ehemalige Kneipe in Eidelstedt-Ost, deren Räume jetzt für Nachbarschaftsaktivitäten – Bewegung und Sport, Bildung und Musik sowie Versammlungen – genutzt werden. Lokstedt Aktiv ist ein breites Bündnis von lokalen Institutionen, die mit gemeinsamen Aktivitäten den Stadtteil beleben und dabei alle Bewohnerinnen und Bewohner von der Großwohnsiedlung bis zum Einfamilienhausgebiet einbeziehen.
Im Bezirk Hamburg-Nord wurden vier Projekte ausgezeichnet: das „Begegnungsfest Husumer Straße“, das von den dort lebenden Menschen organisiert wird; das „Lesecafé Dulsberg“, eine alternative Stadtteilbibliothek in den Räumen der Gesamtschule Alter Teichweg, die sich an Kinder, Jugendliche und Eltern sowie Menschen mit Migrationshintergrund wendet; das Projekt „Integration durch Sprachförderung“ der Baugenossenschaft Fluwog-Nordmark eG mit Deutsch- und Kochkursen für Migrantinnen sowie das Projekt „Kinderfreundlicher Friedrichsberg“ der Baugemeinschaften im Parkquartier Friedrichsberg.
Im Bezirk Wandsbek heißen die Gewinner „Gemeinschaftsprojekt Stadtteilversammlung und Treff Großlohe“ und „Nachbarschaftstreff Friedrichshainstraße 9“, zwei Projekte, die auf Grundlage ehrenamtlichen Engagements für umfangreiche Stadtteilaktivitäten und nachbarschaftliches Miteinander sorgen.
Im Bezirk Bergedorf  wurden die beiden Projekte „Meine Zukunft“ des Internationalen Bundes (IB) und „Kindertisch Ratzeputz“ der Kirchengemeinde St. Petri und St. Pauli prämiert. Bei „Meine Zukunft“ bildet das Boxen den Ausgangspunkt, um junge Männer aus den Gebieten der früheren Sowjetunion besser zu integrieren. Der „Kindertisch Ratzeputz“ ist ein ehrenamtlich organisiertes Angebot für Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung im Bergedorfer Kerngebiet.

Im Bezirk Harburg hat das Projekt „Falkcafé“ gewonnen, das von zwei Privatpersonen als offener Treffpunkt für die Menschen in Neugraben in den Räumen der Schule am Falkenberg organisiert wird.

Familienfreundlichste Wohnquartiere
  vergrößern Familie gewinnt! 2009 (Bild: BSU)