Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Hamburg stärkt Stadt- und Ortsteilzentren

Senatskommission beschließt Unterstützung für Stadtteile

Hamburg stärkt Stadt- und Ortsteilzentren

Die Senatskommission Integrierte Stadtteilentwicklung hat beschlossen, den Erhalt und die Weiterentwicklung der Zentren Niendorf-Nord, Langenhorner Markt, und  Ortskern Rahlstedt durch zusätzliche Maßnahmen zu fördern. Gemeinsam mit den bereits festgelegten Fördergebieten Südliches Reiherstiegviertel, Berta-Kröger-Platz, Fuhlsbüttler Straße, Steilshoop und Neugraben-Zentrum gehören nun insgesamt acht Gebiete zum Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Aus diesem Programm sollen bis zum Jahr 2015 Maßnahmen in Höhe von rund 18,5 Millionen Euro gefördert werden. Der Bund trägt ein Drittel der Kosten.

Bundesweit verändern sich Stadt- und Ortsteilzentren durch die Konkurrenz zu großflächigem Einzelhandel und expandierenden Einkaufszentren stark. Stagnierende Umsätze führen dazu, dass kleinere Fachgeschäfte kaum mehr konkurrenzfähig sind. Uniform gestaltete Filialen großer Einzelhandelsketten und häufigere Ladenleerstände sind die Folge.

Das Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ will diesen Entwicklungen entgegenwirken. Ziel ist es, die jeweils eigene gewachsene Identität der Gebiete und das urbane Leben mit seiner Vielfalt aus Einzelhandel, Dienstleistung, Handwerk, Kultur, Gastronomie und Wohnen langfristig zu stärken.

 

Die Fördermittel können unter anderem eingesetzt werden für:

·         Die Erarbeitung und Weiterentwicklung von Entwicklungskonzepten

·         Neubau und/oder Umgestaltung von Straßen, Wegen und Plätzen

·         Instandsetzung und Modernisierung von herausgehobenen Gebäuden

·         Unterstützung bei der Neu- oder Zwischennutzung leerstehender Gebäude oder Grundstücke

·         Citymanagement

Zentrum Niendorf-Nord

Im Nahversorgungszentrum Niendorf-Nord ist seit einiger Zeit eine fortschreitende Ausdünnung des Angebots zu beobachten, darüberhinaus entspricht die Gestaltung und bauliche Struktur des Einkaufszentrums nicht mehr heutigen Erwartungen. Hier sollen rechtzeitig die vorhandenen Potentiale gestärk werden und das Quartierszentrum gemeinsam mit den Gewerbetreibenden, Eigentümern und anderen Akteuren vor Ort weiter entwickelt werden, um insbesondere auch älteren, weniger mobilen Menschen und Familien Einkaufsmöglichkeiten und einen sozialen Treffpunkt in ihrer direkten Umgebung zu erhalten.

 

Langenhorner Markt

Am Langenhorner-Markt, der den Mittelpunkt des öffentlichen Lebens im Stadtteil Langenhorn bildet, ist ein anhaltender Abwärtstrend zu beobachten. Dieser hat durch die Schließung der Hertie-Filiale zusätzlich an Dynamik gewonnen. Der Bezirk hat ab 2008 ein breit angelegtes Gutachten- und Beteiligungsverfahren „Zukunft Langenhorner Markt“ durchgeführt. Das Ergebnis belegt die Notwendigkeit eines umfassenden Gebietsentwicklungsprozesses für den Langenhorner Markt mit dem Ziel, den Branchenmix zu verbessern, die einzelnen Teilbereiche des Zentrums stärker zu vernetzen und die Aufenthaltsqualität und Nutzbarkeit der öffentlichen Räume zu steigern. Das vorliegende Handlungs- und Maßnahmenkonzept bietet eine sehr gute Grundlage für die zeitnahe Umsetzung organisatorischer und baulicher Projekte wie z. B die Neugestaltung des Langenhorner Marktplatzes.

 

Ortsratskern Rahlstedt

Die ursprüngliche Attraktivität des Ortskerns ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen, dies ist ablesbar an den leerstehenden, fehl- oder minder genutzten Gebäuden. Im Branchenmix, in der Gastronomie sowie im Freizeitbereich fehlen neue Impulse. Durch eine Reihe von baulichen und strategischen Maßnahmen wie z.B. Umgestaltung der Fußgängerzonen und Plätze und Verbesserung der Erlebbarkeit des Flusslaufes der Wandse im Ortskern und ein innovatives Ladenleerstandsmanagement soll eine nachhaltige Aufwertung und Belebung des Zentrums erreicht werden.

Rückfragen:

Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Pressestelle

Tel.: 42840 – / 2058 / 2051 / 3249 / 3063, Fax: 42840 – 3735

e-mail: pressestelle-stadtentwicklung@bsu.hamburg.de, www.bsu.hamburg.de