Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Hauptstadt des Umweltrechts

Hamburg richtet 2011 internationalen Umweltrechtskongress aus

Hamburg wird 2011 als Europäische Umwelthauptstadt erstmals den „Internationalen Umweltrechtstag Hamburg“ ausrichten. Zu dem Kongress am 15./16. September 2011 werden Umweltjuristinnen und Umweltjuristen aus aller Welt erwartet. Hochrangige internationale Expertinnen und Experten werden zu umweltrechtlichen Fragestellungen referieren. In Arbeitskreisen sollen Leitlinien für die umweltrechtliche Gesetzgebung in aller Welt erarbeitet werden. Die Themenschwerpunkte der ersten Tagung werden der Meeresumweltschutz und der Klimaschutz sein. Der Umweltrechtstag soll künftig alle zwei Jahre in Hamburg ausgerichtet werden.

Hauptstadt des Umweltrechts

Auf Initiative der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt haben heute zahlreiche Vertreter der Hamburger Gerichte, der Anwaltschaft und der Wissenschaft im Gästehaus der Universität Hamburg den Trägerverein „Internationaler Umweltrechtstag Hamburg e.V.“ gegründet.

Umweltstaatsrat Christian Maaß betonte anlässlich der Gründung des Trägervereins den großen Beitrag, den das Recht von Anfang an zur Verbesserung des Umweltschutzes geleistet hat: „Für einen wirksamen Umweltschutz sind grenzüberschreitende umweltrechtliche Regelungen unverzichtbar. Als internationale Handelsstadt und Europäische Umwelthauptstadt kann Hamburg hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.“

Prof. Hans-Joachim Koch, langjähriger Vorsitzender des Sachverständigenrates für Umweltfragen der Bundesregierung und Leiter der Forschungsstelle Umweltrecht an der Universität Hamburg übernimmt gemeinsam mit Prof. Dr. Doris König von der Bucerius Law School die wissenschaftliche Leitung des ersten Umweltrechtstages. „Die Internationalisierung des Umweltrechts ist das Gebot der Stunde, um die globalen Umweltfragen lösen zu können. Ich freue mich, dass wir in Hamburg hierzu einen Beitrag leisten können“, so Koch.

Prof. Dr. Wolfgang Ewer, Vorsitzender des Deutschen Anwaltsvereins, gehört zu den Förderern des Projekts. „Ich halte es für richtig und wichtig, dass die deutschen Umweltjuristen in diesem Rahmen den Dialog mit ihren internationalen Kollegen intensivieren können.“

Heiko Zier, Präsident der Hamburgischen Notarkammer und Vorsitzender des Vereins Rechtsstandort Hamburg e.V. freut sich über diese Bereicherung: „Hamburg verfügt über eine langjährige Tradition als Zentrum umweltrechtlicher Forschung, aber auch als Sitz zahlreicher hochqualifizierter Anwaltsbüros, für die die umweltrechtliche Beratung von Umweltverbänden, Unternehmen und Genehmigungsbehörden zunehmend an Bedeutung gewinnt.“

Rechtsanwältin Dr. Roda Verheyen, Direktorin des internationalen „Climate Justice Programme“ und Völkerrechtlerin, sagte:  Die Beachtung, Fortentwicklung und Umsetzung des Umweltrechts ist ein wichtiger Schlüssel für einen erfolgreichen Umweltschutz. Ich hoffe, dass wir mit dem Internationalen Umweltrechtstag dazu beitragen können.