Staatsrat Lüdemann stellt „Kreuzfahrtallianz“ auf dem Baltic Sea Action Gipfeltreffen vor
Hamburg engagiert sich seit langem für eine Verbesserung der Lebensbedingungen in der Ostsee und nutzt dafür auch seinen zweijährigen Vorsitz im Netzwerk Baltic Sea States Subregional Cooperation (BSSSC). Der Vorsitzende der BSSSC und Staatsrat für auswärtige Angelegenheiten, Carsten-Ludwig Lüdemann, wird dazu am 10. Februar 2010 nach Helsinki reisen und das Projekt „Kreuzfahrtallianz“ vorstellen.
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Mit dem Projekt verfolgt Hamburg das Ziel, eine Allianz von europäischen Kreuzfahrtstädten zu bilden, die sich gemeinsam für eine umweltfreundliche Energieversorgung von Kreuzfahrtschiffen in den Häfen einsetzen. Langfristig soll eine standardisierte landseitige Lösung gefunden werden, mit der der Energiebedarf während der Liegezeiten über Strom oder Gas gedeckt wird. Dadurch sollen der Schadstoffausstoß und die Lärmemissionen in den Hafenstädten signifikant gesenkt werden. In einem ersten Schritt plant Hamburg einen Workshop, zu dem alle interessierten europäischen Kreuzfahrtstädte eingeladen werden.
Staatsrat Lüdemann erklärt: „Schiffe sind der Hauptverursacher der Luftverschmutzung und Lärmbelästigung in Hafenstädten. Hamburgs Kreuzfahrtterminal liegt mitten in der Stadt, in der Nähe von Wohnungen und Büros. Hamburg ist aufgrund dieser zentralen Lage besonders betroffen. Umweltschutz hört jedoch nicht an unseren Landesgrenzen auf. Zusammen mit den anderen Hafenstädten wollen wir eine einheitliche technische Lösung für eine landseitige Energieversorgung schaffen. Daher hat Hamburg die Initiative zur Bildung einer Allianz europäischer Kreuzfahrtstädte zur Förderung der umweltfreundlichen Energieversorgung von Kreuzfahrtschiffen in den Häfen gestartet.“
Die am Gipfeltreffen „Baltic Sea Action Summit“ teilnehmenden Länder, Regionen und Institutionen wurden im Vorfeld dazu aufgerufen, eine Verpflichtungserklärung abzugeben, die zur Rettung der Ostsee in vier Feldern beitragen soll: Landwirtschaft und Bioenergie, sauberer und sicherer Seeverkehr, Umgang mit Gefahrstoffen und Giften sowie innovative Umweltlösungen. An dem Treffen nehmen rund 400 hochrangige Staatsgäste und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen aus der Ostseeregion teil. Zugesagt haben neben der finnischen Staatspräsidentin Tarja Halonen und Premierminister Mati Vanhanen auch Karl XVI. Gustav König von Schweden sowie die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner.
Hamburgs Ostseepolitik:
In den Netzwerken der Ostseekooperation arbeitet Hamburg erfolgreich an einer europäischen Meerespolitik mit anderen Partnern zusammen. Zu nennen sind insbesondere das Baltic Development Forum (BDF) und der Ostseerat. Seit 2009 hat Hamburg den zweijährigen Vorsitz der Baltic Sea States Subregional Cooperation (BSSSC) übernommen, um sich für Projekte im Klima- und Meeresschutz in der Ostsee einzusetzen. Als drittgrößter europäischer Hafen wird Hamburg von einer integrierten, nachhaltigen und europaweiten Meerespolitik profitieren. Vorrangiges Ziel ist es, schifffahrtsbedingte Emissionen weiter zu verringern. Ein wichtiger Schritt auf diesem Gebiet war die Umsetzung der „Schwefel-Richtlinie“ der Europäischen Union. Sie sieht vor, dass ab dem 01. Januar 2010, in den europäischen Häfen nur noch ein Grenzwert von 0,1% Schwefelgehalt im Schiffsdiesel erlaubt ist. Im nächsten Jahr ist Hamburg „Europäische Umwelthauptstadt 2011“. Durch diese Kampagne sollen die Städte in der Europäischen Union ermutigt werden, ein hohes Umweltschutzniveau zu erreichen. Für die Bewerbung musste Hamburg nachweisen, dass die Stadt ebenso hohe wie vorbildliche Umweltstandards erfüllt und auch weiterentwickelt.

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