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Moderne Stadt im Netz: Besserer Service für Bürger und Betriebe

24.04.2003

Finanzsenator Dr. Wolfgang Peiner eröffnete heute um 9 Uhr vor 200 Gästen die 1. Hamburger E-Government-Messe in der Finanzbehörde. Rund 30 hamburgische Be-hörden, Ämter und andere öffentliche Einrichtungen stellen im Laufe des Tages ihre Projekte und Anwendungen für Bürger und Betriebe vor. Darüber hinaus gibt es 25 Vorträge und Workshops rund um das Zukunftsthema E-Government.

Die Messe bietet Verantwortlichen und Interessierten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, anderen öffentlichen Verwaltungen und Personalvertretungen Gelegenheit, sich ein umfas-sendes Bild über den Stand beim E-Government in Hamburg zu informieren, sich darüber auszutauschen oder Kontakte zu knüpfen.

Tastatur mit Hamburg-Logo

(Finanzbehörde)

Finanzsenator Dr. Wolfgang Peiner sagte im Rahmen des Eröffnungsplenums "E-Government -Chancen für Hamburg nutzen":

"E-Government ist ein Gewinn für alle - für die Bürger und Betriebe sowie für die öffentliche Verwaltung. Zwei Drittel der Hamburger Haushalte haben einen Computer, mehr als die Hälf-te hat einen Internetzugang, mehr und mehr Menschen gestalten Arbeit und Freizeit mit diesem Medium - sie erwarten selbstverständlich den gleichen Service von der Verwaltung, egal ob sie auftritt als eingreifende Verwaltung, Dienstleister, Einkäufer, Bildungsanbieter oder Arbeitgeber. So verändert das Internet nicht nur die Gesellschaft und die Wirtschaft, sondern auch Staat, Politik und öffentliche Verwaltung.

Der Austausch untereinander wird immer einfacher, schneller, kostengünstiger und transparenter - unabhängig von Zeit und Ort. Bessere und kundenorientierte Verwaltungsdienstleistungen, die die neuen Medien konsequent einbinden, gehören dazu ebenso wie neu gestaltete Verwaltungsprozesse und der Aufbau übergreifender Verwaltungsnetze. Wir müssen über Information und Kommunikation hinaus zur elektronischen Transaktion zwischen Bürgern, Betrieben und öffentlicher Verwaltung kommen. E-Government ist kein Technikthema, sondern ein Thema für die Menschen.

Unsere ganzheitliche E-Government-Strategie baut auf folgenden Eckpfeilern auf:

  • Wir wollen mit anderen Verwaltungen, aber auch mit der Wirtschaft zusammenarbeiten.
  • Wir wollen E-Government-Anwendungen kurzfristig zur Verfügung stellen.
  • Wir wollen möglichst viele Menschen erreichen.
  • Wir wollen einen flexiblen Zugang zur öffentlichen Verwaltung - persönlich, schriftlich, telefonisch, elektronisch.
  • Wir wollen E-Government nicht additiv, sondern alternativ, Verwaltungsprozesse dabei neu gestalten und die Qualität unserer Dienstleistungen kunden- und marktorientiert verbessern.
  • Wir wollen, dass sich E-Government rechnet - für Bürger, Betriebe und öffentliche Ver-waltung.

Diese sechs Ziele setzen wir konsequent um. Ein knappes Jahr nach Verabschiedung des 1. E-Government-Aktionsfahrplans sind erste Projekte bereits realisiert (www.service.hamburg.de). Diese und weitere Zukunftsprojekte präsentieren wir heute im Rahmen der 1. E-Government-Messe, darunter u.a.

  • die elektronische Vergabe,
  • mobile Dienstleistungen rund um das Kfz,
  • FundInfo - das digitale Fundbüro,
  • INEZ - die Integrierte Erfassung und Bearbeitung von Zuwendungen,
  • HOTSPOT HAMBURG - Drahtlos ins Netz,
  • GeoInfo.online - Geoinformationen wie Luftbilder,
  • elektronischer Rechtsverkehr.

Darüber hinaus bauen wir das E-Government weiter aus. Unser IT-Dienstleister Landesamt für Informationstechnik wird zu einem schlagkräftigen norddeutschen IT-Dienstleister mit der Datenzentrale Schleswig-Holstein fusionieren. Seit gestern steht auch der neue Name für das neue Unternehmen fest: „dataport“ – ein sicherer Hafen für unsere Daten.

Aber es gibt noch viel zu tun auf dem Weg zur "digitalen Verwaltung":

  • Es müssen verwaltungsübergreifend bundesweit einheitliche technische Standards und Strukturen entwickelt werden. Wir tun dies in der Metropolregion Hamburg.
  • Es müssen Gesetze – vielfach Bundesgesetze – angepasst werden. Wir ändern Geset-ze, wo Hamburg zuständig ist.
  • Datensicherheit und Datenschutz müssen gewährleistet und die Nutzerinnen und Nutzer davon überzeugt werden.
  • Eine einfache, kostengünstige und massentaugliche Identifizierung muss ermöglicht wer-den. Die digitale Signatur wird nicht angenommen, deshalb setzt Hamburg vorerst auf das HamburgGateway.
  • Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hamburger Verwaltung werden in den Prozess eingebunden und qualifiziert. Dafür haben wir Vereinbarungen mit den Spitzenverbänden der Gewerkschaften getroffen."

Kontaktmöglichkeit
Finanzbehörde Hamburg Burkhard Schlesies Pressestelle Gänsemarkt 36 20354 Hamburg
Tel.: Fax: E-Mail:
040 42823-1662 040 42823-2230 burkhard.schlesies@fb.hamburg.de