Behörde für Justiz und Gleichstellung

Diskriminierung an der Clubtür vorbeugen: Arbeitsstelle Vielfalt und DEHOGA Hamburg präsentieren Leitlinien

Die Arbeitsstelle Vielfalt der Justizbehörde und der DEHOGA Hamburg haben heute am Club „Frida B.“ in der Friedrichstraße 13-17 auf St. Pauli Leitlinien vorgestellt, um Diskriminierung beim Einlass in Clubs vorzubeugen. Justizsenator Dr. Till Steffen und Angela Bähr, Leiterin der Arbeitsstelle Vielfalt, übergaben Plakate mit den Leitlinien an Gregor Maihöfer, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Hamburg, und Herrn Frank Stricker, Fachabteilung Diskotheken im DEHOGA Hamburg.

Justizbehörde Hamburg – Diskriminierung – FHH

Dazu Justizsenator Dr. Till Steffen: „Ich begrüße die Vereinbarung zwischen Justizbehörde, Branchenverband und Clubbetreibern. Damit setzen wir ein starkes, gemeinsames Signal gegen Diskriminierung an den Türen Hamburger Clubs.“ Angela Bähr betont: „Ich freue mich, dass der DEHOGA und seine Mitglieder mit gutem Beispiel vorangehen und sich aktiv gegen Diskriminierung stellen.“

Frank Stricker betont: „Die Fachabteilung hat gerne die Aufgabe übernommen, zusammen mit der Justizbehörde die Leitlinien zu erarbeiten und so Türstehern und Besuchern gleichermaßen zu dokumentieren, dass Einlasskontrollen notwendig sind und das Wachpersonal das Hausrecht im Auftrag der Betriebsinhaber nach klaren Regeln ausübt.“

Die Leitlinien für Wachpersonal und Türsteher bekräftigen, dass Besucher und Besucherinnen nicht aufgrund ihrer Herkunft, Ethnie, Hautfarbe, Religion oder Weltanschauung, ihres Geschlechts, einer Behinderung oder aufgrund des Alters oder der sexuellen Identität am Zutritt gehindert werden dürfen. Ebenso sind die Bedingungen festgelegt, unter denen Türsteher den Zutritt verweigern dürfen, wie u.as. das Mitführen von Waffen und Drogen sowie Sicherheitsgründe.

Die Mitglieder der Unterhaltungsbetriebe und Diskotheken im DEHOGA Hamburg sind aufgerufen, die Plakate als Leitlinien für Türpersonal und Gäste ab sofort gut sichtbar aufzuhängen. Ebenso wird der DEHOGA Hamburg die Plakate auch an Betriebe weiterleiten, die nicht Mitglied der Berufsorganisation sind.

Der Branchenverband DEHOGA vertritt bundesweit 75.000 Mitglieder und allein in Hamburg die Interessen von mehr als 2.000 gastronomischen Betrieben. Die Arbeitsstelle Vielfalt berät unter anderem bei Diskriminierung und Fragen zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.

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