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Senatsfrühstück für verfolgte ehemalige Hamburger Bürgerinnen und Bürger

Senatorin Karin v. Welck begrüßt Gäste im Rathaus

19.08.2010, 17:08 Uhr

Insgesamt 21 verfolgte ehemalige Hamburger Bürgerinnen und Bürger aus den USA, Kanada, Großbritannien, den Niederlanden sowie Tschechien hat Senatorin Prof. Dr. Karin v. Welck heute im Rahmen eines Senatsfrühstücks in Hamburg begrüßt.

 

von Welck brgüßt ehemalige Verfolgte
Verfolgte des Naziregimes waren zu einem Senatsfrühstück zu Gast im Rathaus. Die früheren Hamburger Bürgerinnen und Bürger kamen unter anderem aus den USA, Kanada, Großbritannien, den Niederlanden und Tschechien. "Ich freue mich, dass Sie trotz dieser Erinnerungen nach Hamburg zurückgekommen sind“, sagte Senatorin von Welck (Dritte von rechts). Seit 1965 lädt der Senat Opfer des Naziregimes zu einem Besuchsprogramm in ihre alte Heimat ein. (Bild: Julian Boy / Pressestelle des Senats)

Sie sind Teilnehmer eines Besuchsprogramms für Verfolgte des nationalsozialistischen Regimes, das der Senat bereits seit vier Jahrzehnten durchführt.

 

Senatorin v. Welck sagte im Rahmen ihrer Begrüßung: „Ihr Besuch ist keine gewöhnliche Reise. Sie kommen zurück in die Stadt Ihrer Kindheit, die Sie mit schönen, glücklichen Erinnerungen verbinden – aber auch mit Erinnerungen, die fatal sind. Ich freue mich, dass Sie trotz dieser Erinnerungen nach Hamburg zurückgekommen sind.“

Ein Empfang im Rathaus und das Gespräch mit einem Mitglied des Senats gehören bei jedem Besuch dazu. Die Freie und Hansestadt lädt bewusst kleine Gruppen ein, um einen persönlichen Kontakt zu ermöglichen. Für die 21 ehemaligen Bürgerinnen und Bürger, die sich zur Zeit in Hamburg aufhalten, stehen außerdem Gespräche mit Vertretern der jüdischen Gemeinde vor Ort, Besuche auf den jüdischen Friedhöfen Hamburgs sowie der Besuch kultureller Veranstaltungen auf dem Programm.

Bereits seit 1965 lädt der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg regelmäßig ehemalige Bürgerinnen und Bürger zu einem Besuch nach Hamburg ein. Insgesamt haben so bisher etwa 2.600 ehemalige Bürgerinnen und Bürger über die Jahre ihre alte Heimat besucht. Hamburgs Geschichte war viele hundert Jahre von einer großen jüdischen Gemeinde geprägt, um 1850 lebte die größte jüdische Gemeinde Deutschlands in der Hansestadt.

 

Kontaktmöglichkeit
Kulturbehörde Enno Isermann Pressesprecher Hohe Bleichen 22 20354 Hamburg
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