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Senator Reinhard Stuth informiert sich über Sanierungsfortschritte in der Hauptkirche St. Katharinen

Noch bis 2012 läuft die umfangreiche Sanierung – aktuell Neugestaltung des Innenraums

10.11.2010, 14:37 Uhr

Der Senator für Kultur und Medien, Reinhard Stuth, hat sich heute in der Hauptkirche St. Katharinen über den aktuellen Stand der Sanierungsarbeiten informiert. Hauptpastorin Dr. Ulrike Murmann, Vertreter des Denkmalschutzamtes sowie die beteiligten Fachleute erläuterten den Fortgang der Arbeiten, die bereits 2007 begonnen haben.

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat hierfür finanzielle Zuschüsse in Höhe von drei Millionen Euro bereitgestellt, weitere sechs Millionen Euro stehen insgesamt aus Bundesmitteln zur Verfügung. 

Senator Reinhard Stuth: „Die Geschichte der Sanierung von St. Katharinen zeigt hervorragend, wie wichtig eine engagierte Zusammenarbeit für die Hamburger Baukultur ist. Denn die Arbeiten werden auf der einen Seite durch die hohe fachliche Kompetenz und Erfahrung der staatlichen Denkmalpflege getragen, auf der anderen Seite durch ein außerordentliches Engagement von bürgerlicher und kirchlicher Seite.“

Hauptpastorin Dr. Ulrike Murmann: „Den bisherigen Unterstützern sind wir sehr dankbar. Mit ihrer Hilfe haben wir schon viel geschafft. Für die noch fehlenden knapp vier Millionen Euro bitten wir dringend um weitere Spenden. Am 1. Advent 2012 wollen wir den neuen Kirchraum feierlich einweihen.“

Die Kirche saniert die Kirche unter fachlicher Betreuung des Denkmalschutzamtes zwischen 2007 und 2012 die historische Substanz grundlegend und passt den Innenraum aktuellen Nutzungsbedürfnissen an. Die Kosten dafür betragen insgesamt etwa 20 Millionen Euro. An ihnen haben sich neben der öffentlichen Hand auch Stiftungen, Unternehmen und private Spender beteiligt. Die Hauptkirche benötigt für die anstehenden Maßnahmen jetzt noch knapp vier Millionen Euro.

Bauhistoriker und Restauratoren haben die umfangreichen Arbeiten im Außenbereich und am Turm auch für intensive Forschungen zur Baugeschichte des Sakralbaus genutzt. Dieser war im 2. Weltkrieg schwer beschädigt worden. Zu Tage gekommen sind dabei spektakuläre neue Erkenntnisse zur Ursprungssubstanz aus dem 13. Jahrhundert: Einzigartige Befunde zeigen, wie die Fassaden und der Turm um 1250 gestaltet waren und wie der Turm im 14. Jahrhundert umgebaut wurde. Außerdem haben die Fachleute große Mengen originaler Mauerwerksoberflächen aus Backstein mit ihren Fugen aus dem 14. Jahrhundert entdeckt. Sie sind in dieser Größenordnung in Hamburg einmalig. 

Zurzeit wird das Konzept des Lübecker Architekten Hellmuth Riemann für die Sanierung und Neugestaltung des Innenraums umgesetzt. So wird zum Beispiel die alte Winterkirche aufgegeben, eine neue Orgelempore eingebaut, und das Gestühl soll für unterschiedliche Veranstaltungen flexibler eingerichtet werden.  

Kontaktmöglichkeit
Kulturbehörde Enno Isermann Pressesprecher Hohe Bleichen 22 20354 Hamburg
Tel.: Fax: Mobil: E-Mail:
040 42824-207 040 4273-10033 0151 61300649 enno.isermann@kb.hamburg.de