Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Arbeitsmarktprogramm für Hamburg

Sozial- und Arbeitssenator Detlef Scheele und Sönke Fock, Chef der Agentur für Arbeit Hamburg, stellen gemeinsames Arbeitsmarktprogramm vor

Arbeitsmarktprogramm für Hamburg

vergrößern Diagramm zur Entwicklung der Arbeitslosenquote (Bild: © Beate Klinger / pixelio) Erstmals haben die Freie und Hansestadt Hamburg und die Arbeitsagentur Hamburg zusammen mit dem Jobcenter team.arbeit.hamburg ein gemeinsames Arbeitsmarktprogramm entwickelt.

Das Programm beinhaltet die Schwerpunkte „Vermittlung“, „Qualifizierung“ und „Sozialer Arbeitsmarkt“.  Zuvor gab es Gespräche mit Vertretern der Bürgerschaftsfraktionen, den Gewerkschaften, den Bezirksamtsleitern, Vertretern der Freien Wohlfahrtspflege, den Bildungs- und Beschäftigungsträgern, sowie einen Workshop mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

„Schnelle Vermittlung in Arbeit und Qualifizierung von Arbeitslosen und Beschäftigten sind die Leitgedanken des neuen Programms“, so Sozialsenator Detlef Scheele. „Im Hinblick auf den demographischen Wandel und eintretenden Fachkräftemangel sowie veränderte finanzielle Rahmenbedingungen müssen wir unsere Anstrengungen bündeln, um optimale Bedingungen für Arbeitslose auf Integration in Arbeit zu schaffen. Deshalb war es mir wichtig ein gemeinsames Programm mit Arbeitsagentur und Jobcenter zu erarbeiten.“

„Mit lokalen und bundesweiten Arbeitsmarktinstrumenten gemeinsam auf die regionalen Besonderheiten eines großstadtgeprägten Arbeitsmarktes zu reagieren, ist sinnvoll“, sagt Sönke Fock, Chef der Agentur für Arbeit Hamburg. „Der Wirtschaftsstandort Hamburg mit seinen vielfältigen Beschäftigungsmöglichkei-ten soll und wird vom Hamburger Arbeitsmarktprogramm profitieren, denn insbesondere unsere Klein- und Mittelbetriebe benötigen einen beweglichen Bewerbermarkt. Arbeitsuchenden Hamburgerinnen und Hamburger mit Problemen müssen wir gemeinsam einen beruflichen Einstieg aufzeigen, damit sie langfristig ein selbstbestimmtes Leben führen können, ohne Transferleistungen der öffentlichen Hand.“ 

Im Schwerpunkt „Vermittlung“ liegt der Kerngedanke in der Zusammenführung der Arbeitgeber-Services der Arbeitsagentur und des Jobcenters nach dem Leitgedanken „Dienstleistung aus einer Hand für einen dynamischen Arbeitsmarkt.“

Sönke Fock: „Eine Mannschaft von 170 qualifizierten Arbeitsvermittlern, die gemeinsam Ansprechpartner für Hamburger Unternehmen sein werden, hat es so noch nicht gegeben. Ziel ist es freie Arbeits- und Ausbildungsplätze so schnell und passgenau wie möglich mit arbeitslosen Bewerberinnen und Bewerber bzw. jugendlichen Ausbildungsbewerbern zusammenzubringen. Unabhängig davon, ob sie bei der Agentur oder im Jobcenter gemeldet sind. Das Vermittlungsgeschäft für den Standort Hamburg wird damit noch professioneller.“

Senator Detlef Scheele: „Oberste Priorität ist, arbeitslose Hamburger in sozialversicherungspflichtige und tariflich entlohnte Beschäftigung zu vermitteln. Aber auch um Langzeitarbeitslose mit besonderem Betreuungsbedarf, die nicht in der Lage sind, eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aufzunehmen, müssen wir uns kümmern. Für sie soll ein Sozialer Arbeitsmarkt mit 3.900 Stellen in Arbeitsgelegenheiten entstehen. Diese Maßnahmen sollen jedoch nur den ersten Schritt auf dem Weg in Arbeit darstellen.“

Leitgedanke des sozialen Arbeitsmarktes sind längerfristige Maßnahmen und die Verknüpfung mit ergänzenden Hilfen. Im Mittelpunkt steht der Mensch, die Arbeitsgelegenheit wird zum Interventionsrahmen, in dem die gesundheitlichen Probleme, die mögliche Sucht, die Verschuldung oder vielleicht auch die unbefriedigende Wohnsituation oder persönliche schwierige Lebenslage mit Partnern und Kindern gelöst werden können.

Diese Themen stehen im ersten Schritt einer Eingliederung entgegen, deshalb sollen sie auch in einem ersten Schritt soweit als möglich behoben werden.

Das Arbeitsmarktprogramm ist online unter www.hamburg.de/basfi abrufbar. Es wird jährlich aktualisiert. 

Für Rückfragen der Medien:

Julia Seifert
Pressestelle der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
Tel: 428 63 - 2889
E-Mail: pressestelle@basfi.hamburg.de

Knut Böhrnsen
Presse und Marketing
Bundesagentur für Arbeit
Tel: 24 85 - 22 30
E-Mail: Hamburg.PresseMarketing@arbeitsagentur.de

 

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