Finanzbehörde

Matthias Kammer verlässt Dataport

Matthias Kammer verlässt Dataport

Matthias Kammer, Vorstandsvorsitzender von Dataport, wird zum 31.10.2011 das Unternehmen verlassen. Der Verwaltungsrat ist seiner Bitte um vorzeitige Auflösung seines Vertrages nachgekommen. Das teilte Jens Lattmann, Vorsitzender des Verwaltungsrates von Dataport und Staatsrat der Finanzbehörde, heute mit. Kammer wird ab November als Direktor in einer gemeinnützigen Gesellschaft der Deutschen Post tätig werden. 

Matthias Kammer (57) ist seit Gründung des Unternehmens zum 01.01.2004 Vorstandsvorsitzender von Dataport und verantwortlich für den Bereich Ressourcen. Er leitete ab Oktober 2002 das Projekt zur Gründung von Dataport. Zuvor hatte er in der Hamburger Verwaltung führende Positionen im Bereich Organisation, Informationstechnik und Verwaltungsmodernisierung inne.

 

Staatsrat Jens Lattmann: „Der Verwaltungsrat und Dataport bedauern sehr, dass Matthias Kammer aus dem Unternehmen ausscheidet. Herr Kammer hat Dataport in den letzten acht Jahren außerordentlich engagiert und erfolgreich geleitet. Das Unternehmen, mittlerweile in fünf Bundesländern tätig, ist gut aufgestellt. Wir danken ihm für seinen großen Einsatz und wünschen ihm alles Gute für seine neue Aufgabe.“

 

In Kammers Amtszeit als Vorstandsvorsitzender hat sich Dataport von einer von den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein getragenen Anstalt zu einem IT-Dienstleister entwickelt, der für Verwaltungen in den fünf norddeutschen Bundesländern und für die Kommunen in Schleswig-Holstein tätig ist. Die Phase des Wachstums war stets verbunden mit der Vorgabe der Wirtschaftlichkeit und der Konsolidierung. Diese Ziele wurden unter Kammers Führung erreicht. Der Umsatz stieg von 182 Millionen Euro im Jahr 2004 auf 295 Millionen Euro im Jahr 2010. 

Der Verwaltungsrat wird sich zeitnah mit der Frage einer Nachfolgeregelung befassen.

Zur Person

Matthias Kammer, Verwaltungsjurist, ist seit Januar 2004 Vorsitzender des Dataport-Vorstands. Er begann Anfang der achtziger Jahre seinen Dienst für die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) und hatte seitdem vielfältige Aufgaben im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) und der Verwaltungsmodernisierung inne. Ab 1996 leitete er das Amt für Organisation und zentrale Dienste in der Finanzbehörde.

Ab Oktober 2002 leitete er das Projekt zur Fusion der DZSH mit dem Hamburgischen Landesamt für Informationstechnik und der Abteilung Informations- und Kommunikationstechnik des Senatsamtes für Bezirksangelegenheiten der FHH zu Dataport.

Seit 01.01.2004 ist er Vorstandsvorsitzender von Dataport.

 

Weitere Tätigkeiten:

Kammer war zudem Mitte der neunziger Jahre Mitglied im Verwaltungsrat der Datenzentrale Schleswig-Holstein (DZSH) und Vorsitzender des Verwaltungsrates der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt).

Seit Dezember 2005 ist Kammer im Vorstand von Vitako, Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister (2005-2008 Vorsitzender des Vorstands), seit 2008 Vorsitzender des Forschungsverbundes ISPRAT(Interdisziplinäre Studien zu Politik, Recht, Administration und Technologie e.V.).