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Kapitalerhöhung bei der HSH Nordbank

Hauptversammlung folgt Auflage der EU-Kommission. Mit der Entscheidung der Hauptversammlung zur Kapitalerhöhung bei der HSH Nordbank AG haben die Anteilseigner heute eine wichtige Auflage der EU-Kommission umgesetzt.

Kapitalerhöhung bei der HSH Nordbank

Diese Entscheidung liegt auch im Interesse der Stadt Hamburg", sagte Finanzsenator Peter Tschentscher. Die EU-Kommission habe zu Recht festgestellt, dass die Minderheitsaktionäre bei der Rettung der Bank im Jahr 2009 bevorteilt wurden. Die garantiegebenden Länder Hamburg und Schleswig-Holstein haben von der HSH deshalb eine Einmalzahlung von 500 Millionen Euro erhalten, die sie mit den heutigen Beschlüssen entsprechend den Vorgaben der EU-Kommission wieder als Eigenkapital in die Bank einbringen.

Dem Kapitalerhöhungsbeschluss liegt eine aktuelle Bewertung der Bank zu Grunde, aus der sich ein Preis für die neuen Aktien von 13,05 Euro ergeben hat. „Der ursprüngliche Preis von 19,00 Euro, der 2009 in einer Verhandlungssituation mit den Minderheitsaktionären festgelegt wurde, war eindeutig zu hoch“, so Finanzsenator Tschentscher. Dadurch hätten die Länder für ihre drei Milliarden Euro Kapitalzufuhr zu wenig neue Aktien erhalten. Nunmehr erhielten sie nachträglich zusätzliche Aktien im Wert von 500 Millionen Euro, die diesen wirtschaftlichen Nachteil ausgleichen. Mit der Neubewertung der HSH verbleibe jedoch ein zusätzlicher Abschreibungsbedarf, der in den kommenden Monaten mit den Wirtschaftsprüfern und Gremien des Hamburgischen Versorgungsfonds und der HGV abgestimmt werden muss.