Bezirk Harburg

Osterfeuer im Bezirk Harburg

2. April 2012 13:25 Uhr

Die Zeit der Osterfeuer naht und mit ihr für manche, leider die nur zu willkommene Gelegenheit, Haus- und belastete Holzabfälle mit  der Verbrennung zu entsorgen. Dies ist verboten, wird als Ordnungswidrigkeit verfolgt und mit Bußgeldern belegt bzw. in schweren Fällen auch strafrechtlich verfolgt.

Bezirk Harburg - Osterfeuer im Bezirk Harburg

Das Bezirksamt Harburg informiert in Abstimmung mit der Feuerwehr Hamburg und der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt über die Rahmenbedingungen zur Veranstaltung von Osterfeuern im Bezirk Harburg:

  • Aus Sicherheitsgründen genehmigt das Bezirksamt Harburg grundsätzlich keine Osterfeuer auf öffentlichen Flächen. Osterfeuer sind daher lediglich auf privaten Flächen im Bezirk möglich.
  • Eine Anmelde- und  Genehmigungspflicht auf privaten Flächen beim Bezirksamt oder der Feuerwehr Hamburg besteht nicht. Allerdings ist die vorherige Genehmigung des Grundeigentümers erforderlich.
  • Zusätzlich wird empfohlen, sich über die Feuerwehr Hamburg über die erforderliche Einhaltung von Rettungswegen sowie Maßnahmen zum Brand- und Immissionsschutz zu informieren.

Um ein möglichst sicheres Osterfeuer zu gewährleisten, sind folgende Vorgaben unbedingt zu beachten:

  • Es ist nicht erlaubt behandeltes Holz, Kunststoffe, Farbreste, Altöl und Lösungsmittel, Gummireifen oder Dachpappe zu verbrennen.
  • Wer ein Osterfeuer entzündet, hat dafür Sorge zu tragen, dass Gefahren für die die Nachbarschaft nicht entstehen. Rauch, Ruß und Flugasche sind zu vermeiden, soweit möglich.
  • Als Brennmaterial dürfen nur unbehandeltes Holz, Reisig, Zweige und Äste verwendet werden. Hierbei darf es sich allerdings nicht um frisch geschnittenes Holz handeln, da nach dem Bundesnaturschutzgesetz im Zeitraum zwischen dem 1. März bis 30. Oktober eines Jahres Hecken, Knicks, Bäume, Büsche und Röhricht nicht beschnitten werden dürfen.
  • Aus Sicherheitsgründen sollte der Holzstapel erst am selben Tag vor dem Osterfeuer und am besten auf einem sandigen Platz oder auf versiegeltem Boden aufgeschichtet werden. Die Höhe des gestapelten Holzes sollte fünf Meter, und einen Durchmesser von acht Meter nicht überschreiten.
  • Der Osterfeuer-Holzstapel sollte vor dem Anzünden auf vorhandene Tiere wie zum Beispiel Igel, Kröten, Wiesel oder auch Singvögel und Insekten untersucht werden, um diese nicht zu gefährden.  
  • Damit das Feuer nicht auf benachbarte Objekte übergreifen kann, muss der Abstand zu Gebäuden mindestens 100 Meter  betragen, bei Stroh- und Reetdachhäusern mindestens 200 Meter.
  • Zu verkehrsreichen Straßen und Bahnlinien ist ebenfalls aus Sicherheitsgründen ein Abstand von mindestens 200 Metern einzuhalten. Zusätzlich müssen die Zufahrtswege für Feuerwehr- und  Rettungseinsatzwagen freigehalten werden.
  • Für die Sicherheit sind eigene Löschgeräte in ausreichender Anzahl bereitzuhalten.

Zu Fragen des Umwelt- und Immissionsschutzes sowie zur Verwendung von Brennmaterial gibt gern Auskunft:

Fachamt Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt
Technischer Umweltschutz
Knoopstraße 35, 21073 Hamburg
E-Mail: Technischer-Umweltschutz@harburg.hamburg.de

Weitere Informationen auch unter:

Osterfeuer in Hamburg sowie "Brandaktuell" Osterfeuer

Autor: 2. April 2012 13:25 Uhr