Senatskanzlei

Senatsfrühstück

Bürgermeister Scholz würdigt Ralph Giordano

Senatsfrühstück im Gästehaus zum 90. Geburtstag

20. März 2013 12:13Uhr

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat den Schriftsteller Ralph Giordano zu dessen 90. Geburtstag gewürdigt. Bei einem Senatsfrühstück im Gästehaus des Senats nannte Scholz den Jubilar einen „geschätzten Mitbürger und leidenschaftlichen Sich-Einmischer, eine Institution, der gern und oft Attribute wie streitbar zuweilen auch umstritten angeheftet werden, die wenig geistreich sind, aber irgendwie auch stimmen.“ An der Feier zum Geburtstag Giordanoas nahmen auch Kultursenatorin  Prof. Barbara Kisseler und die Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft, Carola Veit, teil.

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Giordano zeichneten „Unbeirrbarkeit, Verletztheit, ungeheure Widerstandskraft, Zorn und unbestechliche Intelligenz“ aus, so Scholz in seiner Tischrede. „Wie ein zorniger junger Mann, wie eine neunzigjährige junge Seele, empören Sie Sie sich, gehen in Aktion, sprechen und schreiben gegen all das an, was Sie als Gefahr für unsere humanistischen Werte, als Gefahr für die Freiheit und als Gefahr für Ihr schwieriges und widerspenstiges Geburtsland, für Deutschland, sehen“, sagte Scholz. Giordano habe sich in seinen neunzig Jahren an kein Unrecht gewöhnt. „Sie sind unverbesserlich uncool, wenn es um das geht, was Ihnen am Herzen liegt“, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister.

Der Jubilar sei immer zur Stelle, „wenn Hamburg oder ihre Freunde in Hamburg sie gebraucht haben, sagte Scholz und verwies etwa auf das Engagement Giordanos gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. „Es ist, als ob diese unglaubliche Energie, mit der Sie die Welt verstehen wollen – und erklären wollen – auch eine Quelle in Ihren Verwundungen hat, vielleicht sogar die wichtigste Quelle“, sagte Scholz in seiner Rede. 

20. März 2013 12:13Uhr

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