Senatskanzlei

Eröffnung IBA

Eröffnung der Internationalen Bauausstellung: Chance für lang anhaltende positive Impulse

Scholz: „Die IBA Hamburg 2013 wird das Gesicht unserer Stadt verändern - weit über die Dauer der Bauausstellung hinaus.“

23. März 2013 17:00Uhr

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz erwartet von der Internationalen Bauausstellung (IBA) lang anhaltende, positive Impulse für den Süderelberaum, die gesamte Stadt und möglicherweise auch die internationale Stadtentwicklung. „Die IBA Hamburg 2013 wird das Gesicht unserer Stadt verändern - weit über die Dauer der Bauausstellung hinaus“, sagte Scholz bei der Eröffnung der IBA am Sonnabend. Die IBA und ihre Projekte hätten aber auch bereits international großes Interesse geweckt. „Ich verspreche mir davon auch ein neues, optimistisches Selbstbewusstsein aller, die im IBA-Bereich leben – und ein neugieriges Staunen im übrigen Stadtgebiet darüber, was sich auf der anderen Seite der Elbe so tut.“

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Scholz räumte ein, die Vergangenheit – mit Kriegszerstörung und Sturmflutkatastrophe - habe Hamburgs Süden viel abverlangt. Jetzt eröffne sich für Wilhelmsburg eine Perspektive „weg vom lange vergessenen Stadtteil und hin zu einem Raum, in dem man gern lebt, arbeitet und wohnt. In dem man einkauft, seine Freizeit verbringt, Sport treibt, Freundschaften und Hobbys pflegt“.

Scholz betonte, das übergeordnete Ziel für Wilhelmsburg sei eine Aufwertung ohne Verdrängung der alteingesessenen Bevölkerung. Der nach dem Regierungswechsel 2011 erfolgreich belebte Wohnungsbau, angeschobene Verkehrsprojekte, die Bildungsoffensive Elbinsel und die bereits zunehmende Nachfrage durch Immobilieninvestoren zeige, „dass Hamburg mit der der IBA schon jetzt eine dauerhafte Entwicklung angestoßen hat, von der wir alle profitieren“.

Mit der Eröffnung der IBA erlebe ein Prozess seinen vorläufigen Höhepunkt, „der weit über die Elbinsel und die Grenzen Hamburgs hinaus von Bedeutung“ sei. Stadtentwickler und Stadtentwicklungspolitik müssten heute Ansprüche an Mobilität ebenso im Blick behalten wie den demografischen Wandel und den Klimawandel. „Die Internationale Bauausstellung hier in Hamburg hat all das zum Thema - mit dem Ziel, Lebensqualität und Wachstum zu vereinen. Wie die Bedürfnisse einer großen Stadt im 21. Jahrhundert in ökonomischer, ökologischer und sozialer Balance erfüllt werden können, dafür liefert die IBA Anregungen und Anstöße mit mehr als 60 bautechnischen, sozialen und kulturellen Projekten und Programmen“, sagte der Erste Bürgermeister.

Scholz betonte in diesem Zusammenhang die Vorreiterrolle der großen Städte: Für Hamburg etwa erwarteten Soziologen und Stadtplaner erwarteten einen Bevölkerungszuwachs von derzeit 1,8 Millionen auf 1,9 Millionen innerhalb des nächsten Jahrzehnts. Da Hamburg sich aber – anders als andere Städten –nicht räumlich ausdehnen könne, kämen anspruchsvolle Aufgaben auf die Stadtentwickler zu. „So unterschiedlich die Viertel auch sind – die grundlegende Herausforderung an Politik und Stadtentwicklung ist überall die gleiche: nämlich die Balance zu wahren zwischen den unterschiedlichen Bedürfnissen und Interessen. Platz für Arbeit zu schaffen, für Industrie, Handel und Dienstleistung und gleichzeitig den Wohnraum lebenswert zu erhalten.“

23. März 2013 17:00Uhr