Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

Radverkehrsstrategie Rückenwind für den Radverkehr

Fortschrittsbericht 2013 zur Radverkehrsstrategie vorgestellt

23. April 2013

Senator Frank Horch hat am 23.04.2013 eine Bilanz der Radverkehrsförderung in Hamburg in den Jahren 2010 – 2012 gezogen. Der Fortschrittsbericht 2013 zur Radverkehrsstrategie enthält auch einen Ausblick auf die geplanten Maßnahmen in 2013 und den Folgejahren.

Rückenwind für den Radverkehr

Senator der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Frank Horch: „Das Tempo bei der Radverkehrsförderung konnten wir spürbar steigern. Im vergangenen Jahr wurde mehr als die doppelte Strecke für den Radverkehr ausgebaut oder saniert wie noch im Jahr 2008. Auch der Erfolg des Fahrradleihsystems StadtRad mit inzwischen 123 Stationen bestätigt die positive Entwicklung und den steigenden Stellenwert des Radverkehrs. Die Ziele der Radverkehrsstrategie werden wir kontinuierlich Schritt für Schritt umsetzen und so das Radfahren in Hamburg zu einer echten Alternative zum Gebrauch des Autos werden lassen.“

Zu den wichtigsten Zielen der Radverkehrsstrategie gehört die Verdoppelung des Radverkehrsanteils am gesamten Verkehrsaufkommen auf 18% gegenüber 2002 mit lediglich 9%. Die letzte Erhebung von 2008 ermittelte einen Anteil von 12,2%. Das Radverkehrsaufkommen ist seitdem weiter gewachsen.

Die wichtigsten Fortschritte der letzten Jahre:

Die Streckenlänge der Radwege oder anderer Strecken, die für den Radverkehr ausgebaut oder instandgesetzt wurden, konnte von 8,7 km in 2008 auf 22,2 km in 2012 deutlich gesteigert werden. Für die kommenden vier Jahre sind Maßnahmen mit einer Gesamtlänge von über 100 km in Vorbereitung.

Die Herrichtung der 14 Velorouten erfolgt über mehrere Jahre in Paketen von jeweils zwei bis drei Routen. Komplette Routen sind aktuell beauftragt von der City nach Eidelstedt (Veloroute 2), City bis Bergedorf (Veloroute 8), City zur TU Harburg (Veloroute 11), City – Jenfeld (Veloroute 7), Altona –Eimsbüttel –Eppendorf – Winterhude – Barmbek-Süd – Eilbek (innerer Veloroutenring).

Daneben wurden und werden auch Teilabschnitte weiterer Routen  realisiert. Hervorzuheben ist ein 2012 eröffneter Abschnitt der Veloroute 6 (City – Volksdorf) entlang des Eilbekkanals. Hier wurde eine bevorrechtigte Fahrradstraße eingerichtet; der Radverkehr hat hier seitdem um mehr als 50% zugenommen. Auch in Wilhelmsburg wurden mit der Klütjenfelder Radwegbrücke und dem Freizeitrundkurs LOOP im Verlauf der Veloroute 11 bedeutende Verbesserungen erzielt.

In Hamburg kann der Radverkehr inzwischen 700 von insgesamt 900 Einbahnstraßen in Gegenrichtung befahren, das sind drei Viertel aller Einbahnstraßen in Tempo-30-Zonen.

In den vergangenen Jahren haben sich die Bedingungen zum Fahrradparken an stark nachgefragten Orten verbessert. Allein in 2011 und 2012 wurden 784 neue Abstellplätze in den Bezirken geschaffen. Für 2013 sind Abstellplätze in ähnlicher Größenordnung geplant. Das Fahrradparken in Bike+Ride-Anlagen wurde ebenfalls um rund 460 neue Plätze erweitert.

Den gesamten Fortschrittsbericht mit umfangreichem Bild- und Tabellenteil sowie die Radverkehrsstrategie finden Sie hier: http://www.hamburg.de/radverkehr/2995602/radverkehrsstrategie-ziele.html

23. April 2013