Zwei Jahre Bildungspaket
Ländervergleich des Bildungs- und Teilhabepakets: Hamburg liegt vorn
Senator Scheele: „Wir sehen uns bestätigt“
26. April 2013Seit zwei Jahren ist das Bildungs- und Teilhabepaket in Kraft. Heute hat Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen einen Ländervergleich für 2012 vorgelegt.
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(Bild: Meyborg)
Demnach liegen Hamburg und Bremen mit großem Abstand an der Spitze: Die beiden Stadtstaaten haben für die Leistungen – beispielsweise schulische Nachhilfe, Sport- und Musikkurse – sogar mehr Geld ausgegeben als sie von der Bundesregierung erhalten haben.
Sozialsenator Detlef Scheele sieht den Grund dafür hauptsächlich in dem für Eltern und Kinder sehr einfachen Hamburger Verfahren: „In Hamburg ist das Prozedere äußerst unbürokratisch – Kinder und Eltern müssen beispielsweise beim Sportverein nur nachweisen, dass sie Transferleistungen beziehen. Und schon können sie am Sportkurs teilnehmen. Ein Gutscheinsystem oder komplizierte Anträge sind bei uns dadurch nicht nötig.“
Immer mehr Kinder und Jugendliche nutzen in Hamburg die Leistungen: In allen bislang erhobenen Bereichen gibt es im Vergleich zu 2011 Steigerungen, zum Teil sehr deutliche. Beispielsweise stieg die Teilnehmerzahl im Bereich Soziokulturelle Teilhabe um 40 Prozent. „Dieser Bereich umfasst Sport, Kultur und Freizeit und ist erfahrungsgemäß am schwersten zu vermitteln“, so Senator Scheele. „Außerdem hat sich die Einrichtung einer Telefon-Hotline im Juni 2012 bewährt. Bislang riefen über 3000 Bürger an.“
Hamburg investiert mehr als eine halbe Milliarde Euro in die Betreuung und Bildung der Kinder in Krippen, Kitas und Schulen. „Da die Ganztagsbetreuung massiv ausgebaut wird, haben wir einen intensiven Kontakt zu den Kindern und Eltern und können so für die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaketes werben“, so Scheele weiter.
Hintergrund Für das vergangene Jahr hatte die Sozialbehörde 39 Millionen Euro für das Bildungs- und Teilhabepaket veranschlagt. Ausgegeben wurden rund 30,9 Millionen Euro. Dies entspricht einer Ausnutzung in Höhe von knapp 80 Prozent. Für die Ausgaben erhalten die Bundesländer von der Bundesregierung einen Ausgleich, der sich an der Höhe der Kosten der Unterkunft (KdU) orientiert. Für 2012 ergibt sich dadurch: Die Stadt Hamburg hat sogar etwas mehr Geld für das Bildungs- und Teilhabepaket ausgegeben als sie über den KdU-Ausgleich erhalten hat, nämlich 101,5 Prozent. |
26. April 2013










