Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Auszeichnung

ArbeitsschutzPartnerschaft Hamburg erhält europäische Auszeichnung für innovative Beiträge zur Risikoprävention am Arbeitsplatz

29. April 2013

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) hat heute in Dublin die ArbeitsschutzPartnerschaft Hamburg als bestes Beispiel der Zusammenarbeit von Führungskräften und Beschäftigten bei der Risikoprävention ausgezeichnet. An dem elften Europäischen Wettbewerb für gute praktische Lösungen haben mehrere hundert Unternehmen und Organisationen aus 29 Ländern der EU und darüber hinaus teilgenommen.

Hamburgs Senatorin für Arbeitsschutz Cornelia Prüfer-Storcks: „Ich freue mich, dass unser Hamburger Bündnis für eine gesunde und sichere Arbeitswelt europaweite Anerkennung findet. Das zeigt, dass Erfolge im Arbeits- und Gesundheitsschutz in Kooperation aller Akteure und im Austausch mit der betrieblichen Praxis vorbildlich gelingen können.“

Am 29. April - ein Tag nach dem Welttag für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz - gibt die EU-OSHA die Preisträger in Dublin bekannt. Zum ersten Mal verleiht die EU-OSHA die Preise sowohl an Führungskräfte als auch an Beschäftigte, was im Einklang mit dem Thema „Partnerschaft für Prävention“ der laufenden Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ steht. Für die ArbeitsschutzPartnerschaft Hamburg nehmen Petra Heese (DGB Hamburg), Rolf de Vries (Handwerkskammer Hamburg), Dr. Armin Bossemeyer (UVNord/IVH) und Angelika Braun (Amt für Arbeitsschutz Hamburg) die Auszeichnung auf der Preisverleihung in Dublin entgegen.

Zur ArbeitsschutzPartnerschaft gehören die für den Arbeitsschutz in Hamburg verantwortliche Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, die Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein, der Industrieverband Hamburg, die Handwerkskammer Hamburg, die Handelskammer Hamburg, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung Landesverband Nordwest und der Deutsche Gewerk­schaftsbund Hamburg. Arbeitsschutzlösungen wie z.B. zu „Lärm in Kindertagesstätten“ oder zu „Umgang mit Gefahrstoffen im Kfz-Gewerbe“ werden gemeinsam von den Partnern der Arbeitsschutz­Partnerschaft beraten, geplant und unter Einbeziehung weiterer Experten und Expertinnen u.a. in Pilotbetrieben mit Beteiligung von Unternehmens­leitungen und Beschäftigten durchgeführt. Die rege Beteiligung von Firmen an den Projekten und Veranstaltungen zeigt, dass viele Betriebe die ArbeitsschutzPartnerschaft nutzen, um ihren Arbeits- und Gesundheitsschutz zu verbessern.

Seit 2005 wird in Hamburg mit der Unterzeichnung der Vereinbarung der Arbeitsschutz­Partnerschaft ein erfolgreicher Weg der Zusammenarbeit beschritten, um die Gesundheit und die Sicherheit von Beschäftigten und so auch die Wettbewerbsfähigkeit der Unter­nehmen in Hamburg zu fördern - davon sind alle Partner überzeugt.

Josef Katzer, Präsident der Handwerkskammer Hamburg: "Arbeits- und Gesundheits­schutz gehören zum Selbstverständnis der Handwerksbetriebe in Hamburg und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Betriebserfolg. Gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine wesentliche Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit und damit für den wirtschaftlichen Erfolg unserer Betriebe und die Sicherung der Arbeitsplätze. Durch Information, Beratung, Schulung und Organisation von überbetrieblichem Erfahrungsaustausch wird dieser Ansatz durch die Handwerkskammer aktiv gefördert."

Uwe Grund, DGB-Hamburg-Vorsitzender: „Der DGB als ein Partner setzt sich dafür ein, dass Menschen sich bei der Arbeit gesund und wohl fühlen und das geht nur mit guten Arbeitsbedingungen. Gute Arbeit ist unser zentrales Thema und die Umsetzung kann nur zusammen mit den Arbeitgebern funktionieren. Für uns als Gewerkschaften ist genau das die gute Nachricht: Dass die ArbeitsschutzPartnerschaft in Hamburg nicht nur so heißt, sondern seit ihrem Bestehen auch bewiesen hat, dass sie Partnerschaft kann.“

Senatorin Prüfer-Storcks: „Das im Rahmen der ArbeitsschutzPartnerschaft Hamburg weiterentwickelte gemeinsame Verständnis und die durch die Kooperation geförderte Transparenz haben zu stärkerem Vertrauen der im Arbeitsschutz Beteiligten in Hamburg geführt. Mit dem Gewinn des elften Europäischen Wettbewerbs für gute praktische Lösungen der EU-OSHA findet diese Kooperation nun auch in Europa die verdiente Anerkennung.“

29. April 2013