Stadtteil Sternschanze
Maßnahmen im Stadtteil Sternschanze
30. April 2013 14:00UhrSeit 2008 gehört der Stadtteil Sternschanze zum Bezirk Altona. Die hohe bauliche Dichte und die Nutzungsvielfalt des Stadtteils führen häufig zu Interessenkollisionen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Das Bezirksamt sorgt mit unterschiedlichen Maßnahmen für eine gute Entwicklung des Stadtteils.
Außengastronomie
Durch das große Angebot von Gastronomie und das große Interesse von Freizeitsuchenden bedarf es unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmenbestimmungen gezielter Lösungen.
Hierzu zählen:
- Erweiterung der Gehwegbreite in den Bereichen der Wertstufe I sowie in der Schanzenstraße ab 2014 von 1,50m auf 2,00m. Im Zuge der Aufpflasterung wurde der Straßenraum der Susannenstraße seitens der Stadt z.B. durch Müllsammelboxen, weiterer Fahrradbügel und zusätzlichem Grün aufgewertet und der Gehweg wieder für die Fußgänger begehbar gemacht.
- Rücknahme der Außengastronomiezeiten im Bereich der Susannenstraße von 23/24 Uhr auf 22/23 Uhr.
- Geräuschminderung durch die Verwendung von Schallschutzschirmen und plastikummantelten Ketten zur Befestigung des Außenmobiliars bei den Gaststätten.
- Erstellung eines mehrsprachigen Flyers, der Besucher auf die Interessenlagen der Wohnbevölkerung aufmerksam machen soll.
Bebauungsplanverfahren
Durchführung eines Bebauungsplanverfahrens Sternschanze 6 (Schanzenviertel)
Der bereits bestehende rechtskräftige Bebauungsplan Sternschanze 06 soll durch eine Änderung des Verordnungstextes und der Begründung aktualisiert werden. Die Wohngebietsnutzung soll geschützt werden, indem u.a. Schank- und Speisewirtschaften nur noch ausnahmsweise zugelassen werden. Zur Vermeidung von städtebaulichen Spannungen sollen auch Vergnügungsstätten ausgeschlossen werden. Die Feststellung des Bebauungsplans wird im Juni 2013 erwartet.
Durchführung eines Bebauungsplanverfahrens Sternschanze 7 (Florapark)
Das Bebauungsplanverfahren Sternschanze 7 wurde eingeleitet, um den städtebaulichen Charakter des Quartiers zu erhalten. Die vorhandenen stadtteilprägenden Nutzungen, wie Wohnen, Gewerbe und Grünflächen sollen im Plangebiet langfristig gesichert werden. Ebenfalls sollen alteingesessene Läden und Einrichtungen vor der Verdrängung durch andere Nutzungen bewahrt werden. Für den Bereich der „Roten Flora“ ist im Bebauungsplanentwurf eine Ausweisung als Fläche für Gemeinbedarf vorgesehen, da eine Nutzung als Kulturzentrum auch zukünftig gesichert werden soll. Weiterhin ist geplant, die Anzahl der Kneipen, Cafés und Bars im Plangebiet zu steuern. Statt allgemein zulässig sollen Gastronomiebetriebe nur noch ausnahmsweise zulässig sein. Hotels und Vergnügungsstätten, wie z.B. Spielcasinos und Wettbüros sollen größtenteils ausgeschlossen werden. Der Bebauungsplanentwurf sieht außerdem vor, stadtbildprägende Gebäude zu erhalten und vor untypischen gestalterischen Veränderungen zu bewahren.
Mit der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanentwurfs wird im 3./4. Quartal 2013 gerechnet.
Mehr zu den genannten Bebauungsplanverfahren finden Sie im Internet unter http://www.hamburg.de/altona/bebauungsplaene/
Soziale Erhaltensverordnung Sternschanze
Die Soziale Erhaltungsverordnung Sternschanze ist mit ihrer Veröffentlichung im Hamburgischen Gesetz- und Verordnungsblatt am 22. März 2013 rechtswirksam in Kraft getreten. Anliegen der Verordnung ist es, die Struktur der Wohnbevölkerung im Stadtteil Sternschanze aus städtebaulichen Gründen zu erhalten. Bewohner sollen somit nicht durch bauliche Maßnahmen, wie zum Beispiel Luxusmodernisierungen und die in der Regel damit einhergehenden Mieterhöhungen oder durch Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen aus dem Wohngebiet verdrängt werden können.
Mehr dazu finden Sie im Internet unter http://www.hamburg.de/altona/pressemitteilung/
Florapark
Im Stadtteil Sternschanze, insbesondere im und am Flora-Park, hat der Handel mit sogenannten weichen Drogen in den letzten Monaten wieder massiv zugenommen.
Trotz eines massiven Einsatzes durch regelmäßige Kontrollen und Razzien gelingt allein auf diesem Wege nicht, des Problems Herr zu werden. Die Aktivierung der Anlieger, der Bürger der Sternschanze und der dortigen Institutionen soll flankierend helfen, den Park und das Umfeld wieder für diejenigen zugänglich zu machen, für die er eingerichtet worden ist.
Das Bezirksamt hat daher einen Runden Tisch mit Bürgern, Anliegern und Institutionen aus dem Stadtteil Sternschanze eingerichtet, um gemeinsam Ideen zu entwickeln und Aktionen zu planen, die begleitend helfen sollen, den Park und das Umfeld weitgehend frei von Dealern zu bekommen. Die Protokolle zu den Treffen des Runden Tisches finden Sie unter http://www.hamburg.de/altona/3697706/drogenhandel-florapark.html
Darüber hinaus versucht das Bezirksamt, unterstützt durch die STEG, mit öffentlichen und privaten Aktionen im und um den Park den Nutzungsanspruch der nachbarschaftlichen Öffentlichkeit zu unterstreichen.
30. April 2013 14:00Uhr










