Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

Wirtschaft am Strom

Erfolgreicher Umstieg auf Elektroautos in Hamburg

„Hamburg - Wirtschaft am Strom“: bundesweit größtes Flottenprojekt

2. Mai 2013 13:43Uhr

Was sich andernorts noch in der Planung befindet, ist in Hamburg bereits Realität: Lokal emissionsfreies Autofahren mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen bleibt nicht nur einigen wenigen vorbehalten, sondern gehört künftig für Hamburgs Wirtschaft und Verwaltung zum Alltag.

Hamburger Unternehmen und kommunale Institutionen machen vor, wie unkompliziert, effizient und gewinnbringend für Wirtschaft und Umwelt - und damit für den Standort Hamburg - der Umstieg auf Elektroautos sein kann.

Im derzeit bundesweit größten Flottenprojekt „Hamburg - Wirtschaft am Strom“ werden bis zu 740 Elektrofahrzeuge in Unternehmen aller Branchen und Größen sowie bei Behörden, Landesbetrieben und städtischen Gesellschaften eingesetzt. Hamburg ist damit Vorreiter für Elektromobilität im städtischen Wirtschaftsverkehr. Auch bei der Weiterentwicklung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, etwa im Bereich der Schnellladung, setzt das Projekt neue Impulse.

Vertreter der Bundesregierung und des Hamburger Senats sowie die beteiligten Projektpartner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung haben anlässlich der heutigen offiziellen Auftaktveranstaltung von „Hamburg – Wirtschaft am Strom“ im Automuseum Prototyp in der HafenCity das Projekt vorgestellt und Perspektiven diskutiert.

Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation: „Die Wirtschaftsmetropole Hamburg bringt alle Voraussetzungen mit, um saubere und innovative elektrische Antriebe in ihrer ganzen Bandbreite zum Einsatz zu bringen. Und dies lohnt sich in jeder Hinsicht, denn als Dienstleistungs- und Logistikzentrum, als starker Industriestandort mit Luftfahrt, Hafenwirtschaft oder der Erneuerbare-Energien-Branche können wir diese neue Technologie besonders konsequent, glaubwürdig und gewinnbringend einsetzen. Das heute vorgestellte Projekt zeigt sehr eindrucksvoll, wie Politik und Wirtschaft hier vor Ort Hand in Hand gehen. “

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS): „Die Modellregion Hamburg ist auch weiterhin eine feste Größe für den Ausbau der Elektromobilität in Deutschland. Starke Konzepte, verlässliche Partner und ein wirklich beeindruckendes Nachfragepotenzial in der lokalen Wirtschaft führen dazu, dass die Aktivitäten Hamburgs auch im überregionalen Vergleich eine besonders hohe Dynamik haben. Mein Dank gilt den vielen Akteuren vor Ort für ihr konsequentes und engagiertes Vorgehen.“

Hintergrund:

Nachdem Hamburg als eine der bundesdeutschen Modellregionen bereits in den vergangenen zweieinhalb Jahren eine erste Ausbaustufe der Elektromobilität vor Ort realisiert hat, werden die Aktivitäten nun mit einem wachsenden Netzwerk kompetenter Industrie- und Mobilitätspartner weiter ausgeweitet.

Das vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung mit 10 Mio. Euro geförderte Verbund-vorhaben „Hamburg - Wirtschaft am Strom“ umfasst insgesamt elf Projektpartner. Neben Unternehmen aus dem Automobilsektor wie der Daimler AG, der Mercedes-Benz Leasing GmbH und der Renault Credit International Banque S.A. Niederlassung Deutschland (für die Allianzpartner Renault und Nissan), sind Mobilitätsdienstleister wie die DB Fuhrpark-Service GmbH oder GE Auto Service Leasing GmbH ebenso beteiligt wie die Freie und Hansestadt Hamburg selbst, mit ihrem in der Finanzbehörde angesiedelten zentralen Fuhrpark- und Beschaffungsreferat. Für die Nutzer in den Hamburger Wirtschaftsunternehmen hat die Handelskammer Hamburg als Projektpartner eine flächendeckende Potenzialanalyse initiiert, auf deren Grundlage systematisch ermittelt wird, welche Unternehmen auf der Anwenderseite in das Projekt einbezogen werden. Als Infrastrukturpartner ist die Vattenfall Europe Innovation GmbH am Projekt beteiligt, die gemeinsam mit der HSBA Hamburg School of Business Administration GmbH innovative Nutzer-modelle im Bereich der Ladeinfrastruktur entwickeln wird.

Die wissenschaftliche Leitung liegt beim Institut für Verkehrsplanung und Logistik der Technischen Universität Hamburg-Harburg, die Gesamtprojektleitung bei der Hamburger Projektleitstelle hySOLUTIONS GmbH.

2. Mai 2013 13:43Uhr