Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

Gewerbeflächen Zukunftsfähiges Gewerbeflächenmanagement

Analyse der Anforderungen an den Standort Hamburg

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation  hat die Aufgabe, sich um die Bereitstellung geeigneter Gewerbeflächen zu kümmern. Das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Hamburg. Dass einem Stadtstaat wie Hamburg bei der Flächenverfügbarkeit Grenzen gesetzt sind, versteht sich von selbst. Die Kooperation mit der Metropolregion wird in Zukunft darum noch an Bedeutung gewinnen. Ein zukunftsfähiges Gewerbeflächenmanagement ist daher Grundvoraussetzung, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.

Zukunftsfähiges Gewerbeflächenmanagement

Basis ist eine von der BWVI in Auftrag gegebene Studie, die nun vorliegt. Sie  wurde mit dem Ziel erstellt, eine differenzierte Darstellung über die aktuelle und künftige Gewerbeflächennachfrage für das Stadtgebiet Hamburg zu bekommen, die einen gemeinsame Ausgangspunkt für die strategischen Überlegungen im Rahmen der Flächenpolitik bildet. Diese Ergebnisse sollen zudem den Basisinput sowie methodischen Voraussetzungen für die Einführung eines IT- unterstützten, operativen Gewerbeflächenmanagements liefern.

Die Entwicklung Hamburgs und seiner Wirtschaft war und ist in starkem Maße durch den Hafen geprägt. Im Vergleich mit den strukturellen Entwicklungstendenzen anderer Metropolen sind in Hamburg überdurchschnittlich stark die Bereiche Logistik und Industrie vertreten. Für die Industrie ist die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen deshalb weiterhin ein zentraler Standortfaktor. Dies gilt, auch wenn im Zuge des wissensbasierten Strukturwandels andere Faktoren, wie die Verfügbarkeit von Fachkräften und die technologische Leistungsfähigkeit, stärkeren Einfluss auf die Standortentscheidungen gewinnen. Mit rund 109.000 Arbeitsplätzen im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ist Hamburg der dominierende Industriestandort in Norddeutschland. Gleichzeitig entwickelt sich der wissensbasierte Industriesektor und die Dienstleistungen. Das bildet sich insbesondere in den unterschiedlichen Clustern deutlich ab. Daraus ergibt sich zukünftig auch ein anderes Anforderungsprofil an Gewerbeflächen. Insbesondere diese Aspekte sind in der heute vorgelegten Studie genau analysiert und in einer praktisch anwendbaren Typologie zusammengefasst worden.

Senator Frank Horch sagt in diesem Zusammenhang: „Wir werden in der Zukunft ein zukunftsfähiges, steuerbares und praxisorientiertes Gewerbeflächenmanagement etablieren, das Hamburg ermöglicht, sich im Wettbewerb weiter zu behaupten.  Wir wollen nicht mehr bloß nur reagieren, sondern strategisch und zielgerichtet Gewerbeflächen in der benötigten Quantität  und Qualität entwickeln und zur Verfügung stellen. Das ist ein wichtiger Teil der Innovations- und Clusterstrategie des Senats.

In Zukunft  können sowohl die quantitativen, als auch die qualitativen Aspekte des Gewerbeflächenbedarfs im Zeitverlauf bis 2025 eingeschätzt werden. Mit Hilfe der in der Studie identifizierten Standorttypen kann das Flächenangebot systematisch aufgenommen und bewertet werden. Der kontinuierliche Abgleich der Nachfrage mit dem Flächenangebot wird im Idealfall zu einer größtmöglichen quantitativen und qualitativen Übereinstimmung führen. Standorte und Flächen können so zielgruppen- und nachfrageorientiert entwickelt, profiliert und vermarktet werden.

In der Summe der genannten Aspekte liefert die vorgelegte Studie die notwendige Grundlage zum Aufbau eines strategischen Flächenmanagements und trägt zu einer verträglichen Stadtentwicklung aus der Kombination von Wohnen, Freizeit, Erholung, Arbeit und Gewerbe bei.

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