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Landessozialgericht Verabschiedung der Vizepräsidentin des Landessozialgerichts Hamburg

Senatorin Jana Schiedek verabschiedet Lea Hämäläinen als Vizepräsidentin des Landessozialgerichts Hamburg

Verabschiedung der Vizepräsidentin des Landessozialgerichts Hamburg - FHH

Im Rahmen einer Feierstunde hat Justizsenatorin Jana Schiedek heute die Vizepräsidentin des Landessozialgerichts Hamburg Lea Hämäläinen (65) in Anwesenheit des Präsidenten des Bundessozialgerichts Peter Masuch in den Ruhestand verabschiedet. Damit würdigt Justizsenatorin Jana Schiedek nicht zuletzt die jahrelange Führung des Gerichts durch die Vizepräsidentin. Neue Vizepräsidentin des Landessozialgerichts wird die 53-jährige Richterin am Landessozialgericht Ariane Abayan.

Lea Hämäläinen trat im Jahr 1977 in den höheren Verwaltungsdienst der Freien und Hansestadt Hamburg ein. 1983 wurde sie in das Richterverhältnis kraft Auftrags berufen und 1984 zur Richterin am Verwaltungsgericht ernannt. 1988 wechselte sie an das Hamburgische Oberverwaltungsgericht. Im Jahr 2000 kehrte sie als Vorsitzende Richterin an das Verwaltungsgericht Hamburg zurück. Nach Abordnungen an die damalige Justizbehörde und das Hanseatische Oberlandesgericht wurde sie im Jahr 2005 zur Vorsitzenden Richterin am Landessozialgericht ernannt. Im März 2009 erfolgte schließlich ihre Ernennung zur Vizepräsidentin des Landessozialgerichts. In dieser Funktion nahm Lea Hämäläinen seitdem auch die Aufgaben des suspendierten Präsidenten des Landessozialgerichts Hamburg mit wahr.

Justizsenatorin Jana Schiedek: „Als herzliche und den Mitmenschen zugewandte, fachlich äußerst kompetente Richterin hat Vizepräsidentin Lea Hämäläinen die Hamburger Justiz jahrzehntelang bereichert. Mit großem Engagement und ebenso großem Erfolg hat sie in den letzten Jahren zusätzlich die Aufgaben des Gerichtspräsidenten wahrgenommen. Für ihren Einsatz und ihre hervorragende Arbeit bin ich ihr äußerst dankbar.“

Die Sozialgerichte entscheiden über öffentlich-rechtliche Streitigkeiten auf dem Gebiet des Sozialversicherungsrechts, der Grundsicherungsleistungen, des Schwerbehinderten- und Versorgungsrechts sowie des Vertragsarztrechts. Das Landessozialgericht entscheidet im zweiten Rechtszug über Berufungen gegen Urteile und über Beschwerden gegen andere Entscheidungen des Sozialgerichts. Jedes Jahr bearbeitet das Landessozialgericht gut 1.000 Verfahren: rund 500 Berufungen, etwa 300 Beschwerden im einstweiligen Rechtsschutz und etwa 200 Beschwerden in sonstigen Verfahren. Jeder der vier Senate des Landessozialgerichts wird in der Besetzung mit einer oder einem Vorsitzenden, zwei weiteren Berufsrichterinnen oder Berufsrichtern und zwei ehrenamtlichen Richterinnen oder Richtern tätig. Seit Anfang des Jahres befinden sich die Sozialgerichte in zentraler Lage in der Dammtorstraße 7 (Neustadt).