Behörde für Justiz und Gleichstellung

3. Hamburger Mediationstag Fachleute beraten über neue Wege zur Konfliktlösung

3. Mediationstag in Hamburg - FHH

Unter dem Motto „Mediation zwischen Krach und Konsens – wie wollen wir in Zukunft Probleme lösen?“ beraten am 16. Oktober 2013 im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung über 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 3. Hamburger Mediationstages über neue Wege zur Konfliktlösung. Veranstaltet wird der Hamburger Mediationstag von der MediationsZentraleHamburg  (MZH) gemeinsam mit der Behörde für Justiz und Gleichstellung, dem Hamburgischen Anwaltsverein und der Öffentlichen Rechtsauskunft und Vergleichsstelle (ÖRA). Den Einführungsvortrag hält Prof. Dr. Michael Bräuninger, Forschungsdirektor am Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) und Professor an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. In zahlreichen Workshops tauschen sich die Expertinnen und Experten anschließend über Themen wie Bürgerbeteiligung, Familienmediation oder Konfliktmanagement in der öffentlichen Verwaltung aus.

Mediation ist die Bezeichnung für ein Verfahren zur Konfliktlösung, bei dem unparteiische Dritte zwischen den Streitparteien vermitteln. Das Ziel ist, eine verbindliche Lösung zu finden, mit der alle Streitparteien einverstanden sind. Die Aufgabe der Mediatorinnen und Mediatoren besteht darin, die Konfliktparteien bei der eigenverantwortlichen Erarbeitung einer solchen Lösung zu unterstützen. Neben zahlreichen außergerichtlichen Mediationsangeboten bieten auch Hamburger Gerichte Mediation seit mehreren Jahren an. In derartigen Fällen wird der Rechtsstreit an speziell ausgebildete Richterinnen und Richter überwiesen. Vergangenes Jahr wurden auf diese Weise über 200 Mediationsverfahren an Hamburger Gerichten durchgeführt. Die Erfolgsquote lag z.B. beim Amtsgericht Hamburg bei knapp 80%. Hinzu kommen zahlreiche Rechtsstreite, die auf Grund einer erfolgreichen außergerichtlichen Mediation gar nicht erst bei Gericht anhängig werden.

Justiz- und Gleichstellungssenatorin Jana Schiedek: „Nicht jeder Rechtsstreit muss streitig entschieden werden. Hinter einer vordergründig rechtlichen Auseinandersetzung stehen vielfach ganz andere Probleme. Mithilfe von Mediation kann es gelingen, auch die Konflikte zu lösen, über die häufig gar nichts im Urteil stünde. Gleichzeitig trägt sie dazu bei, die Akzeptanz der gemeinsam erarbeiteten Lösung zu steigern. Deshalb ist die alternative Streitbeilegung ein wichtiges Instrument zur Förderung des Rechtsfriedens. Ich freue mich deshalb, dass auch dieses Jahr wieder zahlreiche Fachleute beim Hamburger Mediationstag zusammenkommen, um sich auszutauschen und zu vernetzen.“