Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Tag der Klimawissenschaften Hamburgs zukünftiges Klima

Umwelt- und Wissenschaftsbehörde, Handelskammer und der KlimaCampus Hamburg laden am 2. Dezember zum „Tag der Klimawissenschaften“ in die Handelskammer

Unter dem Motto „Klimaforschung zum Anfassen“ informieren am 2. Dezember die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, die Handelskammer und die zwölf Einrichtungen des KlimaCampus Hamburg  über den aktuellen Stand der Klimawissenschaften in Hamburg. Gastgeber ist die Handelskammer. Dort wird von 10:00 bis 18:00 Uhr eine umfangreiche Ausstellung im Commerzsaal gezeigt, die um 13:00 Uhr von Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt offiziell eröffnet wird. Von 14:00 bis 17:00 Uhr findet im Albert-Schäfer-Saal eine Vortragsveranstaltung für registrierte Gäste mit dem Titel statt: „Klimaforschung in Hamburg - regional bis international wahrgenommen und vernetzt“. Hauptredner ist Bürgermeister Olaf Scholz, Handelskammer-Präses Fritz Horst Melsheimer und Klimaforscher Prof. Dr. Hans von Storch sprechen Grußworte. Ab 18:00 Uhr lädt Umweltsenatorin Jutta Blankau zu einem Senatsempfang ins Rathaus. Die Ausstellung zuvor ist für alle geöffnet und der Eintritt frei.

Hamburgs zukünftiges Klima

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz: „Hamburger Forscher beschäftigen sich mit klimatischen Veränderungen in unserer Stadt und unserer Region – das betrifft Vergangenheit, Gegenwart und - wie sie ausdrücklich sagen - mögliche Zukünfte. Sie haben betont konstruktiv ihre Expertise und Autorität in den Dienst einer nachhaltigen Kommunikation und Politikberatung gestellt, und sie legen Wert darauf, einen Dialog mit der Öffentlichkeit und den Medien zu führen. Den brauchen wir, denn Hamburg und seine Einwohner können dem künftigen Fortgang des Klimawandels, soweit er sich seriös voraussehen lässt, nicht nur als interessierte Beobachter vom Hafenbeckenrand aus zusehen. Nein, sie müssen im eigenen Interesse möglichst genau abschätzen, was auf sie zukommen kann und darauf zu regieren wissen. Global liegt die Verantwortung der Industriestädte und -länder darin, dass wir gute technologische Lösungen entwickeln und bezahlbar machen. Das ist wichtig, damit Verbrauchs- und Emissionsminderungsschritte auf Grund ihrer sichtbaren wirtschaftlichen Attraktivität weltweit Anwendung finden. Bei uns natürlich erst recht und zuerst! Aber Klimaschutzmaßnahmen in Deutschland und in Hamburg, so intensiv wir sie vorantreiben, können den anthropogen verursachten Teil der Erderwärmung nur verzögern. China oder Indien, auch die USA und Russland – so wenig sie hinsichtlich ihrer technologischen Kompetenz Entwicklungshilfe von uns brauchen –, solche und andere Großemittenten gilt es durch best-practice-Beispiele zu noch stärkeren Einsparbemühungen zu ermutigen.“

Handelskammer-Präses Fritz Horst Melsheimer: "Hamburg hat sich zu einem Leuchtturm der deutschen Klimaforschung entwickelt. Für die Wirtschaft sind  insbesondere die Aufklärung über den Klimawandel und Anpassungsstrategien in unserer Region von Interesse. Die Leistungen der Wissenschaftler helfen den Unternehmen dabei, eigene Ansätze zur Verringerung von Treibhausgasen und zum Klimaschutz zu entwickeln, wie dies zum Beispiel seit 2003 im Rahmen der UmweltPartnerschaft Hamburg geschieht."

Umweltsenatorin Jutta Blankau: „Hamburgs Anpassung an den Klimawandel benötigt die Unterstützung durch die Klimaforschung. Politik und Verwaltung brauchen die Erkenntnisse der Grundlagenforschung und die wissenschaftliche Begleitung von Projekten, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können und Hamburg fit für den Klimawandel zu machen.“

KlimaCampus, Prof. Hans von Storch: „Am Tag der Klimawissenschaft setzen wir unseren Dialog zwischen Klimawissenschaft, Politik und Öffentlichkeit fort. Die Wissenschaft unterstützt die politische Willensbildung durch ihre kritische Analyse von Handlungsoptionen;  Politik und Gesellschaft nutzen dieses Wissen, um effektive Entscheidungen über Partner im Netzwerk KlimaCampus Hamburg zum Thema Klima und Klimawandel ansehen.“

Ausstellung

Wie sieht das Klima der Zukunft aus? Was bedeutet das für Hamburg? Wie wird man eigentlich Klimaforscher? Unter insgesamt fünf Schwerpunktthemen informiert der KlimaCampus Hamburg in der Ausstellung über die Klimaforschung vor Ort. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stehen zu Themen wie Sturmfluten, dem Stadtklima der Zukunft oder den Berufswegen von Klimaexperten Rede und Antwort. Interaktive Exponate laden zum Mitmachen ein. Ergebnisse aus der internationalen Klimaforschung werden auf einen großen Globus projiziert und das mögliche Klima der Zukunft veranschaulicht. Der ‚Norddeutsche Klimamonitor‘ zeigt, wie sich das Klima in der Metropolregion Hamburg in den letzten 60 Jahren bereits verändert hat. Und mit dem „StadtklimaArchitekten“ können die Besucher spielerisch erfahren, wie sich die Art der Bebauung auf das Klima einer Stadt auswirken kann. Die Ausstellung wird um 13:00 Uhr durch die zweite Bürgermeisterin und Senatorin der Behörde für Wissenschaft und Forschung der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Dorothee Stapelfeldt offiziell eröffnet.

Ab 17:00 Uhr können sich Interessierte im Albert-Schäfer Saal der Handelskammer Filme der Partner im Netzwerk KlimaCampus Hamburg zum Thema Klima und Klimawandel ansehen.

Vortragsveranstaltung

Um 14:00 Uhr startet parallel zur Ausstellung eine Vortragsveranstaltung für registrierte Gäste: „Klimaforschung in Hamburg – regional bis international wahrgenommen und vernetzt“ im Albert-Schäfer-Saal. Nach einer Begrüßung durch Handels-kammer-Präses Fritz Horst Melsheimer und Klimaforscher Prof. Dr. Hans von Storch spricht Bürgermeister Olaf Scholz zu den Themen Klimawandel und Klimaforschung in Hamburg. Anschließend gibt Prof. Dr. Anita Engels unter dem Titel „KlimaCampus Hamburg: Forschung in der Stadt, Forschung für die Stadt “ einen Überblick über den KlimaCampus Hamburg. Es folgt ein Vortrag der Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie Hamburg, Monika Breuch-Moritz zum Thema „Hamburg, Tor zur Welt - Schifffahrt und Klimawandel“. Zum Abschluss informiert Prof. Dr. Jörg Knieling von der HafenCity Universität über „Living with water - Stadtentwicklung und Klimawandel“.

Anmeldung unter: http://www.hzg.de/imperia/md/content/klimabuero/programm.pdf
Programm unter: http://www.hzg.de/institutes_platforms/coastal_research/news/klimatag/index.php.de

Hintergrund

Der Klimaforschungscluster CliSAP (Integrated Climate System Analysis and Prediction/Integrierte Klimasystem-Analyse und Vorhersage)  war der erste Exzellenzcluster in Hamburg und maßgeblich dafür, die Stadt als Wissenschaftsmetropole national und international bekannt zu machen. CliSAP war die Initialzündung für die Entwicklung des Forschungsnetzwerks des KlimaCampus Hamburg, das aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und Bundesbehörden besteht. Ziel ist es u.a., wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln und Grundlagen für politische Entscheidungen anzubieten. Zwölf Hamburger und Bundes-Einrichtungen sind derzeit beteiligt. Sie betreiben Grundlagenforschung wie das Max-Planck-Institut für Meteorologie, die Universität Hamburg und das Helmholtz-Zentrum Geesthacht, oder haben ihre Expertise im angewandten Bereich wie die Technische Universität Hamburg Harburg und die Hafencity Universität. Hinzu kommen Bundesbehörden: das Seewetteramt des Deutschen Wetterdienstes, das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie sowie die Bundesanstalt für Wasserbau. Weitere Partner im Netzwerk sind das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut und das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, das Climate Service Center 2.0 und das Deutsche Klimarechenzentrum. www.klimacampus-hamburg.de

Bei Interesse an Interviews mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Ausstellung und der Vortragsveranstaltung wenden Sie sich bitte an: