Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

Innovations Kontakt Stelle Senat, Hochschulen und Handelskammer beschließen langfristige Finanzierung

Senat, Hochschulen und Handelskammer beschließen langfristige Finanzierung

Die Innovations Kontakt Stelle (IKS) wurde im Jahr 2011 als Pilotprojekt von Senat, Handelskammer und Hochschulen aus der Taufe gehoben, um Wirtschaft und Wissenschaft enger zu vernetzen. Inzwischen hat sich das Projekt bewährt: In über 230 Kooperationsprojekten hat die IKS die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft unterstützt. Zusätzlich hat sie mit über 550 Unternehmen und Wissenschaftlern Beratungen durchgeführt. Der Wissens- und Technologietransfers war Hauptthema in mehr als 1000 Akquise- und Informationsgesprächen des IKS-Teams. Heute wurde im Hamburger Rathaus zwischen der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, der Behörde für Wissenschaft und Forschung und der Handelskammer vereinbart, dass die IKS dauerhaft finanziert werden soll. Die Finanzierung wird je zur Hälfte von Senat und Handelskammer Hamburg übernommen. Wirtschaft und Wissenschaft können nun langfristig auf die Leistungen der IKS bauen. Ein großer Zugewinn für den Standort Hamburg.

In Hamburger Unternehmen und in der Wissenschaft entstehen viele überzeugende Ideen – ob technisch oder nichttechnisch – zu neuen Produkten und Dienstleistungen. Jedoch sind eigene Forschung und Entwicklung sowie das Halten der Produktpalette auf einem zukunftsfähigen Niveau für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) oft kaum im Alleingang zu realisieren. Für die Weiterentwicklung einer Idee hin zu einem marktreifen Produkt oder einer Dienstleistung existiert in Hamburg eine Vielzahl von Unterstützungsmöglichkeiten. Allerdings ist die Suche nach passenden Ansprechpartnern, Ressourcen und themenbezogenen Angeboten zeitaufwändig. Auch sind die Vielfalt und die Möglichkeiten für den Nutzer oftmals nicht sofort erkennbar. Und genau hier vermittelt die IKS.

An die IKS kann sich jeder wenden, der mit einer im Schnittbereich zwischen Wissenschaft und Wirtschaft angesiedelten Problemstellung nicht gleich einen Zugang über bereits bestehende Zugangswege findet. Die IKS hat die Aufgabe, zu spezifischen Angeboten der vorhandenen Einrichtungen und Netzwerke zu vermitteln und dort, wo diese nicht vorhanden sind, aktiv unterstützend tätig zu werden.

Insbesondere für Mittelständler, die noch keine Erfahrung in der Kooperation mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen hatten, ist die IKS ein wichtiger Partner, dem man vertrauen kann. Das ist eine zentrale Grundlage für einen erfolgreichen Innovationstransfer.

Senator Frank Horch sagte bei der Unterzeichnung heute im Rathaus: „Wettbewerbsvorsprünge lassen sich nur durch ständige Innovationen und ihre erfolgreiche Umsetzung erreichen. Dies erfordert ein hohes Maß an Forschungs- und Entwicklungsaufwand. Dabei gilt es, das in allen Branchen, Wirtschaftszweigen und Forschungseinrichtungen vorhandene Wissen zu bündeln. Nur so kann sich ein Standort effektiv und zukunftsfähig entwickeln. Die IKS wird nun langfristig dazu beitragen.“

Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler brauchen Allianzen, wenn aus wissenschaftlichen Erkenntnissen gesellschaftliche Anwendungen werden sollen – ganz gleich, ob sie an Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen oder Forschungsabteilungen von Unternehmen arbeiten. So können sie Lösungen für die anstehenden gesellschaftlichen Herausforderungen entwickeln. Und so können aus Ideen auch Produkte und Dienstleitungen entstehen. Hier leistet die IKS einen wertvollen Beitrag. Ich freue mich, dass wir heute der IKS eine langfristige Perspektive bieten können.“

„Für kleine und mittlere Unternehmen ist es oft schwierig, das Potenzial der Wissenschaft für sich zu entdecken und den Zugang zu einem geeigneten Partner zu finden“, sagt Handelskammer-Präses Fritz Horst Melsheimer. Es fehle bisher in Hamburg an einer Transparenz schaffenden, hochschulneutralen und wirtschaftsnahen Anlaufstelle, die die Bedürfnisse beider Seiten, also Wirtschaft und Wissenschaft, abdecke. „Die IKS füllt diese Lücke und bringt mit Ihrer erfolgreichen Arbeit den Innovationsstandort weiter voran“, so Melsheimer.